Zverev scheitert erneut: Alcaraz-Comeback in Melbourne verlängert Grand-Slam-Durststrecke
Alexander Zverev verlor das Halbfinale der Australian Open 2026 in fünf Sätzen gegen Carlos Alcaraz und konnte eine 5:3-Führung im Entscheidungssatz nicht verwerten. Die Niederlage reiht sich in eine Serie knapp verpasster Grand-Slam-Endspiele ein.
Der Zusammenbruch in Melbourne
Alexander Zverevs jüngster Versuch, seinen ersten Grand-Slam-Titel zu gewinnen, endete im Halbfinale der Australian Open 2026 gegen Carlos Alcaraz. Der Deutsche führte im zweiten Satz 5:2, verlor ihn aber – eine Wende, die er später als entscheidend bezeichnete. Alcaraz war im dritten Satz körperlich angeschlagen und konnte zeitweise nur aus dem Stand spielen, doch Zverev konnte das Match nicht beenden. Beim Stand von 5:3 im fünften Satz servierte er zum Sieg, wurde aber gebrochen, und Alcaraz vollendete das Comeback.
Hätte ich den zweiten Satz gewonnen und dann seine Krämpfe im dritten Satz, hätte das den Unterschied ausmachen können.
Ein Muster knapper Niederlagen
Die Niederlage in Melbourne ist das jüngste Kapitel einer Karriere, die von Grand-Slam-Frustration geprägt ist. Im Finale der French Open 2024 führte Zverev gegen Carlos Alcaraz mit zwei Sätzen zu eins, bevor er in fünf Sätzen verlor – ein Match, in dem im Entscheidungssatz auch ein Schiedsrichterfehler gegen ihn begangen wurde. Gegenüber seinem Team sagte er anschließend, er hoffe, eines Tages den Pokal in den Händen zu halten. Im Finale der Australian Open 2025 besiegte ihn Jannik Sinner in drei Sätzen, eine Niederlage, die Zverev unumwunden eingestand.
Sinner war zu gut für mich, das ist eine Tatsache. Man kann es schönreden, aber so ist es nun einmal.
Seitdem verlor er sieben weitere Matches gegen den Italiener, der die French Open in diesem Jahr früh verließ.
Die Verletzung von 2022
Zverevs Weg wurde dramatisch im Halbfinale der French Open 2022 gegen Rafael Nadal unterbrochen. Spät im zweiten Satz knickte er mit dem rechten Knöchel um, seine Schreie hallten über den Court Philippe Chatrier. Er wurde im Rollstuhl vom Platz gebracht und kehrte an Krücken zurück, begleitet von Applaus und „Sascha“-Rufen aus der Menge. Nadal bezeichnete es als schrecklichen Moment, Zverev in der Umkleidekabine weinen zu sehen. Die mehrfachen Bänderrisse warfen seine Karriere deutlich zurück.
Zverev in der Umkleidekabine weinen zu sehen, war ein schrecklicher Moment.
Wie es weitergeht
Zverev erreichte nun zwei Grand-Slam-Endspiele und mehrere Halbfinals, ohne einen Major-Titel zu gewinnen. Die Niederlage von 2026 gegen Alcaraz, in einem Match, in dem sein Gegner sichtlich körperlich angeschlagen war, wird zu seinen schmerzhaftesten Niederlagen zählen. Sein Warten auf den ersten Grand-Slam-Titel dauert an.
- Erleidet im French-Open-Halbfinale gegen Nadal mehrere Bänderrisse im Knöchel und verlässt den Platz im Rollstuhl.
- Verliert French-Open-Finale gegen Alcaraz in fünf Sätzen nach 2:1-Führung.
- Verliert Australian-Open-Finale gegen Sinner in drei Sätzen.
- Verliert Australian-Open-Halbfinale gegen Alcaraz in fünf Sätzen, gibt eine 5:3-Führung im fünften Satz aus der Hand.


