Der britische Luxusautohersteller Aston Martin hat den Verkauf der ewigen Namensrechte für sein Formel-1-Team für 50 Millionen Pfund angekündigt. Diese Entscheidung folgte einer weiteren Gewinnwarnung, die auf höhere Verluste als von den Märkten erwartet hinweist. Das Unternehmen kämpft mit einer nachlassenden Nachfrage in China und Nordamerika sowie dem Druck durch neue Zolltarife, was radikale Schritte zur Verbesserung der Liquidität erforderlich machte.

Verkauf der Markenrechte

Das Unternehmen verkauft die Namensrechte des Aston Martin F1 Team für 50 Millionen Pfund an die AMR GP Holdings, um die Liquidität im Jahr 2026 zu verbessern.

Verschärfung der Finanzverluste

Der Hersteller warnte davor, dass der Jahresverlust für das Jahr 2025 höher ausfallen wird als vom Markt erwartet, der ein Defizit von 184 Millionen Pfund prognostiziert hatte.

Probleme auf Exportmärkten

Die Hauptursachen der Krise sind Zolltarife sowie die nachlassende Nachfrage nach Luxusautos in China und Nordamerika.

Die britische Automobillegende, Aston Martin Lagonda Global Holdings Plc, hat drastische Maßnahmen zur Rettung ihrer Finanzlage ergriffen. Das Unternehmen verkauft die ewigen Namensrechte des Aston Martin F1 Team an die AMR GP Holdings Limited für 50 Millionen Pfund. Dieser Vertrag, der mindestens bis 2055 gilt, zielt auf eine sofortige Stärkung der finanziellen Liquidität des Herstellers ab. Die Entscheidung zur Kommerzialisierung der Markenrechte in der prestigeträchtigen Rennserie fiel zeitgleich mit der Veröffentlichung enttäuschender Finanzprognosen für das Jahr 2025, die eine heftige Reaktion der Investoren an der Börse auslösten. Aston Martin kämpft seit Jahren mit finanziellen Problemen und wurde 2020 vor dem Bankrott durch ein Konsortium unter der Führung des kanadischen Milliardärs Lawrence Stroll gerettet, der die Marke zurück in die Formel 1 brachte.Die Probleme des Unternehmens resultieren aus einem Zusammenspiel ungünstiger makroökonomischer Faktoren. Das Unternehmen verzeichnete eine schwächere Nachfrage auf Schlüsselmärkten wie China und den Vereinigten Staaten. Eine zusätzliche Belastung sind neue Zolltarife, die die Rentabilität des Exports von Luxusfahrzeugen beeinträchtigen. Analysten prognostizieren nun, dass der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) unter der Untergrenze der Prognosen liegen wird, die ohnehin einen Verlust von etwa 184 Millionen Pfund annahmen. Die Strategie von Lawrence Stroll, die Marke als britisches Äquivalent zu Ferrari zu positionieren, stößt somit auf ernsthafte Hindernisse angesichts der globalen Verlangsamung im Luxusgütersektor. Prognostizierter Finanzverlust für 2025: Markterwartungen: 184, Neue Unternehmensprognosen: 200 Der Verkauf der Namensrechte in der Formel 1 wird als Versuch interpretiert, die Bilanz zu stabilisieren, ohne eine weitere Aktienemission durchführen zu müssen, die das Kapital der bestehenden Aktionäre verwässern könnte. Obwohl das Rennteam ein zentrales Element der Marketingstrategie bleibt, ermöglicht die formale Trennung des geistigen Eigentums am Namen von der eigentlichen Fahrzeugproduktion einen schnellen Geldzufluss. Investoren blicken jedoch besorgt auf die langfristige Fähigkeit des Unternehmens, Gewinne zu erwirtschaften, insbesondere im Zeitalter der kostspieligen Transformation hin zu Elektro- und Hybridantrieben. 50 Mio. Pfund — Preis für die ewigen Namensrechte des F1-Teams Marktsituation von Aston Martin: Aktienkurs: Stabil → Starker Rückgang; EBIT-Gewinnprognose: -184 Mio. GBP → Unter -200 Mio. GBP

Mentioned People

  • Lawrence Stroll — Kanadischer Milliardär und geschäftsführender Vorsitzender von Aston Martin, verantwortlich für die Sanierungsstrategie der Marke.