Konflikte · Niamey
Erneuter Angriff auf Flughafen Niamey: 11 Soldaten, zwei Zivilisten und 22 Angreifer getötet, teilt Verteidigungsministerium mit
Bewaffnete stürmten am frühen Donnerstag den internationalen Flughafen in Niamey – der zweite derartige Angriff in diesem Jahr – während das von einer Junta geführte Land gegen eine eskalierende Dschihadisten-Rebellion kämpft. Das nigerianische Verteidigungsministerium teilte mit, 11 Soldaten, zwei Zivilisten und 22 Angreifer seien getötet worden.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von The New York Times, Deutsche Welle, Mediapart und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Bewaffnete griffen am 18. Juni 2026 den Flughafen Diori Hamani International in Niamey an, nach einem Angriff im Januar, für den sich die Gruppe Islamischer Staat bekannte.
Das nigerianische Verteidigungsministerium meldete 11 getötete Soldaten, 2 Zivilisten und 22 getötete Angreifer. Andere Quellen gaben abweichende Opferzahlen an.
Der Flughafen war am späten Vormittag vollständig gesichert und blieb für den Flugverkehr geöffnet, so das Verteidigungsministerium.
Niger, Mali und Burkina Faso sind alle Angriffen von Ablegern des Islamischen Staats und Al Kaidas ausgesetzt, bei denen Tausende getötet und Millionen vertrieben wurden.
- 18.06.Angriff beginnt am Flughafen Niamey mit Explosionen und Gewehrfeuer am Haupttor.
- 18.06.Sporadische Schüsse zwei Stunden nach den ersten Explosionen noch hörbar; Gebiet abgeriegelt.
- 18.06.Flughafen vollständig gesichert und abgesperrt; später gemeldet, dass er für den Verkehr geöffnet blieb.
Was geschah
Explosionen und anhaltendes Gewehrfeuer waren ab etwa 5 oder 6 Uhr Ortszeit am 18. Juni vom Flughafen Diori Hamani International in Niamey, Niger, zu hören. Anwohner berichteten von schwerem Waffenfeuer am Haupttor und Kontrollpunkt des Flughafens. Der Angriff dauerte etwa 30 Minuten, obwohl fast zwei Stunden später noch sporadische Schüsse zu hören waren, so Augenzeugen. Sicherheitskräfte riegelten das Gebiet schnell ab, und am späten Vormittag war der Flughafen vollständig gesichert.
„Als wir solche Schüsse hörten, hatten wir richtig Angst.“
Abdoulaye Mamane, ein Taxifahrer, der eine halbe Meile vom Flughafen entfernt wohnt, sagte, er habe seine Frau und Kinder geweckt. „Ich will nicht, dass meiner Familie etwas zustößt. Wir müssen aus dem Viertel weg“, sagte er der New York Times.
Opfer und offizielle Reaktion
Das Verteidigungsministerium veröffentlichte am Donnerstag Zahlen: 11 Soldaten, zwei Zivilisten und 22 Angreifer wurden getötet. Ein Forscher des Armed Conflict Location & Event Data Project hatte der Times zuvor mitgeteilt, dass sieben Angreifer und mehrere Polizisten gestorben seien, und ein nigerianischer Spezialkräfteoffizier bezifferte die Zahl der getöteten Angreifer auf 18, nachdem sie drei Angehörige der Streitkräfte erschossen hatten. Der Flughafen blieb für den Flugverkehr geöffnet, sobald das Gebiet gesichert war, fügte das Ministerium hinzu.
Dschihadisten-Rebellion in der Sahelzone
Keine Gruppe übernahm sofort die Verantwortung. Der Angriff trug die Handschrift der regionalen Gruppe Islamischer Staat, die einen Anschlag auf denselben Ort im Januar für sich reklamiert hatte, oder des lokalen Ablegers von Al Kaida, so der Forscher Héni Nsaibia. Niger, das seit dem Putsch von 2023, der Präsident Mohamed Bazoum stürzte, von einer Militärjunta geführt wird, ist eines von drei Sahelländern, die neben Mali und Burkina Faso gegen heftige dschihadistische Gewalt kämpfen. Bei dem früheren Angriff im Januar wehrten nigerianische und verbündete russische Kräfte Angreifer ab, die mit Motorrädern gekommen waren; vier Soldaten wurden verwundet, und Munitionslager gerieten in Brand.
Sicherheitsmaßnahmen und zivile Mobilisierung
Nach dem Januar-Angriff riss die Regierung Tausende illegal errichtete Häuser in der Nähe des Flughafens ab und erklärte, Dschihadisten hätten sich im Viertel eingenistet. Die Umfassungsmauer wurde verlängert und mehr als 350 Kameras installiert. Am Donnerstag versammelten sich Anwohner mit Stöcken und Macheten, offenbar in Unterstützung des Militärs, und reagierten damit auf ein staatliches Dekret vom Dezember, das Bürger aufforderte, bei der Verteidigung des Landes zu helfen.
„Diese Ereignisse erinnern uns daran, dass der Krieg gegen den Terror auch ein Krieg der Widerstandsfähigkeit, der Einheit und der nationalen Entschlossenheit ist. Mehr denn je ist jeder Bürger aufgerufen, sich hinter den Verteidigungs- und Sicherheitskräften zu sammeln, Psychosen abzulehnen und bei der Weitergabe von Informationen verantwortungsbewusst zu handeln.“
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- The New York TimesGunmen Attack a Major Airport in Niger
- Deutsche WelleL'aéroport de Niamey une nouvelle fois attaqué
- MediapartNiger: au moins onze soldats et deux civils tués dans une nouvelle attaque contre l'aéroport de Niamey
- Le Figaro.frNiger : des tirs entendus pendant plusieurs heures près de l'aéroport de Niamey, possible attaque djihadiste
- Abdourahamane Tiani
- Nigers Militärherrscher, Chef der Junta, die 2023 die Macht übernahm.
- Abdulkarim Habibou
- Grundschullehrer, der sich mit seiner Familie versteckte, als Schüsse in der Nähe des Flughafens ausbrachen.
- Abdoulaye Mamane
- Taxifahrer, der in der Nähe des Flughafens wohnt und sagte, er werde seine Familie nach dem Angriff umsiedeln.
- Héni Nsaibia
- Forscher beim Armed Conflict Location & Event Data Project, der die wahrscheinlichen Täter einschätzte.
- Abdoul Aziz Garba Djibo
- Publikationsdirektor von Le Baobab und Kommunikationssekretär des Konsortiums der Journalisten für Frieden und Sicherheit in der Sahelzone, der zu nationaler Einheit aufrief.
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