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Sicherheit·vor 2 Std.

Gewitter in Zürich: ein Schwerverletzter, überflutete Straßen und Explosion eines Feuerwerkslagers

Ein heftiges Gewitter zog am Freitagabend über Zürich hinweg, ließ in zwei Stunden einen halben Monatsniederschlag fallen, riss Bäume um, die sieben Menschen verletzten, und fiel später mit der Explosion eines Feuerwerkslagers im nahe gelegenen Uitikon zusammen.

Schwere Gewitter zogen gegen 18:00 Uhr von Urdorf in Richtung Winterthur über Zürich und dauerten etwa zwei Stunden. Das Gewitter brachte extreme Niederschläge, zehntausende Blitzeinschläge und Böen, die stark genug waren, um große Bäume zu entwurzeln. Ein 16-jähriges Mädchen wurde im Kreis 8 von einem herabfallenden Ast getroffen und schwebt in kritischem Zustand. Sechs weitere Personen wurden am Mythenquai von umstürzenden Bäumen verletzt, zwei mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Eine Stadt unter Wasser und Blitzen

Die Niederschlagsmengen waren außergewöhnlich. In Sihlbrugg wurden 57 Liter pro Quadratmeter gemessen, in Küsnacht 52–54 Liter und in Opfikon 47–53 Liter. Normalerweise bringt der gesamte Juni etwa 110 Liter. Der Meteorologe Roger Perret sagte zu Blick: „Die Region Zürich wurde direkt getroffen“, und beschrieb die Stadt als vom Sturm gestreift. Als das System vorüberzog, hatte Zürich 6.888 Blitzeinschläge registriert, die höchste Zahl in der Schweiz an diesem Abend, während die landesweite Zahl 15.000 überstieg.

Die Region Zürich wurde direkt getroffen.

Niederschlagsmengen am 19. Juni 2026 (Liter/m²) · Liter/m²
Sihlbrugg
57 Liter/m²
Küsnacht
53 Liter/m²
Opfikon
50 Liter/m²
Zürich-Leutschenbach
37 Liter/m²

Rettungsdienste überlastet

Einsatzzentralen wurden überlastet. Schutz & Rettung Zürich verzeichnete zwischen 17:30 und 21:00 Uhr 730 Feuerwehreinsätze und 130 medizinische Notrufe. Innerhalb der Stadt wurden rund 270 Interventionen durchgeführt, und es gab 50 Krankentransporte. Im Kanton Zürich wurden 680 Feuerwehreinsätze koordiniert. Eine Person musste aus einem Gebäude mit steigendem Wasser gerettet werden, und eine Unterführung am Bahnhof Wollishofen wurde überflutet. Die Stadtpolizei konnte die eingehenden Anrufe aufgrund der Menge nicht sofort bearbeiten.

Verkehr lahmgelegt

Der Straßenbahn- und Busverkehr im Zentrum Zürichs war schwer beeinträchtigt, nachdem umgestürzte Bäume und Äste Oberleitungen heruntergerissen hatten. Die Kontaktstelle des Zürcher Verkehrsverbunds beschwichtigte die Situation mit der Aussage: „Es ist nicht so schlimm“, aber Straßenbahnen wurden auf mehreren Linien gestoppt. Am Flughafen Zürich wurden Abflüge aufgrund von Böen vorübergehend gestoppt und einige ankommende Flüge mussten Landungen abbrechen. Auch durch das Glasdach des Hauptbahnhofs drang Wasser ein.

Es ist nicht so schlimm.

Kontaktstelle des Zürcher Verkehrsverbunds

Nach dem Sturm: ein Brand und Explosionen

Stunden später, als der Himmel sich aufklärte, hörten die Bewohner von Uitikon laute Knallgeräusche und spürten eine Druckwelle. Ein Feuerwerkslager war in Brand geraten. Die Kantonspolizei Zürich bestätigte einen Einsatz und teilte mit, dass bisher keine Verletzten gemeldet worden seien; der Zusammenhang mit dem vorherigen Gewitter bleibt unklar. In sozialen Medien wurde ein großer Feuerball und Feuerwerk in der Nähe des Uetlibergs beschrieben.

Zeitlicher Ablauf des Zürich-Sturms und der Folgen
  1. Gewitterzelle erreicht Zürich von Urdorf aus in Richtung Winterthur.
  2. Rettungsdienste führen 270 Interventionen in der Stadt durch; 50 Krankentransporte.
  3. Mehr als 15.000 Blitzeinschläge landesweit, 6.888 allein in Zürich.
  4. Straßenbahnverkehr unterbrochen und Flughafenabflüge gestoppt aufgrund von Wind und umgestürzten Bäumen.
  5. Explosion in einem Feuerwerkslager in Uitikon gemeldet, keine Verletzten bestätigt.
Zürich · Uitikon

8 Quellen

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