Das US-Repräsentantenhaus hat mit knapper Mehrheit einen Gesetzentwurf zur Modernisierung des Luftraumüberwachungssystems abgelehnt. Die Entscheidung fiel nach heftigem Widerstand des Verteidigungsministeriums, das vor einer Gefährdung der nationalen Sicherheit warnte. Die Abstimmung ist ein schwerer Schlag für die Familien der Opfer des Flugzeugabsturzes am DCA-Flughafen, die seit Monaten für strenge technische Anforderungen für alle militärischen und zivilen Maschinen plädiert hatten.
Ablehnung der Luftverkehrsreform
Das Repräsentantenhaus lehnte das Gesetz nach einer Kampagne des Pentagon gegen neue technische Anforderungen für Flugzeuge ab.
Widerstand des Verteidigungsministeriums
Militärvertreter argumentierten, dass verpflichtende Positionssender die Sicherheit geheimer Militäroperationen gefährden würden.
Spaltung unter Republikanern
Innerhalb der Partei kam es zu einem Konflikt zwischen Befürwortern der Modernisierung und Anhängern der militärischen Autonomie.
Proteste der Opferfamilien
Angehörige der bei der Katastrophe am DCA-Flughafen Verstorbenen werfen Politikern vor, die reale Gefahr zu ignorieren.
Der Gesetzentwurf zur Luftverkehrssicherheit, eine direkte Reaktion auf die tragische Kollision in der Nähe des Ronald-Reagan-Flughafens in Washington, scheiterte im Unterhaus des US-Kongresses. Ein zentraler Streitpunkt war die Anforderung, alle Militärflugzeuge mit fortschrittlichen ADS-B-Sendern auszustatten. Das Pentagon führte eine intensive Kampagne gegen diese Vorschriften an und argumentierte, dass die erzwungene Echtzeit-Offenlegung von Kampfjetpositionen geheime Operationen gefährden und ausländischen Geheimdiensten die Überwachung von Truppenbewegungen erleichtern würde. Der amerikanische Luftraum ist seit Jahrzehnten Schauplatz eines zunehmenden Interessenkonflikts zwischen zivilen Fluggesellschaften und der Militärluftfahrt. Seit der Gründung der Federal Aviation Administration (FAA) im Jahr 1958 behält das Militär weitgehende Autonomie beim Betrieb in Flugkorridoren, die mit Passagierjets geteilt werden, was nach Luftfahrtvorfällen regelmäßig Gegenstand von Debatten ist.Innerhalb der Republikanischen Partei kam es zu einer seltenen Spaltung. Während ein Teil der Konservativen die Haltung des Militärs unterstützte, schlossen sich andere den Demokraten an, da sie der Ansicht waren, dass die Sicherheit der Passagiere Vorrang vor militärischen Privilegien haben müsse. Die Situation wurde durch Berichte verschärft, dass gerade eine Militärmaschine für den Unfall im vergangenen Jahr verantwortlich war, was Kommentatoren dazu veranlasste, die moralische Legitimation des Pentagon zur Blockierung von Veränderungen in Frage zu stellen. Die Familien der Opfer äußerten tiefe Enttäuschung und bezeichneten das Abstimmungsergebnis als Sieg der Bürokratie über das menschliche Leben. 225 — Gegenstimmen führten zur Ablehnung des Entwurfs Verkehrsexperten schlagen Alarm und weisen darauf hin, dass ohne systemische Veränderungen das Risiko einer Wiederholung der Katastrophe im überfüllten Luftraum über Washington hoch bleibt. Die abgelehnte Gesetzgebung sollte nicht nur die Ausrüstung modernisieren, sondern auch neue Kommunikationsverfahren zwischen zivilen Kontrolltürmen und dem Kommando der Luftstreitkräfte einführen. Derzeit operieren beide Bereiche mit Systemen, die nicht immer vollständig miteinander kompatibel sind. Angesichts der Parlamentswahlen sind die Chancen auf eine schnelle Wiederaufnahme des Entwurfs in die Beratungen nahezu null, was bedeutet, dass der derzeitige Rechtszustand für die kommenden Jahre bestehen bleibt. „The military caused the crash. Now it's trying to kill key fixes.” (Das Militär hat den Absturz verursacht. Jetzt versucht es, entscheidende Verbesserungen zu verhindern.) — Familien der DCA-Opfer