Premier Keir Starmer hat Antonia Romeo zur Kabinettssekretärin ernannt, was sie zur ranghöchsten Staatsbeamtin im Vereinigten Königreich macht. Romeo ist die erste Frau in der 110-jährigen Geschichte dieses Amtes. Die Entscheidung ist jedoch umstritten aufgrund früherer Vorwürfe des Mobbings, die während ihres diplomatischen Dienstes in New York auftauchten. Die Ernennung signalisiert den Willen zu einer tiefgreifenden Reform der staatlichen Verwaltungsstrukturen.

Historischer Aufstieg einer Frau

Antonia Romeo wird die erste Frau in der Geschichte, die das Amt des Kabinettssekretärs bekleidet, was der 110-jährigen Dominanz von Männern in dieser Position ein Ende setzt.

Kontroversen um die Vergangenheit

Die Ernennung erregt Emotionen aufgrund von Vorwürfen des Mobbings aus dem Jahr 2017. Premierminister Keir Starmer ignorierte diese Stimmen und setzte auf die Effektivität der neuen Chefin.

Reform der Whitehall-Strukturen

Die Regierung plant eine tiefgreifende Umstrukturierung der Verwaltung. Romeo, die als Störfaktor (Disrupter) angesehen wird, soll die Umsetzung der politischen Ziele des Kabinett Starmer beschleunigen.

Der britische Premierminister Keir Starmer hat offiziell bekannt gegeben, dass Dame Antonia Romeo die Leitung des britischen öffentlichen Dienstes übernimmt. Romeo löst in dieser Position Sir Chris Wormald ab, der letzte Woche entlassen wurde. Diese Wahl ist historisch, da die Position seit über einem Jahrhundert ausschließlich von Männern besetzt wurde. Der Premierminister bezeichnete die neue Sekretärin als „herausragende öffentliche Bedienstete“ und äußerte die Überzeugung, dass ihre 25-jährige Erfahrung eine effiziente Umsetzung der Regierungsprioritäten ermöglichen wird. Derzeit bekleidet Romeo die Position der ständigen Sekretärin im Innenministerium (Home Office). Trotz der Begeisterung in der Downing Street stieß die Ernennung auf Kritik in Teilen der Beamtenschaft. Einige ehemalige Kollegen von Romeo erinnern an Vorwürfe bezüglich ihres Führungsstils aus dem Jahr 2017, als sie im Konsulat in New York arbeitete. Damals gab es Berichte über Verhaltensweisen, die Merkmale von Mobbing aufwiesen. Starmer entschied sich jedoch für diesen Schritt, obwohl er zuvor, im Dezember 2024, diese Entscheidung gerade wegen der genannten Kontroversen ausgesetzt hatte. Regierungsquellen deuten an, dass der Premierminister einen „Störfaktor“ (engl. disrupter) suchte, der keine Angst vor radikalen Veränderungen in der Struktur von Whitehall hat. Der britische öffentliche Dienst, bekannt als Whitehall nach der Straße, in der sich die wichtigsten Ministerien befinden, basiert auf den Grundsätzen der Unparteilichkeit, die im Northcote-Trevelyan-Bericht von 1854 formalisiert wurden. Die Wahl von Romeo fügt sich in den weiteren Kontext von Personalveränderungen im Umfeld des Premierministers nach einer Reihe spektakulärer Abgänge wichtiger Berater ein. Die neue Verwaltungschefin soll Garant für die Beschleunigung der Umsetzung der politischen Ziele der Labour-Partei sein. Starmer setzt auf ihre Effektivität bei der „Neuverkabelung“ der Regierungssysteme, was eine Antwort auf die gesellschaftliche Erwartung eines leistungsfähigen Staates sein soll. Ihre Ernennung wird als Sieg der Vision von Sue Gray, der ehemaligen Beraterin des Premierministers, angesehen, die Romeo schon lange für diese Position empfohlen hatte. „Ich bin begeistert, Dame Antonia Romeo zur neuen Kabinettssekretärin ernennen zu können; sie ist eine herausragende Beamtin mit enormer Erfahrung.” — Keir Starmer 110 Jahre — mussten Frauen warten, um das höchste Amt im britischen öffentlichen Dienst zu übernehmen Veränderungen an der Spitze der britischen Verwaltung: Position: Sir Chris Wormald → Dame Antonia Romeo; Geschlecht der Führungskraft: Mann → Frau (historisches Präzedenz); Hauptziel: Stabilisierung der Strukturen → Tiefgreifende Reform (Neuverkabelung) von Whitehall

Liberale Medien betonen den historischen Moment der Ernennung der ersten Frau und die Notwendigkeit der Modernisierung einer verkrusteten Verwaltung durch eine Außenseiterin. | Konservative Medien konzentrieren sich auf den kontroversen Führungsstil von Romeo und die Mobbingvorwürfe als Risiko für die Moral der Beamten.

Mentioned People

  • Antonia Romeo — Neu ernannte Chefin des öffentlichen Dienstes, zuvor ständige Sekretärin im Innenministerium.
  • Keir Starmer — Premierminister des Vereinigten Königreichs, der die umstrittene Personalentscheidung traf.
  • Chris Wormald — Vorheriger Kabinettssekretär, der vor der Berufung von Romeo entlassen wurde.
  • Sue Gray — Ehemalige Beamtin und Beraterin von Starmer, die die Kandidatur von Romeo befürwortete.