Die italienische Nationale Sozialversicherungsanstalt (INPS) stellt den Versand von Papierbeitragsbelegen für Haushaltshilfen wie Putzkräfte, Pflegekräfte und Babysitter ein. Ab Januar 2026 gilt die vollständige Digitalisierung der Zahlungen über die Plattform pagoPA. Eine vorübergehende Ausnahme betrifft nur Arbeitgeber im Alter von 76 Jahren und älter, die in diesem Jahr weiterhin traditionelle Dokumente erhalten. Ziel der Änderung ist es, die Verfahren zu vereinfachen und ihre Transparenz und Zugänglichkeit zu erhöhen. Die Änderung fällt mit einer Erhöhung des Mindeststundenlohns für diese Berufsgruppe zusammen, was die finanzielle Belastung für Familien mit Haushaltshilfen erhöht.
Ende der Papierzahlungsbelege
Die INPS hat den Versand von Papierzahlungsformularen (Bollettini) für Sozialversicherungsbeiträge von Haushaltshilfen eingestellt. Ab Januar 2026 müssen alle Arbeitgeber unter 76 Jahren ihre Zahlungen ausschließlich über digitale oder stationäre Kanäle unter Verwendung des pagoPA-Systems tätigen.
Ausnahme für älteste Arbeitgeber
Als Übergangsmaßnahme werden im Jahr 2026 weiterhin Papierzahlungsaufforderungen an private Arbeitgeber versendet, die das 76. Lebensjahr vollendet haben. Dies soll dieser Altersgruppe die Anpassung an die neuen, vollständig digitalisierten Verfahren erleichtern.
Anstieg der Arbeitskosten und Beiträge
Die Änderung der Zahlungsverfahren fällt mit einer Erhöhung des Mindeststundenlohns für Haushaltshilfen auf 7,46 Euro zusammen. Nach Berechnungen bedeutet dies für Familien zusätzliche Ausgaben von bis zu 1000 Euro pro Jahr. Die Sozialversicherungsbeiträge wurden ebenfalls um 1,4 % erhöht.
Hauptkanäle für digitale Zahlungen
Der Hauptzugangspunkt zum Dienst ist die offizielle INPS-Website im Bereich für Zahlungen von Haushaltshilfen. Nutzer können pagoPA-Zahlungsaufforderungen generieren, diese ausdrucken oder online mit Kredit- oder Debitkarte bezahlen. Zahlungen sind auch über die IO-App sowie in Banken möglich.
Das italienische Sozialversicherungssystem durchläuft eine radikale Modernisierung bei der Abwicklung von Haushaltshilfen. Die Nationale Sozialversicherungsanstalt (INPS) hat die Praxis des Versands von Papierzahlungsformularen für Beiträge von Haushaltshilfen, Altenpflegern und Babysittern offiziell beendet. Die Entscheidung, die Ende Februar 2026 in einer Reihe von Pressemitteilungen bekannt gegeben wurde, bedeutet eine obligatorische Digitalisierung dieses Prozesses für die überwiegende Mehrheit der Zahler. Ab Januar 2026 müssen private Arbeitgeber unter 76 Jahren, die in der Vergangenheit den postalischen Versand von Zahlungsbelegen nutzten, auf elektronische Zahlungssysteme umsteigen. Als einzige Ausnahme, die vorübergehend gilt, können Arbeitgeber im Alter von 76 Jahren und älter weiterhin traditionelle Briefe mit Formularen im gesamten Jahr 2026 erhalten. Das Institut betont, dass das Ziel ein "schrittweiser Übergang zu einfacheren, besser nachverfolgbaren und stets verfügbaren Werkzeugen" sei. Der Hauptzugangskanal ist der Bereich Zahlungsportal für Haushaltshilfen auf der Website www.inps.it. Über diesen Dienst können Nutzer eine Zahlungsaufforderung im Rahmen der nationalen pagoPA-Plattform generieren und ausdrucken und diese dann direkt online mit Kreditkarte oder über Online-Banking bezahlen. Alternativ können Zahlungen über die mobile App IO oder in Bankfilialen und anderen autorisierten Stellen getätigt werden. Die Verwaltungsänderung fällt mit einem erheblichen Anstieg der Arbeitskosten im Haushaltssektor zusammen. Wie "Il Fatto Quotidiano" berichtet, ist der Mindeststundenlohn für Haushaltshilfen auf der Grundlage des im Arbeitsministerium ausgehandelten neuen Tarifvertrags auf 7,46 Euro gestiegen. Schätzungen zufolge könnte dies für Familien mit Vollzeit-Haushaltshilfen zu zusätzlichen Ausgaben von bis zu tausend Euro pro Jahr führen. Zum direkten Lohnanstieg kommt eine automatische Erhöhung der Versicherungsbeiträge hinzu, die im Jahr 2026 um 1,4 % höher sind. Die doppelte finanzielle Belastung – höhere Löhne und höhere Beiträge, die jetzt ausschließlich elektronisch gezahlt werden müssen – stellt eine erhebliche Herausforderung für die Budgets vieler italienischer Haushalte dar.