
Zwei portugiesische Ärztinnen bei Motorradunfall auf Formentera getötet, während sie das Ende ihrer medizinischen Ausbildung feierten
Teresa Pinheiro (30) und Rita Rebelo (31) starben am Mittwoch, als ihr gemietetes Motorrad auf der Insel Formentera mit einem Taxi zusammenstieß. Sie gehörten zu einer Gruppe von acht Kollegen, die das Ende ihrer medizinischen Facharztausbildung feierten.
Der Unfall
Am Morgen des Mittwochs, 22. Juli, gegen 11:20 Uhr Ortszeit (10:20 Uhr in Lissabon) kollidierte ein gemietetes Motorrad mit zwei portugiesischen Ärztinnen auf der Straße PM-820, Kilometer 8,7 nahe Porto-Salé, zwischen La Savina und Es Pujols auf Formentera mit einem Taxi. Die Gruppe von acht Freunden war gerade im Hafen angekommen und hatte ein Auto und zwei Motorräder für die kurze Fahrt zu ihrem Hotel gemietet. Das Auto und ein Motorrad erreichten das Hotel, das zweite jedoch nie. Nach erfolglosen Telefonanrufen fuhren die Freunde die Route zurück und fanden die Straße von Polizei und Rettungskräften abgeriegelt.
Eine der Frauen, Teresa Pinheiro, starb noch am Unfallort. Die andere, Rita Rebelo, befand sich in einem Herz-Kreislauf-Stillstand. Sanitäter versuchten eine Wiederbelebung, und ein Rettungshubschrauber wurde angefordert, doch sie konnte nicht wiederbelebt werden. Beide Todesfälle wurden am Unfallort festgestellt. Die beiden Frauen führten zum Zeitpunkt des Unfalls keine Ausweispapiere mit sich, was die Identifizierung zunächst erschwerte.
Die Opfer
Teresa Pinheiro, 30 Jahre alt, war Assistenzärztin für Neurochirurgie an der Unidade Local de Saúde (ULS) de São José in Lissabon. Rita Rebelo (vollständiger Name Rita de Sousa Rebelo), laut den meisten Quellen 31 Jahre alt (ein Bericht gibt 32 an), war Fachärztin für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde an der ULS Estuário do Tejo und arbeitete im Hospital de Vila Franca de Xira. Sie gehörten zu einer Gruppe von acht Ärzten, alle Absolventen der Nova Medical School, die im Urlaub den Abschluss ihrer medizinischen Facharztausbildung feierten. Die Gruppe war an diesem Morgen auf Formentera angekommen und auf dem Weg zu ihrem Hotel, als der Unfall geschah. Die ULS Estuário do Tejo gab eine Erklärung heraus, in der sie ihr „tiefstes Beileid“ und ihre Solidarität mit der Familie und den Freunden von Rita Rebelo ausdrückte.
Ermittlungen und Umstände
Die spanischen Behörden untersuchen die Ursache des Zusammenstoßes. Laut der Diario de Ibiza, die sich auf den Taxiverband von Formentera beruft, könnte das Motorrad in die Gegenfahrbahn geraten und frontal mit dem Taxi zusammengestoßen sein. Die Guardia Civil hat noch keine offiziellen Schlussfolgerungen veröffentlicht. Der Taxifahrer, vom Verband als erfahren und mit jahrelanger Fahrpraxis beschrieben, war tief erschüttert, erlitt aber keine schweren Verletzungen. Mehrere Taxikollegen fuhren zum Unfallort, um ihn zu unterstützen. Der Verband beklagte zudem das Fehlen einer speziellen Verkehrsunfallermittlungseinheit auf Formentera, was dazu führte, dass die Straße fünf Stunden lang gesperrt blieb (von 11:30 bis nach 16:30 Uhr), während Beamte von Ibiza anreisten, um Beweise zu sichern.
- Eine Gruppe von acht Ärzten kommt im Hafen von Formentera an und mietet ein Auto und zwei Motorräder.
- Motorrad kollidiert mit Taxi auf der PM-820; ein Opfer stirbt sofort, das andere erleidet einen Herzstillstand.
- Straße gesperrt; Wiederbelebungsversuche scheitern, beide Todesfälle am Unfallort festgestellt.
- Straße nach fünfstündiger Sperrung für die Ermittlungen wieder geöffnet.
- Portugiesischer Präsident und Regierung sprechen ihr Beileid aus; konsularische Hilfe für die Rückführung beginnt.
Offizielle Reaktionen
Der portugiesische Präsident António José Seguro drückte seine „tiefe Trauer“ aus und sprach den Familien sein Beileid aus.
Der Präsident der Republik drückt seine tiefe Trauer über den Tod zweier portugiesischer Staatsbürger bei einem Verkehrsunfall auf der spanischen Insel Formentera aus und spricht den Familien der Opfer sein herzliches Beileid aus.
Der Staatssekretär für die portugiesischen Gemeinschaften, Emídio Sousa, bestätigte, dass die konsularischen Dienste die Familien unterstützen und mit den lokalen Behörden zusammenarbeiten, um die Rückführung der Leichen zu beschleunigen.
Von Anfang an standen wir in ständigem Kontakt mit unserem konsularischen Team vor Ort. Sie begleiten die lokalen Behörden und die rechtlichen Verfahren und unterstützen die Familien in jedem Moment. Wir helfen bei allem Notwendigen, damit die Rückführung so schnell wie möglich erfolgen kann und die Zeremonien abgehalten werden können.
Auch die portugiesische Ärztekammer gab eine Beileidsbekundung heraus und trauerte um den Verlust zweier junger Kollegen. Der Nationalrat der Assistenzärzte (CNMI) drückte seine „tiefe Trauer“ aus und sprach den Familien, Freunden und Kollegen von Teresa Pinheiro und Rita Rebelo sein Beileid aus.
## Rückführung Die Leichen der beiden Frauen verbleiben in Spanien, wo auf Ibiza Obduktionen durchgeführt werden, bevor sie für den Transport nach Portugal freigegeben werden. Die Eltern der Opfer sind nach Formentera gereist und werden von den verbliebenen sechs Freunden unterstützt, die auf der Insel geblieben sind, um zu helfen. Die portugiesische Regierung arbeitet daran, die Rückführung zügig zu gewährleisten.


