Der globale Medienmarkt verfolgt mit angehaltenem Atem die Auktion um Warner Bros Discovery. Netflix, der anfängliche Favorit, stößt auf Widerstand von Paramount Skydance sowie Kritik legendärer Filmemacher, darunter James Cameron. Das Unternehmen erwägt, sein Angebot in Höhe von 83 Milliarden Dollar zu erhöhen, um den Deal vor der für Freitag geplanten Abstimmung der Aktionäre zu besiegeln. Inzwischen mischen sich US-Senatoren ein, die die politischen Verbindungen der Bieter und die potenziellen Auswirkungen der Fusion auf den Kinomarkt untersuchen.
Große Auktion um Warner
Netflix ist bereit, über 83 Milliarden Dollar auszugeben, um Warner Bros Discovery zu übernehmen, muss sich aber mit einem Gegenangebot von Paramount auseinandersetzen.
Aufstand von Filmemachern unter Camerons Führung
James Cameron hat offiziell den US-Senat aufgefordert, die Transaktion zu blockieren, da er den Zusammenbruch des traditionellen Kinomodells im Falle eines Netflix-Sieges vorhersagt.
Sieben-Tage-Ultimatum für Verhandlungen
Der Vorstand von WBD hat eine zusätzliche Woche für Gespräche mit Paramount Skydance festgelegt, was die sofortige Annahme des Angebots des Streaming-Führers aufhielt.
Der Kampf um die Kontrolle über Warner Bros Discovery (WBD) ist in eine kritische Phase eingetreten und hat sich zu einem der kompliziertesten Übernahmeprozesse in der Geschichte Hollywoods entwickelt. Netflix, bestrebt, seine Führungsposition zu stärken, hat ein Rekordangebot von 83 Milliarden Dollar vorgelegt. Der Vorstand von WBD hat trotz früherer Bereitschaft, den Deal abzuschließen, beschlossen, die Frist um sieben Tage zu verlängern, was den Weg für Paramount Skydance ebnete. Diese Strategie hat an der Börse Nervosität ausgelöst, was zu einem Kursrückgang der Netflix-Aktie auf rund 78 Dollar in der Nähe des Jahresminimums führte. Investoren befürchten, dass die Notwendigkeit, das Angebot von Paramount zu überbieten, die Bilanz des Streaming-Giganten belasten könnte. Seit der Gründung von Warner Bros. im Jahr 1923 durch polnisch-jüdische Einwanderer war das Studio ein Grundpfeiler der amerikanischen Kultur und durchlief zahlreiche Transformationen, darunter die vielbeachtete Fusion mit Discovery im Jahr 2022.Die Situation wird durch Widerstand einflussreicher Branchenfiguren verkompliziert. James Cameron, Regisseur von Hits wie „Avatar” oder „Titanic”, hat einen Brief an den US-Senat geschickt, in dem er vor „katastrophalen” Folgen der Dominanz von Streaming-Plattformen über das traditionelle Kino-Modell warnt. „Der geplante Verkauf von Warner Brothers Discovery an Netflix wird für das Kinogeschäft katastrophal sein.” — James Cameron In Reaktion darauf erklärte der Co-CEO von Netflix, Ted Sarandos, dass die Fusion paradoxerweise die Kinos stärken werde, indem das Vertriebsnetz von Warner breiter genutzt und die 45-tägige Exklusivitätsfrist für neue Produktionen beibehalten werde. Der wirtschaftliche Aspekt verschränkt sich mit dem politischen, da Senatoren der Demokratischen Partei von David Ellison die Sicherung von Dokumenten bezüglich Kontakten zur Administration von Donald Trump verlangt haben. Es gibt Verdachtsmomente über Versuche politischer Einflussnahme auf Kartellbehörden. Gleichzeitig scheinen sich innerhalb von WBD die Stimmungen der Mitarbeiter zugunsten von Netflix zu verschieben, was im Kontrast zu den Bedenken hinsichtlich der finanziellen Stabilität von Paramount steht, das riskante Kredite aufnehmen müsste, um die Transaktion zu finanzieren. Angebote und Marktwerte: Wert des Netflix-Angebots: 83, Marktbewertung von WBD: 7083 Mrd — Dollar könnte der endgültige Kaufpreis für Warner Bros betragenSchlüsselphasen der Auktion: 10. Februar — Camerons Brief; 17. Februar — Paramounts Zug; 19. Februar — Sarandos‘ Erklärung; 20. Februar — Abstimmung Liberale Medien betonen die Bedenken hinsichtlich der Meinungsfreiheit sowie die politische Einmischung Donald Trumps in regulatorische Prozesse und den Medienmarkt. | Konservative Medien konzentrieren sich auf die Markteffizienz der Fusion sowie die Notwendigkeit, den amerikanischen Kulturexport vor Stagnation zu schützen.
Mentioned People
- Ted Sarandos — Co-CEO von Netflix, der die Transaktion verteidigt und die Beibehaltung von Kinopremieren ankündigt.
- James Cameron — Angesehener Regisseur, der sich in einem Brief an Senator Mike Lee gegen die Übernahme von WBD durch Netflix ausspricht.
- David Ellison — Chef von Paramount Skydance, Konkurrent von Netflix im Kampf um die Warner-Vermögenswerte.