Die amerikanische Wirtschaft wuchs im letzten Quartal 2025 um 1,4 %. Negativ beeinflusst wurde das Ergebnis vor allem durch den rekordlangen Stillstand der Bundesregierung. Gleichzeitig stieg der Kern-PCE-Inflationsindex im Dezember um 0,4 %, was baldige Zinssenkungen durch die Federal Reserve in Frage stellt.

Schwächeres BIP-Wachstum

Das Wachstum von 1,4 % im vierten Quartal erwies sich als deutlich niedriger als der Marktkonsens, der 2,5–3 % angenommen hatte.

Inflation über dem Ziel

Der PCE-Index auf einem Niveau von 3 % im Jahresvergleich erschwert es der Federal Reserve, Entscheidungen über Zinssenkungen zu treffen.

Auswirkungen des Regierungsstillstands

Der Shutdown der Bundesregierung kostete das Endergebnis des BIPs mehr als 1 Prozentpunkt.

Kritik von Trump

Der Präsident macht die Opposition und den Fed-Chef für die Verlangsamung verantwortlich und fordert radikale Senkungen der Geldkosten.

Die Wirtschaft der Vereinigten Staaten beendete das Jahr 2025 mit einem Ergebnis, das auf einen deutlichen Verlust an Schwung hindeutet. Nach vorläufigen Daten des Handelsministeriums stieg das BIP im vierten Quartal nur um 1,4 % auf Jahresbasis. Dies ist ein drastischer Rückgang im Vergleich zum dritten Quartal, als die Dynamik 4,4 % betrug. Der Haupthemmfaktor war der rekordlange Shutdown, der nach Schätzungen des Bureau of Economic Analysis das Wachstumstempo um etwa 1 Prozentpunkt gedrückt hat. Die Situation wird durch Daten zur Preisdynamik verkompliziert. Der von der Federal Reserve bevorzugte Inflationsmaßstab, der Kern-PCE-Index, stieg im Dezember um 0,4 % gegenüber dem Vormonat, was einem Niveau von 3 % im Jahresvergleich entspricht. Diese Daten rücken die Aussicht auf eine Lockerung der Geldpolitik in die Ferne, trotz wachsenden Drucks aus dem Weißen Haus. Präsident Donald Trump griff den Fed-Vorsitzenden Jerome Powell öffentlich an, beschuldigte ihn der zu hohen Leitzinsen und bezeichnete seine Handlungen als politisch motiviert. Die amerikanische Wirtschaft sieht sich zyklisch mit dem Problem des Shutdowns konfrontiert, doch der bisher längste Stillstand an der Wende von 2018 zu 2019 dauerte 35 Tage und wirkte sich negativ auf das Marktvertrauen und das Investitionstempo aus. Trotz der allgemeinen Verlangsamung erkennen Analysten positive Signale im privaten Sektor. Der private Konsum und die Unternehmensinvestitionen blieben relativ stabil, was auf eine gewisse Widerstandsfähigkeit der wirtschaftlichen Grundlagen hindeutet. Finanzminister Scott Bessent äußerte sich optimistisch und prognostizierte, dass das Wachstum im Jahr 2026 auf 3,5 % beschleunigen könnte, sofern es gelingt, weitere Haushaltssperren zu vermeiden und die Lage in der Automobilindustrie zu stabilisieren. „The Democrat Shutdown cost the U.S.A. at least two points in GDP. That's why they are doing it, in mini form, again. No Shutdowns! Also, LOWER INTEREST RATES.” (Der Demokraten-Shutdown hat die USA mindestens zwei Punkte beim BIP gekostet. Deshalb machen sie es wieder, in Mini-Form. Keine Shutdowns! Außerdem, NIEDRIGERE ZINSSÄTZE.) — Donald Trump

Mentioned People

  • Donald Trump — US-Präsident, der die Fed für hohe Leitzinsen kritisiert.
  • Jerome Powell — Vorsitzender der Federal Reserve der USA.
  • Scott Bessent — Finanzminister der USA.