Stromnetz · Lubmin, Rheinsberg und Salzgitter

Fertigstellung der Zerlegehalle für ostdeutsche Reaktorteile auf 2027 verschoben

Die spezialisierte Halle in Lubmin zur Zerlegung großer Komponenten aus ehemaligen ostdeutschen Kernkraftwerken wird nun 2027 fertiggestellt, der Betrieb beginnt 2028, zwei Jahre später als ursprünglich geplant.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von DIE WELT, Süddeutsche Zeitung und ZEIT ONLINE. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Lubmin, Rheinsberg, Salzgitter · Deutschland
Wie es dazu kam
  1. 1.01.EWN plant Fertigstellung bis Ende 2025 und Betrieb bis Ende 2026
  2. 1.01.Neue erwartete Fertigstellung der Halle
  3. 1.01.Geplante Inbetriebnahme der Zerlegearbeiten

Projektverzögerung

Die spezialisierte Zerlegehalle (ZLH) in Lubmin, die zur Verarbeitung großer Komponenten aus den ehemaligen ostdeutschen Kernkraftwerken in Lubmin (Mecklenburg-Vorpommern) und Rheinsberg (Brandenburg) vorgesehen ist, wird später als ursprünglich angekündigt fertiggestellt. Ein Sprecher des bundeseigenen Entsorgungswerks für Nuklearanlagen GmbH (EWN) sagte, die Bauarbeiten schreiten voran, aber die Fertigstellung werde nun für 2027 erwartet, die Inbetriebnahme sei für das folgende Jahr geplant. Anfang 2025 war das Ziel gewesen, bis Ende 2025 fertig zu sein und den Betrieb Ende 2026 aufzunehmen.

„Die Baumaßnahmen sind in vollem Gange und machen sichtbare Fortschritte.“

Sprecher der EWN

Der Sprecher nannte mehrere Gründe für die Verzögerung, darunter weit verbreitete Herausforderungen in der Bauindustrie, einen anhaltenden Mangel an Fachkräften, Unterbrechungen der Lieferkette und eine begrenzte Verfügbarkeit von Materialien und Komponenten. Sie fügte hinzu, dass die besonderen technischen und sicherheitstechnischen Anforderungen der Halle hohe Anforderungen an Planung und Ausführung stellen, wobei einige Gewerke hochspezialisierte Fachkenntnisse erfordern, wie etwa das Kransystem.

„Angesichts des Umfangs und der Komplexität des Projekts liegt diese Verzögerung immer noch in einem Bereich, der deutlich größer hätte ausfallen können.“

Sprecher der EWN

Hallenspezifikationen

Das Kernstück des Komplexes ist eine etwa 30 Meter hohe, 60 Meter lange und 40 Meter breite Halle, die mit großen Stahltoren ausgestattet ist. Ein Kransystem wird in der Lage sein, Hunderte von Tonnen zu heben. In der Mitte ermöglicht ein Becken das ferngesteuerte Unterwasserzerlegen von Komponenten, um die Arbeiter vor Strahlung zu schützen. Das Becken ist zur Abschirmung mit Edelstahl ausgekleidet, und die 44 Tonnen schweren Flügel des Haupttors sind mit Beton gefüllt. Die Wände sind 90 Zentimeter dick, und Böden und Teile der Wände haben spezielle Beschichtungen, um das Eindringen von Kontamination zu verhindern. Die Abluft wird gefiltert und überwacht.

Sicherheitsmaßnahmen

In der Anlage gelten strenge Sicherheitsprotokolle. Nach früheren Informationen ist das Essen nur in einem dafür vorgesehenen Raum erlaubt, um eine mögliche Aufnahme von Kontamination an anderer Stelle zu vermeiden. Im Kontrollbereich gibt es keine Toiletten, da Abwasser sonst einer besonderen Behandlung bedürfte. Diese Maßnahmen dienen dazu, das Risiko der Ausbreitung von radioaktivem Material zu minimieren.

Entsorgungsziel

Die Halle wird Dampferzeuger und Druckbehälter aus den stillgelegten Reaktoren zerlegen. Die Dampferzeuger erzeugten einst Dampf für Turbinen mittels Wärme, und die Druckbehälter sind große Reaktorkomponenten. Die verarbeiteten Teile werden entweder für die Entsorgung im Endlager Schacht Konrad in Salzgitter, Niedersachsen – dem künftigen Endlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle – vorbereitet oder dekontaminiert und konventionell entsorgt. Derzeit lagern die Großkomponenten aus Brandenburg und Lubmin noch im angrenzenden Zwischenlager Nord (ZLN).

Bauzeitplan

Die Gründungsarbeiten begannen Ende 2018, der Rohbau der ZLH wurde im Sommer 2020 fertiggestellt. Das Projekt hat immer wieder Verzögerungen erlitten, unter anderem durch die Coronavirus-Pandemie. Der EWN-Sprecher machte keine Angaben zu zusätzlichen Kosten durch die neueste Verschiebung, räumte aber ein, dass Verzögerungen bei einem Projekt dieser Größenordnung nicht ohne finanzielle Folgen bleiben.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen