Regierung · Madrid
Zapatero wegen Steuerbetrugs und Schmuggels nach Fund von Schmuck im Wert von 1,3 Mio. Euro unter Untersuchung
Ein spanischer Richter hat ein separates Ermittlungsverfahren gegen den ehemaligen Ministerpräsidenten José Luis Rodríguez Zapatero wegen mutmaßlichen Steuerbetrugs und Schmuggels eingeleitet, nachdem in einem Safe in seinem Büro Schmuck im Wert von 1,32 Millionen Euro gefunden wurde.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von LaSexta, EL MUNDO, europa press und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Eine gerichtlich angeordnete Durchsuchung am 19. Mai förderte Schmuck im Wert von 1.323.915 Euro zutage, darunter drei Ketten im Wert von jeweils über 150.000 Euro.
Richter Calama hat ein separates Verfahren eröffnet, das mögliche Verstöße gegen die Mehrwertsteuer, Übertragungssteuer, Erbschafts- und Schenkungssteuer sowie die Einkommensteuer nennt.
Die Partei unterstützt Zapatero öffentlich bis zu seiner Aussage, während private Gespräche tiefe Besorgnis über den Reputationsschaden offenbaren.
Der ehemalige Ministerpräsident soll die Herkunft des Schmucks erklären, wenn er nächste Woche vor der Audiencia Nacional erscheint.
Wenn der Schmuck vor Mai 2021 besessen oder von einer vor Dezember 2020 verstorbenen Person geerbt wurde, könnte die Verjährungsfrist greifen; eine verspätete Steuererklärung könnte ebenfalls eine Anklage abwenden.

- 19.05.UCO-Durchsuchung von Zapateros Madrider Büro fördert Schmuck in einem Safe zutage.
- 12.06.Richter Calama eröffnet separates Ermittlungsverfahren wegen Steuerbetrugs und Schmuggels, legt Aussagetermine auf den 17. und 18. Juni fest.
- 17.06.Zapatero soll vor der Audiencia Nacional aussagen.
Entdeckung und Bewertung
Eine gerichtlich angeordnete Durchsuchung des Madrider Büros des ehemaligen Ministerpräsidenten José Luis Rodríguez Zapatero am 19. Mai förderte einen Schmuckvorrat zutage, dessen vorläufige fachmännische Bewertung sich auf insgesamt 1.323.915 Euro beläuft. Zu den Gegenständen gehören eine 18-karätige Weißgoldkette „mit Diamanten besetzt“ und zwei natürliche Sambia-Smaragde (278.000 Euro), eine thailändische Saphirkette (220.000 Euro), eine Rubinkette (155.000 Euro) sowie mehrere Armbänder, Ohrringe und Ringe, die meist unter 100.000 Euro liegen, wobei einige Stücke als Modeschmuck eingestuft wurden.
- Kette: Diamanten + zwei Smaragde
- 278000 €
- Kette: Thailändische Saphire
- 220000 €
- Kette: Rubine
- 155000 €
- Armband: Smaragde
- 95000 €
- Ohrringe: 18-karätiges Weißgold
- 80000 €
- Armband: Thailändische Saphire
- 80000 €
- Armband: Rubine
- 72000 €
Daten aus dem Artikeltext
Rechtliche Schritte
Richter José Luis Calama von der Audiencia Nacional hat ein separates Verfahren im Rahmen der breiter angelegten Plus-Ultra-Untersuchung eröffnet und erklärt, dass der Besitz von Luxusgütern, deren Steuerweg nicht nachvollziehbar sei, „ein objektives und rationales Indiz für einen möglichen erheblichen Steuerbetrug darstelle“. Er hat Zapatero für den 17. und 18. Juni zur Aussage vorgeladen, den bereits für das Hauptverfahren festgelegten Terminen. Die Anordnung des Richters nennt mögliche Verstöße gegen die Mehrwertsteuer, die Übertragungssteuer, die Erbschafts- und Schenkungssteuer sowie die Einkommensteuer und schließt Schmuggelvorwürfe nicht aus.
