Regierung · Madrid und Velilla de San Antonio
Spanischer Richter ordnet Überprüfung von 57 Konten des ehemaligen Ministerpräsidenten Zapatero, seiner Töchter und seiner Sekretärin im Fall Plus Ultra an
Der Ermittlungsrichter des Nationalen Gerichtshofs, José Luis Calama, hat der Polizeieinheit UDEF erlaubt, Bewegungen auf Dutzenden von Konten des ehemaligen Ministerpräsidenten, seiner beiden Töchter, seiner Sekretärin und 13 mit der Rettung der Fluggesellschaft Plus Ultra verbundenen Unternehmen nachzuverfolgen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von EL PAÍS, eldiario.es, europa press und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Der Richter ermächtigte die UDEF, 57 Bankprodukte zu untersuchen, die von Zapatero, seinen beiden Töchtern, seiner Sekretärin Gertrudis Alcázar, Julio Martínez und 13 Unternehmen gehalten werden, und zwar bei mehr als zehn Finanzinstituten.
Calama beschreibt eine stabile Struktur unter der Führung Zapateros, die angeblich unerlaubte Einflussnahme für Kunden ausübte, wobei Zahlungen als Beraterverträge getarnt und an Zapatero und die Firma seiner Töchter, Whathefav, weitergeleitet wurden.
Zwischen 2020 und 2025 erhielt Zapatero fast eine halbe Million Euro von Martínez' Beratungsfirma, während weitere 2,6 Millionen € über 174 Überweisungen für professionelle Dienstleistungen eingingen, von denen die Polizei vermutet, dass einige als Tarnung für rechtswidrige Zahlungen dienten.
Gertrudis Alcázar kaufte eine Wohnung für 132.055 € ohne Hypothek über einen Zeitraum von 26 Monaten, eine Transaktion, der nach Angaben der UDEF jede erkennbare Geldquelle wie Erbschaft oder Immobilienverkäufe fehlt.
Inteligencia Prospectiva, betrieben von den Brüdern Amaro Chacón, leitete zwischen 2020 und 2025 über 2,6 Millionen € weiter, wobei 368.258,72 € an Análisis Relevante und weitere Beträge an Whathefav gingen, obwohl die erklärte Tätigkeit mit solchen Volumina unvereinbar ist.
Ausweitung des finanziellen Netzes
Der Richter des Nationalen Gerichtshofs, José Luis Calama, ermächtigte die Wirtschafts- und Steuerkriminalitätseinheit (UDEF) am 29. Juli, bei mehr als zehn Kreditinstituten Bankinformationen zu 57 Produkten anzufordern. Die Konten gehören dem ehemaligen Ministerpräsidenten José Luis Rodríguez Zapatero, seinen Töchtern Alba und Laura Rodríguez Espinosa, seiner Sekretärin Gertrudis Alcázar, dem Geschäftsmann Julio Martínez Martínez sowie 13 Unternehmen, die im Fall Plus Ultra unter die Lupe genommen werden. Die UDEF erklärt, der Zugang zu den tatsächlichen Bewegungen sei unerlässlich, um bereits durch Finanzinformationen und Steuererklärungen gewonnene Daten zu überprüfen und verbleibende Zweifel an bestimmten Geldtransfers und Immobilienkäufen des ehemaligen Regierungschefs und seines Mitarbeiters auszuräumen.
Eine organisierte Struktur für unerlaubte Einflussnahme
In einem von mehreren Medien eingesehenen Gerichtsbeschluss beschreibt Calama den bisherigen Kernbefund der Ermittlungen.
„Die Ermittlungen haben im Kern eine organisierte und stabile Struktur, angeführt von José Luis Rodríguez Zapatero, die auf die Ausübung unerlaubter Einflussnahme im Auftrag bestimmter Kunden – Plus Ultra, Inteligencia Prospectiva und Softgestor – ausgerichtet ist, die solche Dienste durch simulierte Beraterverträge vergüten würden, was die Rechtfertigung von Zahlungen ermöglicht, deren tatsächliches Ziel José Luis Rodríguez Zapatero und die von seinen Töchtern verwaltete Firma Whathefav wäre.“
Der Richter bezeichnet die drei Firmen als „Quellen verdeckter Finanzierung“ für das Netzwerk. Martínez, bekannt als Julito, wird nicht länger nur als Geldkanal angesehen, sondern als Vertrauensperson des ehemaligen Präsidenten und direkter Ansprechpartner für die Kunden der Organisation.
