
Zweifacher Olympiasieger im Rudern Olaf Tufte im Alter von 50 Jahren gestorben
Der Norweger, der 2004 in Athen und 2008 in Peking Gold im Einer gewann, wurde bewusstlos auf seinem Bauernhof aufgefunden und starb später im Nationalkrankenhaus von Oslo. Die Todesursache ist noch unbekannt.
Plötzlicher Tod mit 50
Olaf Tufte, Norwegens erfolgreichster Ruderer, starb im Alter von 50 Jahren, nachdem er am Montag bewusstlos auf seinem Bauernhof aufgefunden worden war. Norwegische Medien berichteten unter Berufung auf eine Stellungnahme der Familie, dass Rettungskräfte sofort gerufen wurden, ihn aber nicht wiederbeleben konnten; er wurde im Nationalkrankenhaus in Oslo für tot erklärt. Die Todesursache ist noch nicht geklärt. Tufte hinterlässt seine Frau und zwei Kinder.
Eine Karriere voller Gold und Langlebigkeit
Tufte's Wettkampfkarriere im Rudern erstreckte sich über 26 Jahre und sieben Olympische Spiele, beginnend 1996 in Atlanta und endend mit einem neunten Platz im Einer bei Tokio 2021, als er 45 Jahre alt war. Er gewann 2004 in Athen und 2008 in Peking hintereinander olympische Goldmedaillen im Einer, eine Leistung, die seinen Status als einer der größten Ruderer aller Zeiten festigte. Er holte zudem Weltmeistertitel in den Jahren 2001 und 2003, eine olympische Silbermedaille und eine olympische Bronzemedaille im Doppelzweier bei den Spielen 2016 in Rio de Janeiro im Alter von 40 Jahren. Nur wenige Tage vor seinem Tod trainierte Tufte junge Ruderer, die sich auf die Europameisterschaften vorbereiteten.
- Erster olympischer Auftritt in Atlanta
- Gewinnt ersten Weltmeistertitel
- Gewinnt zweiten Weltmeistertitel
- Olympisches Gold im Einer in Athen
- Olympisches Gold im Einer in Peking
- Olympische Bronze im Doppelzweier in Rio de Janeiro
- Erhält Thomas-Keller-Medaille; nimmt an siebten Olympischen Spielen in Tokio teil
- Bewusstlos auf seinem Bauernhof aufgefunden; stirbt später im Krankenhaus
Nationale Trauer und Würdigungen
Die Nachricht löste in ganz Norwegen eine Welle der Trauer aus; Politiker, Sportfunktionäre und Fans zeigten sich bestürzt. Ministerpräsident Jonas Gahr Støre sagte, Tufte habe „unserem Land unzählige Momente der Freude im Sport geschenkt“ und bezeichnete ihn als „einen der größten Sporthelden Norwegens, einen hochdekorierten Olympioniken, einen der besten Ruderer, die wir je hatten, und ein großes Vorbild für viele.“ Frank Ove Reite, Präsident des Norwegischen Ruderverbandes, nannte Tufte einen „großartigen Familienmenschen, Menschen und Sportler.“ Auch World Rowing gab eine Erklärung zu Ehren des Champions heraus.
Er war einer der größten Sporthelden Norwegens, ein hochdekorierter Olympionike, einer der besten Ruderer, die wir je hatten, und ein großes Vorbild für viele.
Ein großartiger Familienmensch, Mensch und Sportler.
Die Ruderfamilie
Im Jahr 2021 wurde Tufte mit der Thomas-Keller-Medaille ausgezeichnet, der höchsten Auszeichnung im Rudersport für eine herausragende Karriere. In seiner Dankesrede reflektierte er über seine beiden Familien. „Ich habe die Familie Tufte, aber meine größte Familie ist die Ruderfamilie“, sagte er. „Wenn du an den Riemen ziehst, gehörst du zu meiner Familie. Rudern ist der Grund, warum ich der geworden bin, der ich bin.“ Nach seinem Rücktritt lebte er mit seiner Frau und seinen Kindern auf seinem Bauernhof und blieb dem Sport durch das Training verbunden.
Ich habe zwei Familien. Ich habe die Familie Tufte, aber meine größte Familie ist die Ruderfamilie. Wenn du an den Riemen ziehst, gehörst du zu meiner Familie. Rudern ist der Grund, warum ich der geworden bin, der ich bin.
Ein plötzliches Ende für eine Ikone
Tufte's Tod hat eine tiefe Lücke im norwegischen Sport hinterlassen. Seine Fähigkeit, bis Mitte 40 auf höchstem Niveau zu konkurrieren, und seine jüngste Arbeit mit jungen Talenten machten ihn zu einem Symbol für Ausdauer und Hingabe. Die plötzliche und ungeklärte Art seines Todes hat das Gefühl des Verlustes bei denen, die ihn bewunderten, nur noch verstärkt.

