Der amerikanische Ökonom Charles Manski, Professor an der Northwestern University, wurde mit dem renommierten Premio Fundación BBVA Fronteras del Conocimiento in der Kategorie Wirtschaft, Finanzen und Management ausgezeichnet. Die Auszeichnung erhielt er für seine Pionierarbeiten zur Messung von Unsicherheit in wirtschaftlichen Studien und deren Anwendung in der Analyse öffentlicher Politik. Die Jury bezeichnete ihn als „Schlüsselfigur” auf dem Gebiet der Ökonometrie, deren fünfzigjähriges Werk empirische Forschung in Bildung, Gesundheitswesen, Arbeitsmarkt und Sozialpolitik tiefgreifend beeinflusst hat.
Schlüsselfigur der Ökonometrie
Charles Manski wurde im Urteil als „Schlüsselfigur” in der Entwicklung moderner ökonometrischer Methoden beschrieben. Seine Arbeit über fünf Jahrzehnte hat die Art und Weise, wie Ökonomen aus Daten Schlüsse ziehen, maßgeblich verändert.
Bahnhrechende Forschung zu Unsicherheit
Er erhielt die Auszeichnung für seine bahnbrechenden Arbeiten zur Messung und Berücksichtigung von Unsicherheit in wirtschaftlichen Studien sowie deren Anwendung in der Analyse und Bewertung öffentlicher Politik.
Einfluss auf die Politikanalyse
Manskis Arbeiten haben Ökonomen dazu ermutigt, sich auf zuverlässige und transparente Schlussfolgerungen zu stützen und die Grenzen von Daten besser zu erkennen, was die Forschung in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Arbeitsmarkt und Sozialprogramme beeinflusst hat.
Der amerikanische Ökonom Charles Manski wurde mit dem Premio Fundación BBVA Fronteras del Conocimiento in der Kategorie Wirtschaft, Finanzen und Unternehmensführung ausgezeichnet. Die Auszeichnung wurde in der XVIII. Wettbewerbsrunde vergeben. Das am 25. Februar verkündete Juryurteil betont, dass Manski eine „Schlüsselfigur” auf dem Gebiet der Ökonometrie ist. Sein fünfzigjähriges Werk „hat empirische Forschung in verschiedenen Bereichen tiefgreifend beeinflusst”. Insbesondere werden Bildung, Gesundheitspolitik, Arbeitsmärkte, Industriepolitik und Sozialprogramme genannt. Sein grundlegender Beitrag besteht in der Entwicklung von Methoden, die es Ökonomen ermöglichen, zuverlässigere und transparentere Schlussfolgerungen zu ziehen, mit voller Kenntnis des Ausmaßes der Unsicherheit, die ihren Modellen innewohnt. In der Praxis bedeutet dies eine bessere Vorbereitung auf die Bewertung der Auswirkungen öffentlicher Politik, selbst wenn die verfügbaren Daten unvollständig sind. Der Premio Fronteras del Conocimiento, 2008 von der spanischen Fundación BBVA ins Leben gerufen, ehrt herausragende Leistungen in Wissenschaft und Kunst mit Schwerpunkt auf Grundlagenforschung mit hohem Anwendungspotenzial. Auszeichnungen werden in mehreren Kategorien vergeben, darunter auch im Bereich Wirtschaft und Sozialwissenschaften. Der Preisträger ist Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Northwestern University in Chicago in den Vereinigten Staaten. Er wurde 1948 in Boston geboren. Seine bahnbrechenden Arbeiten bildeten das Fundament für die moderne Ökonometrie und veränderten die Denkweise der gesamten Disziplin über Daten, Beweise und die Grenzen unseres Wissens. Die Auszeichnung unterstreicht die Bedeutung seiner Forschung in einer Zeit, in der „Chaos auf dem internationalen wirtschaftlichen Schachbrett an Boden gewinnt”, wie El País feststellt und auf den wachsenden Bedarf an soliden Methoden in einer instabilen Welt hinweist.
Mentioned People
- Charles Manski — Amerikanischer Ökonom, Professor an der Northwestern University, Preisträger des Premio Fronteras del Conocimiento 2026 im Bereich Wirtschaft.