
Polizei nimmt zwei Männer fest und stellt Waffen nach grenzüberschreitender Verfolgung von Innsbruck nach Bayern sicher
Die deutsche Polizei nahm am Freitag in Mittenwald zwei Männer fest und stellte ein Depot mit Langwaffen sicher, nachdem Verdächtige in ein Innsbrucker Waffengeschäft eingebrochen und über die Grenze geflohen waren.
Einbruch in Innsbruck
Der Einbruch ereignete sich gegen 6:00 Uhr am Freitagmorgen, dem 2. Oktober 2026, in einem Waffengeschäft in der österreichischen Stadt Innsbruck. Die Täter drangen in den frühen Morgenstunden in die Geschäftsräume ein und zerschlugen Glasvitrinen, um an die dort gelagerten Schusswaffen zu gelangen. Erste Berichte der österreichischen Polizei deuteten darauf hin, dass mehrere Vitrinen zertrümmert wurden; ob tatsächlich Waffen entwendet werden konnten, blieb unmittelbar nach dem Einbruch zunächst unbestätigt. Die Täter luden Schusswaffen in einen gestohlenen Pkw und flohen aus der Tiroler Landeshauptstadt, wobei sie in nördlicher Richtung über die Bergstrecke am Zirler Berg in Richtung deutsche Grenze fuhren. Die österreichische Polizei alarmierte die bayerischen Sicherheitsbehörden, als das Fahrzeug die internationale Grenze überquerte.
Verfolgung und Unfall bei Mittenwald
Die Verdächtigen gelangten in den Landkreis Garmisch-Partenkirchen, bevor sie im Bereich Mittenwald die Kontrolle über das gestohlene Fahrzeug verloren. Nach dem Verkehrsunfall ließen die Insassen den beschädigten Wagen am Ort zurück und setzten ihre Flucht zu Fuß in das umliegende Gelände fort. Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd leitete eine umfangreiche Suchaktion ein, die sich über Mittenwald hinaus auf den gesamten südlichen Teil Oberbayerns erstreckte. Der taktische Einsatz umfasste zahlreiche Einsatzkräfte am Boden, einen Polizeihubschrauber, Streifen der Bundespolizei, Ermittler des Bayerischen Landeskriminalamts sowie taktische Spezialeinheiten.
- Die Täter brechen in ein Innsbrucker Waffengeschäft ein und zerschlagen Vitrinen
- Die Verdächtigen fliehen mit einem gestohlenen Auto über den Zirler Berg über die deutsche Grenze
- Das Fluchtfahrzeug verunglückt, die Insassen setzen ihre Flucht zu Fuß fort
- Die Polizei nimmt zwei Verdächtige im Alter von 30 und 34 Jahren fest und stellt Langwaffen aus dem Fahrzeug sicher
Festnahmen und Sicherstellung von Langwaffen
Sucheinheiten nahmen zwei männliche Verdächtige im Alter von 30 und 34 Jahren bei Einsätzen im umliegenden Gebiet fest. Die Polizei machte keine Angaben zu den genauen Orten und den taktischen Umständen der Festnahmen, um laufende operative Maßnahmen nicht zu gefährden. Bei der Untersuchung des verunfallten Fluchtfahrzeugs entdeckten und sicherten die Ermittler eine große Menge an Langwaffen, die bei dem Einbruch in Innsbruck entwendet worden waren. Die Polizei bestätigte, dass beide Festgenommenen unmittelbar zu den Identitäten ihrer Komplizen und der Route des grenzüberschreitenden Diebstahls befragt werden sollten.
Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd äußerte sich zur Befragung der beiden gefassten Männer.
Jetzt haben wir zwei, die etwas wissen, was wir nicht wissen. Sie werden natürlich befragt. Die Frage ist, ob sie etwas sagen.
Laufende Fahndung und Warnungen an die Öffentlichkeit
Die Suchmaßnahmen in der Region wurden fortgesetzt, während die Polizei bestätigte, dass sich mehrere Verdächtige weiterhin auf freiem Fuß befanden. Der Polizeisprecher erklärte, dass zwar zwei Männer in Gewahrsam seien, die genaue Gesamtzahl der an dem Einbruch und der anschließenden Flucht beteiligten Personen aber weiterhin unklar sei. Die Sicherheitsbehörden erklärten die laufende Fahndung zu ihrer obersten operativen Priorität und erließen Sicherheitshinweise für die örtlichen Gemeinden. Die Polizei wies Autofahrer im gesamten Landkreis Garmisch-Partenkirchen ausdrücklich an, keine Anhalter mitzunehmen, und warnte Anwohner davor, sich verdächtigen Personen zu nähern.
Das Polizeipräsidium äußerte sich in einer offiziellen Warnmitteilung zur möglichen Gefahr.
Nach derzeitigem Erkenntnisstand kann nicht ausgeschlossen werden, dass die bislang unbekannten Täter bewaffnet sind.
Die deutsche und die österreichische Polizei setzen ihre gemeinsamen Ermittlungen fort und bitten die Bevölkerung, relevante Hinweise und Sichtungen direkt an den Notruf oder an die nächste Polizeidienststelle zu melden.


