Zverev erreicht Halbfinale der Shanghai Masters und rückt der Weltrangliste an der Spitze näher
Alexander Zverev hat am Donnerstag, 15. Oktober, in Shanghai Alex de Minaur mit 6:4, 6:4 besiegt und trifft im Halbfinale auf Alejandro Davidovich Fokina. Ein Titel in Wien nach dem Erreichen des Endspiels würde ihn ab dem 2. November an die Spitze der Weltrangliste bringen.
Halbfinalplatz in Shanghai
Alexander Zverev hat am Donnerstag, 15. Oktober, das Halbfinale des ATP-Masters-1000-Turniers in Shanghai erreicht. Im Viertelfinale besiegte er Alex de Minaur mit 6:4, 6:4. Der 29-jährige Deutsche hatte beide früheren Duelle mit dem Australier verloren, beide Niederlagen fielen in den Laver Cup. Sein nächster Gegner ist der Spanier Alejandro Davidovich Fokina, Nummer 26 der ATP-Weltrangliste, der in seinem eigenen Viertelfinale nur fünf Spiele absolviert hatte, bevor der auf Platz 56 geführte Arthur Gea beim Stand von 4:1 im ersten Satz wegen einer Muskelverletzung aufgab. Es ist Zverevs erstes Shanghai-Halbfinale seit sieben Jahren und sein dritter Sieg in dieser Saison gegen einen Top-10-Spieler, dem acht Niederlagen gegen solche Gegner gegenüberstehen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP beträgt das Gesamtpreisgeld des Turniers 9.415.725 US-Dollar.
Das Rennen um die Spitze der Weltrangliste
Zverev hat seinen Rückstand auf Jannik Sinner auf unter 1.000 Weltranglistenpunkte verringert. Sinner fällt wegen einer Verletzung am rechten Knie für den Rest der Saison aus. Zverevs Aufstieg zur Nummer 1 der Welt steht seit Montag, 12. Oktober, offiziell fest, der Zeitpunkt hängt jedoch von den Ergebnissen ab. Erreicht er das Endspiel und gewinnt anschließend das ATP-500-Turnier in Wien, das vom 26. Oktober bis 1. November ausgetragen wird, würde er ab dem 2. November die Weltrangliste anführen. Selbst ohne einen Titel in Shanghai könnte er Sinner in Wien überholen. Zverev hat in diesem Jahr nach Angaben von n-tv 62 Matches auf der ATP-Tour gewonnen.
- Besiegt Alex de Minaur 6:4, 6:4 und erreicht das Shanghai-Halbfinale
- ATP 500 in Wien beginnt und läuft bis 1. November
- Frühestmöglicher Termin für die Nummer 1 der Welt, wenn er das Endspiel erreicht und in Wien gewinnt
Knöchelprobleme und ein verschobenes Showturnier
Zverev hatte während des Turniers Probleme mit dem rechten Knöchel. In einem engen Match gegen Alexander Bublik war ihm das sichtlich anzumerken, gegen de Minaur zeigte er jedoch keine körperlichen Probleme, nahm früh einen Aufschlag ab und hielt seinen eigenen Aufschlag, als drei Breakbälle gegen ihn drohten. Danach sagte er, er habe in diesem Jahr viel Tennis gespielt und spüre seinen Körper häufiger. Das Showturnier Six Kings Slam in Saudi-Arabien, bei dem Zverev an der Seite von Carlos Alcaraz und Novak Djokovic spielen sollte, wurde wegen tödlicher Huthi-Angriffe in der Region auf Ende Dezember verschoben. Damit bleibt ihm eine ungeplante Pause, die sein Team offenbar braucht.
Die Debatte um das Balltippen
Zverev räumte ein, dass die Kritiker mit Blick auf seine Angewohnheit recht hatten, den Ball vor dem Aufschlag aufzutippen. Diese Angewohnheit hatte bei den US Open wegen der Zeit, die er zwischen den Aufschlägen benötigte, für Beschwerden von Gegnern, Experten und Fans gesorgt. Er gab zu, dass ihn diese Angewohnheit beschäftigt.
Ich weiß nicht, warum, aber ich tippe den Ball in diesem Jahr sehr oft auf.
Auf die Frage, ob er den Ball vor jedem Aufschlag gleich oft aufspringen lasse, gab er eine kurze Antwort.
Nein, ich schlage einfach auf, wenn es sich richtig anfühlt.
Online-Artikel behaupten, Zverev habe bei den US Open in diesem Jahr den Ball beim Aufschlag etwa 12.000 Mal aufgetippt und damit mehr als zwei Stunden zusätzlich auf dem Platz verbracht, verlässliche Zahlen gibt es dafür jedoch nicht. Er sagte, er mache es inzwischen seltener als in New York, wo es seiner Meinung nach etwas zu weit gegangen sei.


