
Alexander Zverev schlägt Cameron Norrie zum Auftakt in Peking und verkürzt Rückstand auf Jannik Sinner
Der Weltranglistenzweite Alexander Zverev besiegte am Donnerstag den Briten Cameron Norrie bei den China Open in Peking mit 7:6 (7:1), 6:4 und zog ins Achtelfinale ein, während er die Spitze der Weltrangliste anstrebt.
Auftaktsieg in Peking
Alexander Zverev eröffnete am Donnerstag sein Turnier beim ATP-500-Turnier in Peking mit einem 7:6 (7:1), 6:4 gegen den Briten Cameron Norrie. Der 29-jährige Topgesetzte überstand einen engen ersten Satz, wehrte bei 1:2 einen Breakball und bei 5:6 einen Satzball ab, ehe er den Tiebreak mit 7:1 kontrollierte. Im zweiten Satz vergab Zverev bei 3:2 eine erste Breakchance, sicherte sich aber das entscheidende Break bei 5:4 gegen den Aufschlag von Norrie und beendete die Partie nach einer Stunde und 39 Minuten. Der Deutsche war erst zwei Tage vor dem Match nach der Reise aus Europa in Peking angekommen. In seinen Äußerungen nach dem Spiel zeigte er sich zufrieden mit seiner Leistung.
Ich bin wirklich überrascht und glücklich darüber, wie ich heute gespielt habe. Ich bin erst vor zwei Tagen aus Europa angekommen, und dazwischen liegen einige Zeitzonen.
- Zverev wehrt einen Breakball gegen seinen Aufschlag ab.
- Zverev wehrt einen Satzball ab und erzwingt den Tiebreak.
- Zverev gewinnt den Tiebreak mit 7:1 und sichert sich den ersten Satz.
- Zverev erspielt eine Breakchance, die er nicht nutzt.
- Zverev nimmt Norrie den Aufschlag ab und gewinnt das Match nach 1 Stunde und 39 Minuten.
Ausgebaute Bilanz gegen Linkshänder
Der Sieg gegen den auf Platz 40 rangierenden Norrie wahrte Zverevs ungeschlagene Bilanz im direkten Duell mit dem Briten und baute die Serie auf der Haupttour auf 9:0 aus. Zudem untermauerte er seine Leistungen gegen linkshändige Konkurrenten in den vergangenen Saisons. Seit den French Open 2023 weist Zverev eine Bilanz von 47:1 gegen Linkshänder auf, seine einzige Niederlage war gegen Learner Tien in der zweiten Runde in Acapulco im vergangenen Jahr. Zu dieser Serie gehört auch sein Viersatzsieg gegen Ben Shelton, die Nummer vier der Welt, im Finale der US Open zwei Wochen zuvor.
- Siege
- 47 Spiele
- Niederlagen
- 1 Spiele
Jagd auf die Weltranglistenspitze
Zverev ging in Peking mit 1.370 Punkten Rückstand auf den Weltranglistenersten Jannik Sinner in die ATP-Wertung. Sinner zog sich wegen anhaltender Probleme mit dem rechten Knie von seiner Titelverteidigung in Peking zurück, was Zverev die Chance eröffnet, den Rückstand zu verringern. Die in Peking erreichbaren 500 Weltranglistenpunkte reichen zwar nicht aus, um den Italiener sofort zu überholen, doch Sinner muss in den kommenden Monaten erhebliche Punktverteidigungen bewältigen, darunter 550 Punkte, falls er die am 7. Oktober beginnenden Shanghai Masters verpasst. In einer Pressekonferenz vor dem Turnier sprach Zverev über seine Position im Rennen um die Spitze.
Ich denke, das ist ein Ziel für jeden. Ich glaube, zu Saisonbeginn hat jeder erwartet, dass sich dieser Kampf zwischen Carlos und Jannik abspielt, deshalb freue ich mich sehr, dass ich jetzt Teil dieser Diskussion bin.
Saisonverlauf und Turnierausblick
Zverevs Position als Nummer zwei bedeutet eine Verschiebung gegenüber Anfang Februar, als er nach den Australian Open mehr als 9.000 Punkte hinter dem damaligen Spitzenreiter Carlos Alcaraz und knapp 5.700 Punkte hinter Sinner lag. Alcaraz fiel anschließend wegen einer Handgelenksverletzung mehrere Monate aus, während Zverev Titel bei den French Open und den US Open hinzufügte, gefolgt von Davis-Cup-Einsätzen gegen Kroatien und dem Laver Cup. Sollte Zverev die Nummer eins erreichen, wäre er nach Boris Becker, der die Spitze zwölf Wochen innehatte, der zweite deutsche Mann an der Spitze. Im Achtelfinale von Peking, für das sich Landsmann Jan-Lennard Struff bereits qualifiziert hat, trifft Zverev entweder auf Sebastian Baez aus Argentinien oder auf Shang Juncheng aus China.


