Ein internationales Forschungsteam hat eine genetische Variante identifiziert, die die Anzahl der gerauchten Zigaretten verringert und das Risiko einer Nikotinabhängigkeit senkt. Die Variante des Gens CHRNA5, das für eine Untereinheit des Nikotinrezeptors kodiert, beeinflusst ein geringeres "Vergnügen" an Nikotin und könnte ein Ziel für neue Therapien zur Behandlung von Nikotinsucht darstellen.

Entdeckung des Gens CHRNA5

Forscher identifizierten eine spezifische Variante (rs16969968) im Gen CHRNA5, das für die Alpha-5-Untereinheit des Nikotinrezeptors kodiert. Personen, die diese Variante besitzen, zeigen einen geringeren Nikotinbedarf und rauchen durchschnittlich weniger Zigaretten pro Tag, was sich direkt in einem geringeren Risiko für die Entwicklung von Abhängigkeit und tabakbedingten Krankheiten niederschlägt.

Wirkmechanismus des Rezeptors

Die genetische Variante beeinflusst die Funktion des Nikotinrezeptors im Gehirn, indem sie die Art und Weise verändert, wie Neuronen auf Nikotin reagieren. Dies führt zu einer Abschwächung der positiven Verstärkung, die normalerweise die Sucht antreibt. Personen mit dieser Mutation empfinden weniger Vergnügen beim Rauchen, was sie natürlicherweise davon abhält, zu weiteren Zigaretten zu greifen und das Aufhören erleichtert.

Neue therapeutische Ziele

Die Entdeckung ebnet den Weg für die Entwicklung neuer Medikamente, die die Wirkung der schützenden genetischen Variante nachahmen. Therapien könnten die Aktivität des Nikotinrezeptors Alpha-5 modulieren, das Gefühl der Befriedigung durch Rauchen reduzieren und im Kampf gegen das Nikotinverlangen helfen. Dies ist eine Alternative zu bestehenden Methoden wie der Nikotinersatztherapie.

Umfang der Studie und Methodik

Die Ergebnisse basieren auf der Analyse genetischer Daten aus Biobanken und Konsortien, die insgesamt über 800.000 Personen europäischer Herkunft umfassen. Die Wissenschaftler nutzten Techniken der Genomweiten Assoziationsstudie (GWAS) und der funktionellen Genomik, um den Zusammenhang zwischen der genetischen Variante und dem Rauchverhalten zu validieren.

Eine bahnbrechende genetische Studie wirft neues Licht auf die biologischen Grundlagen der Tabakabhängigkeit. Ein internationales Wissenschaftlerteam entdeckte, dass eine spezifische Variante im Gen CHRNA5, bekannt als rs16969968, wie ein innerer Anti-Sucht-Schutzschild wirkt. Personen, die diese genetische Variante tragen, rauchen durchschnittlich weniger Zigaretten pro Tag und zeigen ein geringeres Risiko, eine vollständige Nikotinabhängigkeit zu entwickeln. Die Studie, veröffentlicht am 24. Februar 2026 in der renommierten Zeitschrift "Nature Communications", analysierte Daten von über 800.000 Teilnehmern, was sie zu einem der größten Projekte im Bereich der Verhaltensgenetik macht. Das Gen CHRNA5 kodiert für eine Untereinheit des Nikotinrezeptors, der eine Schlüsselrolle bei der Kommunikation zwischen Neuronen im sogenannten Belohnungssystem des Gehirns spielt. Seit den 1990er Jahren ist bekannt, dass Nikotinrezeptoren der Hauptwirkort von Nikotin sind, der Substanz, die für die Entwicklung der Tabakabhängigkeit verantwortlich ist. Der Wirkmechanismus der entdeckten Variante besteht in der Modifikation der Rezeptorfunktion. In der schützenden Variante zeigt der Nikotinrezeptor Alpha-5 eine veränderte Reaktion auf Nikotin-Stimulation.