Die Einzelhandelskette IKEA hat ihre Fläche für andere Einzelhändler geöffnet. Erster Mieter wird der französische Sportriese Decathlon sein, der seinen Verkaufsstandort im IKEA-Geschäft im Londoner Stadtteil Greenwich eröffnen wird. Die Partnerschaft zielt darauf ab, mehr Kunden anzulocken. Experten weisen darauf hin, dass eine solche Zusammenarbeit der Beginn eines neuen Trends im britischen Einzelhandel sein könnte.
Erster Decathlon in einer IKEA
Die französische Sportartikelkette Decathlon wird ihren Standort im IKEA-Geschäft in Greenwich, London, eröffnen, was eine Neuheit für den britischen Markt darstellt.
Neues Geschäftsmodell für IKEA
IKEA öffnet einen Teil seiner Einzelhandelsfläche für externe Mieter, um den Kundenverkehr zu erhöhen und das Angebot zu diversifizieren.
Antwort auf Herausforderungen im Einzelhandel
Die Partnerschaft ist eine Antwort auf sich ändernde Konsumgewohnheiten und den wachsenden Wettbewerb im britischen Einzelhandelssektor.
Potenzial für weitere Kooperationen
Marktexperten schließen nicht aus, dass ähnliche Partnerschaften an anderen IKEA-Standorten und sogar mit anderen Einzelhändlern entwickelt werden.
Der schwedische Möbelriese IKEA hat einen ungewöhnlichen Schritt in seiner britischen Strategie unternommen, indem er einen Teil der Fläche seines Geschäfts im Londoner Stadtteil Greenwich für einen externen Mieter öffnet. Erster Partner wird der französische Sporthändler Decathlon. Der neue Sportladen soll innerhalb des bestehenden IKEA-Gebäudes entstehen und eine ungewöhnliche Handelshybride bilden. Diese Entscheidung fügt sich in einen breiteren Trend auf dem britischen Einzelhandelsmarkt ein, wo große Verkaufsflächen nach neuen Wegen suchen, um Kunden anzuziehen und den Umsatz zu beleben. Seit den 1990er Jahren, mit der Expansion großer Einkaufszentren und der späteren Entwicklung des Online-Handels, kämpfen traditionelle große stationäre Geschäfte mit rückläufigen Besucherzahlen. Als Antwort auf diese Herausforderung testen einige Ketten Konzepte der Flächennutzung mit komplementären Branchen. Für IKEA, deren britische Geschäfte in der Regel eigenständige, riesige Objekte am Stadtrand sind, ist dies ein Experiment mit einem neuen Geschäftsmodell. Die Zusammenarbeit ist gegenseitig vorteilhaft. Für Decathlon ist es eine Gelegenheit, neue Kunden an einem günstigen Standort zu erreichen, ohne die hohen Kosten für den Neubau eines Objekts von Grund auf. Für IKEA soll die Präsenz der beliebten Sportmarke die Attraktivität des gesamten Objekts als Ziel für Einkaufsausflüge erhöhen und die Zeit verlängern, die Kunden im Geschäft verbringen. Experten weisen darauf hin, dass, wenn das Experiment in Greenwich erfolgreich ist, ähnliche Lösungen an anderen britischen Standorten des schwedischen Konzerns auftauchen könnten. „We're seeing a growing need for diversification among big-box retailers to attract consumers. Such partnerships could become more common as stores look to optimize their use of space.” (Wir sehen einen wachsenden Bedarf an Diversifizierung bei großen Einzelhändlern, um Verbraucher anzuziehen. Solche Partnerschaften könnten häufiger werden, da Geschäfte ihre Flächennutzung optimieren wollen.) — Einzelhandelsexperte, zitiert von Reuters Es ist nicht die erste Initiative dieser Art von IKEA, die in anderen Ländern bereits das Hosten von Cafés oder Servicepunkten getestet hat, aber die Einführung eines großen, wettbewerbsfähigen Einzelhändlers unter das eigene Dach stellt einen bedeutenden strategischen Schritt dar.
Perspektywy mediów: Liberale Medien könnten diesen Schritt als pragmatische Anpassung an neue Marktrealitäten und ökologisch vorteilhaftere Nutzung bestehender Infrastruktur anstelle des Baus neuer Gebäude sehen. Konservative Kommentare könnten auf die Schwäche des traditionellen IKEA-Geschäftsmodells hinweisen und darin ein Zeichen für Probleme im britischen Einzelhandel unter dem Druck des Internets sehen.