Regierung · Warschau
ZUS-Beschäftigte legen am Mittwoch für zwei Stunden die Arbeit nieder – Warnstreik wegen Gehaltsforderungen
Die Beschäftigten der polnischen Sozialversicherungsanstalt (ZUS) werden am 17. Juni von 8 bis 10 Uhr einen zweistündigen landesweiten Warnstreik durchführen. Die Gewerkschaften fordern eine monatliche Lohnerhöhung von 1.200 Złoty, nachdem sie das jüngste Angebot der Geschäftsleitung über eine Erhöhung von 220 Złoty abgelehnt haben.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Głos Wielkopolski, Głos Szczeciński, Business Insider und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Beschäftigte in ganz Polen werden für zwei Stunden die Arbeit niederlegen; die ZUS bittet Kunden, Besuche am Vormittag zu vermeiden.
Das abgelehnte jüngste Angebot sah 220 Złoty plus eine Prämie von 4.000 Złoty vor; ein früheres Angebot war noch niedriger.
Die ZUS gibt an, dass die Erfüllung der Gehaltsforderung das Lohnbudget allein im Jahr 2026 um über 1 Milliarde Złoty erhöhen würde.
Die Geschäftsleitung bestätigt, dass die Aktion im Rahmen des Tarifkonfliktgesetzes legal ist und nur einmal durchgeführt werden kann.
- April 2026Beschäftigte besetzen die ZUS-Zentrale für mehrere Tage
- 16.06.Landesweites Streikreferendum gestartet
- 17.06.Zweistündiger Warnstreik beginnt
Streikzeitpunkt und -umfang
Der von der NSZZ „Solidarność“ und drei weiteren Gewerkschaften organisierte Warnstreik wird die Beschäftigten in allen ZUS-Filialen landesweit die Schreibtische verlassen lassen. Die Aktion ist für Mittwoch, den 17. Juni 2026, von 8:00 bis 10:00 Uhr geplant. Die Büros bleiben zwar geöffnet, die ZUS hat jedoch vor möglichen Verzögerungen gewarnt und bittet die Kunden, ihre Besuche auf die Zeit nach 10:00 Uhr zu verschieben oder die elektronischen Kanäle zu nutzen. Die Anstalt teilte mit, dass die Hotline zwar in Betrieb sei, aber mit längeren Wartezeiten gerechnet werden müsse.
„Wir werden um 7:59 Uhr wissen, wie viele Beschäftigte am Streik teilnehmen, kurz vor der Büroeröffnung.“
Gehaltsforderungen und abgelehnte Angebote
Im Mittelpunkt des Konflikts steht die Forderung der Gewerkschaften nach einer monatlichen Bruttolohnerhöhung von 1.200 Złoty für jeden ZUS-Beschäftigten. Das jüngste Angebot der Geschäftsleitung – eine Erhöhung um 220 Złoty plus eine einmalige Prämie von 4.000 Złoty (vorbehaltlich der Zustimmung) – wurde als unzureichend zurückgewiesen. Ein früheres Angebot einer Grundgehaltserhöhung von 170 Złoty (mit Zusatzkomponenten rund 241 Złoty) und einer Prämie von 2.000 Złoty wurde ebenfalls abgelehnt. Die Gewerkschaftsführung argumentiert, dass die Löhne seit Jahren hinter den Lebenshaltungskosten zurückbleiben und die Mitarbeiter durch neue Aufgaben wie Witwenrenten und Juni-Ruhestandsleistungen überlastet seien.
- Gewerkschaftsforderung
- 1200 PLN
- Letztes ZUS-Angebot
- 220 PLN
- Ursprüngliches ZUS-Angebot (Basis)
- 170 PLN
Daten aus dem Artikeltext
„Wir verdienen sehr wenig, haben immer mehr Arbeit, Stellen werden gestrichen, wir gleichen das mit Überstunden aus. Neue Systeme, die die Arbeit erleichtern sollten, sind nicht ausreichend vorbereitet. Wir arbeiten mit veralteten Systemen.“
Reaktion der Anstalt und rechtlicher Kontext
Die ZUS-Geschäftsleitung besteht darauf, dass der Streik eine rechtlich zulässige einmalige Warnmaßnahme im Rahmen des Tarifkonfliktgesetzes sei. Sie habe wiederholt beim Finanzministerium um zusätzliche Mittel über die geplante Erhöhung des Lohnfonds um 3 % gebeten, jedoch ohne Erfolg. Die vollständige Erfüllung der Gewerkschaftsforderung würde das Lohnbudget allein im Jahr 2026 um mehr als 1 Milliarde Złoty erhöhen, so die Anstalt.
„Die vollständige Ablehnung der Gehaltsvereinbarung durch die Gewerkschaften blockiert die tatsächlichen Möglichkeiten zur Erhöhung der Arbeitnehmergehälter.“
Auswirkungen auf die Öffentlichkeit und die Dienstleistungen
Die Anstalt hat versichert, dass die Zahlung von Leistungen (wie Renten und das Kindergeld 800+) nicht beeinträchtigt wird. Kunden, die die Filialen während der Streikstunden aufsuchen, müssen jedoch mit längeren Warteschlangen, reduzierter Servicekapazität und möglichen Verzögerungen bei der Bearbeitung von Fällen rechnen. Die ZUS empfiehlt die Nutzung des eZUS-Portals und der mobilen Apps als Alternative.
Breitere Mobilisierung und nächste Schritte
Der Warnstreik folgt auf eine Besetzung der ZUS-Zentrale im April durch Beschäftigte, die gegen den mangelnden Dialog protestierten. Gestern, am 16. Juni, startete eine separate Gewerkschaft (Związkowa Alternatywa) ein landesweites Streikreferendum, das bis zum 6. Juli läuft und die Mitglieder fragt, ob sie einen flächendeckenden Streik autorisieren sollen. In einem Brief an Premierminister Donald Tusk erklärten die gemeinsamen Gewerkschaften, dass monatelange Verhandlungen und Vermittlungsversuche keine zufriedenstellende Antwort erbracht hätten.
„Wir betonen mit allem Nachdruck, dass die im Rahmen des Tarifkonflikts geführten Verhandlungen und Vermittlungen nicht zur Lösung der von den Beschäftigten der Anstalt gemeldeten Probleme geführt haben. Trotz der Dialogbereitschaft der Arbeitnehmerseite hat der Arbeitgeber keinen Vorschlag vorgelegt, der dem tatsächlichen Umfang der Pflichten, der Verantwortung und den Erwartungen der Beschäftigten entspricht.“
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Głos WielkopolskiProtesty w całej Polsce. W tych godzinach urzędnicy ZUS-u odejdą od biurek. Pracownicy walczą o podwyżki, możliwy paraliż instytucji
- Głos SzczecińskiStrajk pracowników ZUS już w środę. Związkowcy walczą o 1200 zł podwyżki
- Business InsiderPracownicy ZUS szykują specjalną akcję. Swoje sprawy załatwisz później
- Gazeta OlsztynkaW środę akcja protestacyjna w ZUS. Czy będzie można załatwić sprawy?
- Renata Bończuk
- Vorsitzende der ZUS-Mitarbeitergewerkschaft in Stettin
- Damian Eksterowicz
- Vorsitzender der Solidarność-Gewerkschaft bei ZUS Chorzów
- Paweł Jaroszek
- Mitglied des ZUS-Vorstands, Vizepräsident
- Donald Tusk
- Premierminister von Polen, Empfänger des Gewerkschaftsbriefs
- Karol Jagielski
- ZUS-Sprecher, der die Rechtmäßigkeit des Streiks erläutert
- Orte
- Warschau
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