
Mutter und Kind sterben nach Zugunglück am Bahnübergang in Oleśnica
Eine Mutter und ihr Kind starben am Freitagnachmittag in Oleśnica, nachdem sie beim Überqueren der Gleise von einem Personenzug erfasst wurden, während die 120 Fahrgäste an Bord unverletzt blieben.
Kollision am Überweg in der Wiejska-Straße
Am Freitag, dem 4. September 2026, um 14:50 Uhr ereignete sich ein tödlicher Zusammenstoß auf der Bahnstrecke nahe der Wiejska-Straße am Stadtrand von Oleśnica in Niederschlesien. Eine Mutter und ihr Kind wurden von einem Personenzug erfasst, der auf der Strecke zwischen Krotoszyn und Jelcz-Laskowice verkehrte. Nach vorläufigen Erkenntnissen der niederschlesischen Polizei lief das Kind direkt vor der herannahenden Lokomotive in der Nähe des Wohngebiets Lucień auf die Gleise. Die Mutter eilte auf den Überweg, um das Kind zurückzuziehen, doch beide erlitten tödliche Verletzungen und starben noch am Unfallort. Ersten polizeilichen Schätzungen zufolge war das Kind etwa 9 bis 10 Jahre alt.
Notfallmaßnahmen und erste Ermittlungen
Einsatzkräfte, darunter Einheiten der Gemeindepolizei, Feuerwehren der Staatlichen Feuerwehr in Oleśnica und medizinisches Personal, trafen kurz nach dem Alarm vor 15:00 Uhr am Unfallort ein. Der Lokführer sagte gegenüber den Ermittlern aus, dass das Kind plötzlich auf den Gleisen erschienen sei, sodass keine Zeit blieb, den Aufprall zu verhindern. Polizeisprecher Wojciech Jabłoński gab Einzelheiten zum Hergang des Zusammenstoßes bekannt.
Die Frau und das Kind überquerten einen unbewachten Bahnübergang in der Wiejska-Straße in Oleśnica. Wahrscheinlich durchbrach das Kind irgendwann die Schranken und geriet direkt unter die Räder des Zuges. Die Mutter, die es retten wollte, eilte hinterher. Leider starben beide noch am Unfallort.
- Ein Personenzug erfasst eine Mutter und ihr Kind am Fußgängerüberweg in der Wiejska-Straße in Oleśnica.
- Rettungskräfte sichern den Perimeter und bestätigen durch Tests, dass der Lokführer nüchtern ist.
- Eingleisiger Zugverkehr wird durch den Korridor mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 20 km/h wieder aufgenommen.
Sicherheit der Fahrgäste und Beweissicherung
Der am Unfall beteiligte Zug beförderte zum Zeitpunkt des Aufpralls 120 Fahrgäste zwischen Krotoszyn und Jelcz-Laskowice. Polizei und Feuerwehr bestätigten, dass keiner der 120 Fahrgäste oder Besatzungsmitglieder körperliche Verletzungen erlitt. Unter Aufsicht des zuständigen Staatsanwalts sperrten forensische Teams den Bahnkorridor ab, um unbefugten öffentlichen Zutritt zu verhindern. Die Ermittler konzentrierten sich auf die Sicherung der Gleise, die Sammlung von Videoaufzeichnungen aus nahegelegenen Überwachungsanlagen und die Befragung von Zeugen. Während die örtlichen Rettungsdienste feststellten, dass der Fußgängerüberweg keine elektronische Lichtsignalanlage besaß, war der Bereich mit physischen Fußgängerschranken ausgestattet.
Beeinträchtigung des Schienenverkehrs und Sicherheitshinweise
Der Vorfall beeinträchtigte den Personen- und Güterverkehr auf der Strecke zwischen Oleśnica und Breslau, einer Transitlinie, die täglich Dutzende Züge befördert. Die Bahnbetreiber stellten den Zugverkehr zunächst auf beiden Gleisen ein, bevor sie eingleisigen Verkehr durch den Korridor der Wiejska-Straße einrichteten. Züge auf dem wiedereröffneten Gleis durften nur mit reduzierter Geschwindigkeit von 20 km/h fahren, während die forensischen Arbeiten vor Ort fortgesetzt wurden. Feuerwehrhauptmann Marcin Purzyński sprach über die Überwegprotokolle, während die Einsatzkräfte den Perimeter sicherten.
Wir appellieren erneut, Eisenbahngleise nur an dafür vorgesehenen, sicheren Stellen zu überqueren und niemals, wenn die Schranken geschlossen sind.
Die Ermittlungen der Regionalpolizei und der Staatsanwaltschaft dauerten bis zum Freitagabend an, um die genauen rechtlichen und technischen Umstände des Überwegvorfalls zu klären.


