Der britische Premierminister Keir Starmer führt einen ungewöhnlichen, direkten Wahlkampf bei den Nachwahlen im Wahlkreis Gorton und Denton in Manchester. Seine Labour Party steht vor einer ernsthaften Herausforderung durch die Green Party und die rechts-populistische Reform UK in einem Wahlkreis, der seit Jahrzehnten als sichere Labour-Hochburg gilt. Das Ergebnis der für Donnerstag geplanten Abstimmung könnte für die Zukunft von Starmers Führung bedeutsam sein, der kürzlich eine innerparteiliche Krise überstanden hat.

Ungewöhnlicher Wahlkampf des Premierministers

Premierminister Keir Starmer führt persönlich Wahlkampf im Wahlkreis, was für einen amtierenden Regierungschef selten ist und die Bedeutung dieser Wahl für die Stabilität seiner Führung unterstreicht.

Dreifache Herausforderung für die Labour Party

Die Labour Party sieht sich mit Konkurrenz sowohl von links (Grüne) als auch von rechts (populistische Reform UK) konfrontiert und riskiert den Verlust eines historisch sicheren Wahlkreises.

Ergebnis von nationaler Bedeutung

Eine Niederlage in diesem Wahlkreis, der eine traditionelle Labour-Hochburg ist, wäre ein schwerer Schlag für Premierminister Starmer und könnte seine Position nach der jüngsten innerparteilichen Krise schwächen.

Intensiver Wettbewerb auf den Straßen

An einem regnerischen Wochenende vor der Wahl führten Aktivisten der Grünen und der Labour Party aktiv Haustürkampagnen durch und warben in Stadtteilen wie Longsight und Levenshulme um Stimmen.

Im Nordwesten Englands, im Wahlkreis Gorton und Denton in Manchester, tobt ein erbitterter Dreikampf, dessen Ausgang entscheidend für die Zukunft von Premierminister Keir Starmer sein könnte. Die Labour Party, die seit Jahrzehnten in diesem Wahlkreis dominiert, sieht sich einer beispiellosen Herausforderung durch die Green Party sowie die rechts-populistische Reform UK gegenüber. Daher hat Premierminister Starmer den ungewöhnlichen Schritt unternommen, sich persönlich in den Wahlkampf einzubringen, was für einen amtierenden Regierungschef selten ist.Das britische Wahlsystem ist durch Einerwahlkreise gekennzeichnet, und die Labour Party genoss traditionell starke Unterstützung in den Städten Nordenglands, einschließlich Manchester, seit der industriellen Revolution im 19. Jahrhundert. Der Wahlkreis Gorton, der in der Vergangenheit unter anderem von langjährigen Labour-Abgeordneten vertreten wurde, wurde neu zugeschnitten und vor den anstehenden Wahlen mit Denton zusammengelegt.Bei den für Donnerstag geplanten Nachwahlen geht es um ein Mandat im Unterhaus. Umfragen und Beobachtungen vor Ort deuten darauf hin, dass die Unterstützung für die Labour Party in diesem traditionell sicheren Wahlkreis „verdampft“. Lucy Fielder von der Nachrichtenagentur Reuters stellt fest, dass die Herausforderung für die Regierungspartei von beiden Flanken des politischen Spektrums kommt. Auf der einen Seite nehmen die Grünen als Partei mit einem radikal linken Programm traditionellen Labour-Wählern die Unterstützung weg, die mit der Richtung der Partei unter Starmers Führung unzufrieden sind. Auf der anderen Seite versucht die Reform UK, die Nachfolgerin der Brexit-Partei, konservative und euroskeptische Wähler anzuziehen. Dieser Dreikampf macht das Ergebnis schwer vorhersehbar, und der Besuch von Premierminister Starmer im Wahlkreis am vergangenen Wochenende, begleitet von der Labour-Kandidatin Angeliki Stogia, unterstreicht das Gefühl der Dringlichkeit im Regierungslager. An einem regnerischen Samstag führten Aktivisten der beiden Hauptkonkurrenten – der Grünen und der Labour Party – in den Stadtteilen Longsight und Levenshulme eine intensive Haustürkampagne. Eine Niederlage der Labour Party in Gorton und Denton würde als schwerer Schlag für Premierminister Starmer gewertet werden, der gerade erst eine interne Führungskrise durchlaufen hat. Der Verlust eines solchen Wahlkreises würde seine Position in der Partei schwächen und die Stabilität seines Kabinetts erschüttern können. Ein Sieg der Grünen oder der Reform UK hingegen würde einen historischen Bruch der Labour-Hegemonie in dieser Region bedeuten und könnte eine breitere politische Neuausrichtung in Nordengland einleiten.

Mentioned People

  • Keir Starmer — Premierminister des Vereinigten Königreichs, Vorsitzender der Labour Party
  • Angeliki Stogia — Kandidatin der Labour Party bei den Nachwahlen im Wahlkreis Gorton und Denton
  • Lucy Fielder — Korrespondentin der Nachrichtenagentur Reuters