Zahlungen an den ehemaligen Ministerpräsidenten
Polizeiberichte führen im Einzelnen auf, dass Zapatero zwischen 2020 und 2025 490.780 € von Análisis Relevante, der im Zentrum der Ermittlungen stehenden Beratungsfirma, erhielt. Auf seinen Konten wurden zudem 174 Überweisungen in Höhe von insgesamt 2,6 Millionen € verbucht, die die Ermittler mit Honoraren für internationale Konferenzen, Vermittlung, strategische Beratung und akademische Aktivitäten in Verbindung bringen. Darunter stehen 200.000 €, die von der peruanischen Firma Foscul Social Research SAC gezahlt wurden, ausdrücklich im Verdacht, „die angebliche Ausübung unerlaubter Einflussnahme durch José Luis Rodríguez Zapatero gegenüber den bolivianischen Behörden im Auftrag eines peruanischen Unternehmens“ zu beinhalten.
Die UDEF hebt auch Zapateros Kauf eines Hauses in Madrid im Februar 2024 für 580.000 € mit einer Hypothek von 500.000 € hervor. Das Darlehen wurde nur 11 Monate später mit einer einzigen Überweisung von 498.000 € zurückgezahlt.
Hypothekenfreie Wohnung der Sekretärin
Gertrudis Alcázar erwarb eine Immobilie in Velilla de San Antonio (Region Madrid) für 132.055 € ohne Hypothek und bezahlte durch regelmäßige Banküberweisungen zwischen März 2021 und Juni 2023. Die Ermittler stellten keine anderen Vorgänge fest – Erbschaften, kürzliche Immobilienverkäufe oder Bareinzahlungen –, die die gezeigte finanzielle Leistungsfähigkeit erklären könnten.
„Es wurden keine anderen Vorgänge beobachtet, die diese Immobilientransaktion irgendwie ausgleichen oder Bareinnahmen liefern würden, wie Erbschaften oder kürzliche Verkäufe anderer Immobilien, die die gezeigte wirtschaftliche Leistungsfähigkeit rechtfertigen würden.“
Die Ermittler gehen davon aus, dass Alcázar eine relevante Rolle in den Operationen der kriminellen Organisation spielte, indem sie die Kommunikation verwaltete, Dokumente austauschte und die Agenda rund um die Einflusshandelsaktivitäten kontrollierte.
Die venezolanischen Schwesterfirmen
Inteligencia Prospectiva, kontrolliert von den venezolanischen Brüdern Domingo Arnaldo Amaro Chacón und Guillermo Alfredo Amaro Chacón, bewegte zwischen 2020 und 2025 mehr als 2,6 Millionen € über ihre Konten. Das Nationale Amt für Betrugsbekämpfung (ONIF) stellte fest, dass das Volumen „völlig unvereinbar mit ihrer erklärten Tätigkeit“ sei und mit der Einschleusung ausländischer Gelder nach Spanien vereinbar sei. Análisis Relevante erhielt 368.258,72 € von der Firma, während Whathefav, die Marketingfirma von Zapateros Töchtern, ebenfalls Zahlungen erhielt. Der Richter stellt die Rolle von Inteligencia Prospectiva auf eine Stufe mit der von Plus Ultra und Softgestor als Quelle verdeckter Einkünfte für das Netzwerk.
Ermittlungssicherungen
Calama wies die UDEF an, die Informationen von den Zentralstellen jeder Bank anzufordern, und untersagte ausdrücklich jeden Kontakt mit der betreffenden örtlichen Filiale. Er ordnete zudem die Eröffnung einer separaten Akte an, um die Bankunterlagen bei ihrem Eintreffen zu verwahren. Die Ermittlungen sind Teil des umfassenderen Falls Plus Ultra, der angebliche Unregelmäßigkeiten bei der staatlichen Rettung der Fluggesellschaft in Höhe von 53 Millionen € während der Pandemie und die mutmaßlichen Schmiergelder untersucht, die an Zapatero und seinen Kreis geflossen sein sollen.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- EL PAÍSEl juez Calama autoriza a la UDEF a investigar 57 cuentas de Zapatero, su entorno y empresas del 'caso Plus Ultra'
- eldiario.esEl juez sitúa a dos hermanos venezolanos entre los principales pagadores a Zapatero por sus "influencias ilícitas"
- europa pressEl juez autoriza a la Policía a investigar cuentas bancarias de...
- RTVE.esEl juez del caso Plus Ultra autoriza a la UDEF a investigar las cuentas de Zapatero, su entorno y varias empresas
- José Luis Rodríguez Zapatero
- Ehemaliger Ministerpräsident Spaniens, im Fall Plus Ultra als mutmaßlicher Anführer eines Einflusshandelsnetzwerks unter Untersuchung.
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