Der amerikanische Ökonom Charles Manski wurde zum Preisträger des Premio Fundación BBVA Fronteras del Conocimiento 2026 in der Kategorie Wirtschaft, Finanzen und Unternehmensführung ernannt. Die Jury würdigte seinen bahnbrechenden Beitrag zur Entwicklung der Ökonometrie, insbesondere die Schaffung eines methodischen Rahmens für die Analyse unter Bedingungen tiefer Unsicherheit. Seine Arbeiten bilden die Grundlage für die Bewertung öffentlicher Politiken in Bereichen wie Bildung, Gesundheit oder Arbeitsmarkt und ermöglichen es, Schlussfolgerungen mit voller Kenntnis ihrer Grenzen zu formulieren. Der mit 400.000 Euro dotierte Preis ist eine der bedeutendsten wissenschaftlichen Auszeichnungen in der spanischsprachigen Welt.
Ehrung einer bahnbrechenden Methodologie
Charles Manski erhielt den Preis für die Entwicklung der theoretischen und empirischen Grundlagen der Analyse unter Bedingungen unvollständiger Daten. Sein Framework ermöglicht es Ökonomen, Grenzen für die mögliche Schätzung der Auswirkungen öffentlicher Politiken festzulegen.
Einfluss auf öffentliche Politiken
Die Arbeiten des Preisträgers werden häufig zur Bewertung von Sozialprogrammen, Bildungsreformen und Gesundheitsinterventionen eingesetzt. Manskis Methoden helfen Entscheidungsträgern, übermäßig optimistische Prognosen zu vermeiden.
Preis mit internationalem Prestige
Der Premio Fronteras del Conocimiento, gestiftet von der spanischen Bank BBVA, ehrt herausragende Leistungen in Wissenschaft und Kunst. In der Kategorie Wirtschaft gilt er als das Äquivalent zum Nobelpreis in der spanischsprachigen Welt.
Der amerikanische Ökonom Charles Manski wurde zum Preisträger der XVIII. Ausgabe des Premio Fundación BBVA Fronteras del Conocimiento in der Kategorie Wirtschaft, Finanzen und Unternehmensführung erklärt. Das Urteil wurde am 25. Februar 2026 verkündet. Der mit 400.000 Euro dotierte Preis ist eine der wichtigsten wissenschaftlichen Auszeichnungen in der spanischsprachigen Welt und ehrt Arbeiten von grundlegender Bedeutung für die Entwicklung der Disziplin. Der Preis Fronteras del Conocimiento wurde 2008 von der spanischen Fundación BBVA, einer philanthropischen Institution der Bankengruppe BBVA, gestiftet. Ihr Ziel ist die Förderung grundlegender Forschung mit Anwendungspotenzial. In den Vorjahren erhielten den Preis in der Kategorie Wirtschaft unter anderem der Verhaltensökonom Richard Thaler sowie Forscher zu sozialer Ungleichheit. Die Jury, bestehend aus führenden spanischen und internationalen Ökonomen, bezeichnete Manski als „Schlüsselfigur” der modernen Ökonometrie. Hervorgehoben wurde, dass sein Lebenswerk „die empirische Forschung in verschiedenen Bereichen tiefgreifend beeinflusst hat”, wie Bildung, Gesundheitspolitik, Arbeitsmarkt und Sozialprogramme. Der zentrale Beitrag Manskis ist die Schaffung einer kohärenten Methodik, die es Ökonomen ermöglicht, Schlussfolgerungen mit einer vollständigen und transparenten Erklärung des Grades der begleitenden Unsicherheit zu formulieren. Sein Ansatz, bekannt als „Analyse mit partieller Identifikation” oder „Manski-Theorie”, hat das Paradigma in den Sozialwissenschaften verändert. In der Praxis ermöglichen diese Methoden Forschern, obere und untere Grenzen für den möglicherweise schätzbaren Effekt einer Intervention – beispielsweise eines Stipendienprogramms oder einer Steuerreform – festzulegen, anstatt eine einzige, oft trügerisch präzise Zahl anzugeben. „„Spośród wszystkich nominowanych prac, te autorstwa Charlesa Manskiego wyróżniają się tym, że są powszechnie stosowane, tworząc standardy metodologiczne w wielu dziedzinach”” („Unter allen nominierten Arbeiten zeichnen sich die von Charles Manski dadurch aus, dass sie weit verbreitet sind und methodische Standards in vielen Bereichen setzen“) — Sekretärin der Jury des Preises Fronteras del Conocimiento in der Kategorie Wirtschaft. Dieser Ansatz ist besonders wertvoll in Zeiten, in denen politische Entscheidungsträger solide Grundlagen für ihre Entscheidungen benötigen und die verfügbaren Daten oft begrenzt oder mehrdeutig sind. Seine Arbeiten bilden die Grundlage für die Bewertung der Auswirkungen öffentlicher Politiken selbst dann, wenn die verfügbaren Daten unvollständig sind. Der Preisträger ist emeritierter Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Northwestern University in Chicago. Der Preis wird ihm während einer feierlichen Gala in Madrid überreicht, deren Datum zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben wird. Ein weiterer Aspekt der Auszeichnung ist die Betonung der Bedeutung der Wirtschaftswissenschaft als exakter Wissenschaft, die mit Unsicherheit umgehen kann. Im Gegensatz zu einigen Wirtschaftsprognosen, die konkrete Zahlen nennen, lehrt Manskis Framework intellektuelle Bescheidenheit und wissenschaftliche Redlichkeit. 400 tys. euro — Wert des Preises Fronteras del Conocimiento. Seine Konzepte werden heute nicht nur in der Wirtschaftswissenschaft, sondern auch in der Epidemiologie, Soziologie und Politikwissenschaft angewendet.
Mentioned People
- Charles Manski — Amerikanischer Ökonom, Preisträger des Fronteras del Conocimiento 2026
- Cristina Barceló — Sekretärin der Jury des Preises Fronteras del Conocimiento in der Kategorie Wirtschaft