Der spanische Lebensmittelriese Mercadona hat ein beispielloses Finanzpaket für seine 112.000 Mitarbeiter in Spanien und Portugal angekündigt. Das Unternehmen hat über eine Milliarde Euro für Gewinnbeteiligungen, Gehaltsanpassungen und die Verkürzung der Arbeitszeit bereitgestellt. Die meisten Beschäftigten erhielten eine einmalige Überweisung in Höhe von über 7.000 Euro netto. Diese Initiative zielt darauf ab, die Kaufkraft des Personals angesichts steigender Inflation zu verbessern und die Effizienz des Geschäftsmodells des Unternehmens zu steigern.
Milliardenschweres Sozialpaket
Die Gesamtausgaben für Prämien, Gehaltserhöhungen und die Verlängerung des Urlaubs überstiegen 2026 eine Milliarde Euro.
Hohe Prämien für die Belegschaft
70 % der Mitarbeiter erhielten einen Nettobonus von 5.400 Euro für eine Betriebszugehörigkeit von über vier Jahren.
Mehr freie Tage
Die Mitarbeiter gewannen eine zusätzliche Woche bezahlte Freizeit, wodurch der Urlaubsanspruch auf 37 Tage erhöht wurde.
Mercadona, der Marktführer im spanischen Einzelhandel, hat eine umfassende Gewinnumverteilungsaktion durchgeführt, die die gesamte Belegschaft von über 112.000 Personen umfasste. Grundlage dieses Pakets ist die Auszahlung von 780 Millionen Euro als Zielerreichungsprämie. Der Vergütungsmechanismus wurde an die Betriebszugehörigkeit geknüpft: Mitarbeiter, die weniger als vier Jahre beschäftigt sind, erhielten den Gegenwert von zwei zusätzlichen Gehältern, während fast 70 % der Belegschaft mit längerer Zugehörigkeit sogar drei monatliche Auszahlungen erhielten. In der Praxis bedeutet dies, dass erfahrene Mitarbeiter im Februar Überweisungen in Höhe von 7.250 Euro netto erhielten, bestehend aus dem regulären Gehalt und 5.400 Euro Prämie. Parallel zur Auszahlung der Boni hat das Unternehmen eine systematische Gehaltserhöhung eingeführt, um die Auswirkungen der Inflation auszugleichen. In Spanien stiegen die Gehälter um 2,9 %, in Portugal um 2,2 %, was dem Unternehmen jährliche Kosten von 125 Millionen Euro verursacht. VPI bleibt ein zentraler Bezugspunkt für die Lohnpolitik des Unternehmens, das seit Jahren auf Beschäftigungsstabilität und Mitarbeiterloyalität setzt. Mercadona verfolgt seit Jahren die von Juan Roig in den 1990er Jahren eingeführte Politik der „Totalen Qualität“, die davon ausgeht, dass die Zufriedenheit der Mitarbeiter sich direkt auf die Kundenzufriedenheit und die finanziellen Ergebnisse auswirkt. Die dritte Säule der Reform ist die Verbesserung der Erholungsbedingungen. Ab 2026 wurde der Umfang des Erholungsurlaubs von bisher 30 auf 37 Tage im Jahr erweitert. Nach Schätzungen der Geschäftsleitung stellt diese zusätzliche Woche Freizeit für die gesamte Belegschaft eine jährliche finanzielle Belastung von etwa 100 Millionen Euro dar. Die Geschäftsleitung argumentiert jedoch, dass Investitionen in das Wohlbefinden der Mitarbeiter notwendig sind, um einen Marktanteil von fast 30 % zu halten. Gleichzeitig zeigen die neuesten Daten das enorme Ausmaß des Ökosystems des Unternehmens – allein im letzten Jahr investierten seine Lieferanten 1,7 Milliarden Euro und schufen so einen mächtigen Industriecluster, der das Eigenmarkenmodell unterstützt. „Este es un esfuerzo conjunto que confirma que nuestro modelo de gestión invierte y apuesta por la satisfacción del trabajador.” (Dies ist eine gemeinsame Anstrengung, die bestätigt, dass unser Managementmodell in die Zufriedenheit der Mitarbeiter investiert und auf sie setzt.) — Vorsitzender und Hauptaktionär der Mercadona-Kette
Mentioned People
- Juan Roig — Vorsitzender und Hauptaktionär der Mercadona-Kette