
Vier Gleisarbeiter bei Shin-Kanuma-Station in Japan von Expresszug getötet
Vier Eisenbahnwartungsarbeiter starben am Donnerstagmorgen, nachdem sie von einem Tobu-Railway-Limited-Express-Zug beim Unkrautjäten an der Station Shin-Kanuma in der Präfektur Tochigi erfasst wurden.
Zusammenstoß an der Station Shin-Kanuma
Vier Gleisarbeiter starben am Donnerstag, dem 20. August 2026, nachdem sie von einem Limited-Express-Zug an der Station Shin-Kanuma in der Präfektur Tochigi, etwa 130 Kilometer nördlich von Tokio, erfasst worden waren. Der Zusammenstoß ereignete sich gegen 10:46 Uhr Ortszeit (01:46 GMT) auf der Tobu-Nikko-Linie, einer Strecke, die die japanische Hauptstadt mit dem Touristenziel Nikko verbindet. Der beteiligte Zug war ein Sechs-Wagen-Limited-Express der Tobu Railway Co., der vom Bahnhof Tobu-Nikko in Richtung Bahnhof Asakusa in Tokio unterwegs war. Limited-Express-Züge stellen die zweitschnellste Stufe des Zugverkehrs in Japan dar, nur hinter den Hochgeschwindigkeits-Shinkansen-Zügen. Die Opfer, allesamt Männer in den 50ern und 60ern, führten Wartungsarbeiten zur Unkrautbeseitigung entlang der aktiven Gleise durch, als der einfahrende Zug in den Stationsbereich einfuhr.
- Notruf an die Feuerwehr, der meldet, dass Arbeiter an der Station Shin-Kanuma erfasst wurden
- Tobu-Railway-Limited-Express-Zug in Richtung Asakusa erfasst Wartungsarbeiter
- Örtliche Feuerwehr protokolliert Notruf, um Rettungskräfte zum Unfallort zu schicken
- Erste Einsatzkräfte finden drei eingeklemmte Arbeiter unter Waggons und einen Arbeiter auf dem Bahnsteig
- Vier Arbeiter in einem örtlichen Krankenhaus für tot erklärt, während Tobu Railway die Nikko-Linie einstellt
Notfallmaßnahmen und Opfer
Insgesamt sieben Arbeiter waren mit Unkrautjäten entlang des Bahndamms beschäftigt, als der Zug sich näherte. Die ersten Einsatzkräfte erhielten den ersten Notruf, der den Zusammenstoß gegen 10:45 Uhr Ortszeit meldete, eine weitere Meldung wurde von der örtlichen Feuerwehr um 10:47 Uhr protokolliert. Bei ihrer Ankunft an der Station Shin-Kanuma entdeckten die Rettungskräfte drei Arbeiter unter den Waggons des Zuges eingeklemmt, während das vierte Opfer auf dem Bahnsteig lag. Ein Sprecher der örtlichen Feuerwehr beschrieb die Szene, die die ersten Einsatzkräfte vorfanden.
Als die Rettungskräfte am Unfallort eintrafen, waren drei Arbeiter noch unter dem Zug eingeklemmt, während der vierte auf dem Bahnsteig lag.
Rettungssanitäter brachten alle vier Männer bewusstlos in ein Krankenhaus in der Stadt Kanuma, wo das medizinische Personal den Tod aller vier bestätigte. Zum Zeitpunkt des Zusammenstoßes befanden sich etwa 50 Fahrgäste an Bord des Sechs-Wagen-Zuges, und die Behörden meldeten, dass keine Fahrgäste verletzt wurden.
Fahrgastberichte und Betriebseinstellung
Tobu Railway stellte den Zugbetrieb auf der gesamten Tobu-Nikko-Linie unmittelbar nach dem Aufprall ein, um Rettungsmaßnahmen und die Spurensicherung vor Ort zu ermöglichen. Fahrgäste in den Waggons berichteten von einer scharfen Notbremsung unmittelbar nach einem hörbaren Aufprall unter dem Zug. Der öffentliche Rundfunk NHK sprach mit einem 40-jährigen männlichen Fahrgast, der das Erlebnis an Bord beschrieb.
Wir hörten einen dumpfen Schlag. Dann kam der Zug mit einer so scharfen Bremsung zum Notstopp, dass es unmöglich war, stehen zu bleiben.
Nach dem plötzlichen Halt informierten Durchsagen die Reisenden, dass der Zug angehalten habe, um die Ursache des Geräuschs zu untersuchen. Die Fahrgäste blieben in den Waggons eingeschlossen, während Bahnpersonal und Polizei die Außenseite des Zuges und die umliegenden Gleise inspizierten.
Untersuchung der Arbeitssicherheitsvorschriften
Die Präfekturpolizei und die Verkehrsbehörden leiteten eine Untersuchung der Betriebsaufsicht und der Sicherheitsmaßnahmen an der Baustelle ein. Die standardmäßigen Eisenbahnbetriebsregeln in Japan schreiben vor, dass ein beauftragter Sicherungsposten den einfahrenden Zugverkehr überwachen und die Bodenmannschaften warnen muss, wenn sich Züge nähern. Die von NHK und der Asahi Shimbun berichteten Untersuchungen prüfen, ob ein zugewiesener Sicherungsposten anwesend war und warum die Wartungsmannschaft die Gleise nicht rechtzeitig räumen konnte. Tödliche Unfälle bleiben im japanischen Bahnsystem selten, das auf strengen Wartungsprotokollen und Schulungsstandards beruht. Frühere Bahnunfälle in Japan umfassen eine Vorortzugentgleisung im April 2005 in Amagasaki bei Osaka, bei der 107 Menschen starben und mehr als 500 verletzt wurden, sowie einen Mehrfachzugzusammenstoß im Jahr 1963 mit 161 Todesopfern.