Politische Reaktion innerhalb der PSOE
Die Sozialistische Partei hat sich öffentlich um ihren letzten ehemaligen Ministerpräsidenten geschart und alle aufgefordert, seinen Gerichtstermin abzuwarten. Im privaten Kreis breitet sich Unbehagen aus. Ein Ex-Minister sagte der La Razón, die Schlagzeilen kämen Zapateros „politischem Tod gleich – sie töten ihn und sein Vermächtnis“. Ein Parteifunktionär fasste die Stimmung gegenüber Infolibre zusammen: „Das sieht nicht gut aus und vor allem passt es nicht zu dem Zapatero, den wir verteidigen – er war unser großer moralischer Leuchtturm.“ Die Führung besteht dennoch darauf, dass er nächste Woche alles erklären werde.
„Diese Titelseiten töten ihn und sein Vermächtnis.“
Regierungs- und Steuerexpertenansichten
Moncloa-Quellen teilten laSexta mit, sie glaubten, dass eine mögliche Steuerstraftat vor 2012 begangen worden sei und daher verjährt sei, und bezeichneten den Fall als „Kartenhaus“, das zusammenbrechen werde. Der Sprecher der Gewerkschaft der Finanztechniker Gestha, José María Mollinedo, sagte gegenüber Europa Press, wenn Zapatero nachweisen könne, dass er den Schmuck vor dem 12. Mai 2021 besessen oder von jemandem geerbt habe, der vor dem 12. Dezember 2020 verstorben sei, wäre die Straftat verjährt. Sollte er jetzt eine verspätete Steuererklärung nachreichen, müsste er etwa 536.000 Euro zuzüglich Zinsen zahlen und könnte einer formellen Anklage entgehen.
Der Besitz von Luxusgütern von hohem Wert zusammen mit dem Fehlen einer steuerlichen Rückverfolgbarkeit hinsichtlich ihres Erwerbs stellt ein objektives und rationales Indiz für einen möglichen erheblichen Steuerbetrug dar.
Breitere Linke und nächste Schritte
Der Co-Sprecher von Podemos, Pablo Fernández, bezeichnete die Enthüllung als „unhaltbar“ und sagte, Zapatero „falle als Bezugspunkt für die Linke weg“. Zapateros eigener Sprecher, Luis Arroyo, entschuldigte sich dafür, dass er den Wert des Schmucks auf nur 30.000–50.000 Euro beziffert hatte. Der Gerichtstermin des Ex-Premiers am 17. und 18. Juni dürfte nun ein entscheidender Moment für seine politische Zukunft sein.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- LaSextaValdivia: "El PSOE mantiene su apoyo a Zapatero, pero ya admite que el asunto no pinta bien"
- EL MUNDOEl aluvión de delitos fiscales que afronta Zapatero tras su campaña con la ex ministra de Hacienda y sin margen para salvarlos solo con multa
- LaSextaMoncloa apunta a la prescripción de un posible delito fiscal en el caso de las joyas de Zapatero: "Se va a caer como un castillo de naipes"
- europa pressTécnicos de Hacienda dicen que Zapatero puede hacer una declaración...
- José Luis Rodríguez Zapatero
- Ehemaliger Ministerpräsident Spaniens, der im Zusammenhang mit in seinem Büro gefundenem Schmuck wegen Steuerbetrugs und Schmuggels untersucht wird.
- José Luis Calama
- Richter an der Audiencia Nacional, der das Plus-Ultra-Verfahren und die separate Schmuckuntersuchung leitet.
- María Jesús Montero
- Ehemalige spanische Finanzministerin, die kurz vor dem Schmuckfund mit Zapatero im andalusischen Wahlkampf unterwegs war.
- Luis Arroyo
- Sprecher Zapateros und Präsident des Ateneo de Madrid; räumte ein, den Wert des Schmucks unterschätzt zu haben.
- Pablo Fernández
- Co-Sprecher von Podemos, der die Schmuck-Enthüllung als unhaltbar verurteilte.
- José María Mollinedo
- Sprecher der Gewerkschaft der Finanztechniker Gestha, der mögliche steuerliche Abhilfemaßnahmen für Zapatero skizzierte.
- Francisco de la Torre
- Ehemaliger Steuerfahnder und wirtschaftspolitischer Sprecher von Ciudadanos, der die Unmöglichkeit einer außergerichtlichen Steuernachzahlung nach Anklageerhebung kommentierte.
- Antonio Ruiz Valdivia
- Journalist bei Infolibre, der über die Stimmung innerhalb der PSOE berichtete.
- Orte
- Madrid
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