Makroökonomie · Washington und Tokio
US-Arbeitsmarkt enttäuscht: 23.000 Stellen im Juli verloren, Aktien steigen, Zinserhöhung unwahrscheinlicher
Die US-Wirtschaft verlor im Juli 23.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft und verfehlte damit die Prognose der Ökonomen von 80.000 Neueinstellungen deutlich. Der Juni-Wert wurde auf 20.000 nach unten korrigiert. Die Aktien stiegen, die Renditen von Staatsanleihen fielen, bevor sich die Anleihenrallye abschwächte.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von The Wall Street Journal, Bloomberg Business, Reuters und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die Beschäftigtenzahlen außerhalb der Landwirtschaft gingen im Juli um 23.000 zurück, gegenüber einer Reuters-Umfrageprognose von 80.000. Der Juni-Wert wurde von 57.000 auf 20.000 nach unten korrigiert.
Aktien stiegen und Treasury-Renditen fielen nach dem Bericht vom 7. August, aber die Renditen erholten sich fast vollständig, als die Anleihenrallye im Handelsverlauf abflaute.
Leveraged Funds reduzierten ihre Netto-Short-Yen-Positionen bis zum 4. August um etwa die Hälfte auf 63.600 Kontrakte, nach der koordinierten US-japanischen Intervention vom 3. August.
Brent-Rohöl stieg am Freitag um 1,6 % auf 83,78 Dollar pro Barrel, da die Gespräche zwischen Iran und Oman über die Straße von Hormus weiterhin ungelöst blieben und die Trump-Administration iranische Gebühren ausschloss.
- 4.08.Hedgefonds reduzieren Netto-Short-Yen-Positionen um die Hälfte auf 63.600 Kontrakte
- Payrolls reportJuli-Arbeitsmarktbericht zeigt Rückgang von 23.000 Stellen gegenüber Prognose von 80.000; Aktien steigen, Renditen fallen
- Bond rally fadesTreasury-Renditen erholen sich von Datenrückgängen; Zinserhöhungserwartungen verschoben
Arbeitsmarktbericht verfehlt Prognosen
Die US-Wirtschaft verlor im Juli 23.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft, wie das Bureau of Labor Statistics am 7. August meldete, und verfehlte damit die Erwartungen der Ökonomen von 80.000 Neueinstellungen. Die Schätzungen reichten von 10.000 bis 140.000 zusätzlichen Stellen. Der Juni-Wert wurde deutlich von ursprünglich 57.000 auf 20.000 nach unten korrigiert. Die Arbeitslosenquote sank von 4,2 % im Juni auf 4,1 %, da die Erwerbsbeteiligungsquote weiter zurückging. Ökonomen hatten den Arbeitsmarkt als im Modus „langsames Einstellen, langsames Entlassen“ beschrieben, und die Beschäftigungszahlen fallen im Juli tendenziell schwächer aus.
Märkte reagieren
Die US-Aktien stiegen und die Treasury-Renditen fielen nach den Daten, da Anleger urteilten, der Bericht gebe der Federal Reserve Grund, eine Zinserhöhung zurückzustellen. Der S&P 500 war am Vortag um 0,2 % gefallen, zusammen mit einem Rückgang der Dow-Industrials um 0,9 %. Die Anleihenrallye flaute im Handelsverlauf ab, wobei die Treasury-Renditen ihre Rückgänge nach den Daten fast wieder wettmachten, was darauf hindeutet, dass die Anleger zu dem Schluss kamen, der Bericht sei nicht so schwach wie ursprünglich angenommen. Zinsfutures zeigten, dass Händler den Zeitpunkt der nächsten erwarteten Fed-Zinserhöhung nach hinten verschoben.
- Juni (ursprünglich)
- 57000 Stellen
- Juni (revidiert)
- 20000 Stellen
- Juli Prognose
- 80000 Stellen
- Juli tatsächlich
- -23000 Stellen
Daten aus dem Artikeltext
Die Fed beließ ihren Leitzins in der Vorwoche in der Spanne von 3,50 %–3,75 %, wobei drei Ausschussmitglieder für eine Erhöhung um einen Viertelprozentpunkt stimmten. Vor dem Arbeitsmarktbericht hatten die Märkte mit einer Anhebung im September gerechnet. Die Inflationsdaten der nächsten Woche könnten die politische Debatte verschärfen. Die europäischen Aktien zogen leicht an, der STOXX 600 stieg um 0,2 % auf 659,59 und steuerte auf eine vierte aufeinanderfolgende Wochengewinne zu. In Asien verlor der japanische Nikkei 225 in Tokio 0,3 % auf 65.500,10, während der chinesische Shanghai Composite um 0,8 % auf 3.931,54 zulegte, nachdem die Exporte im Juli um rund 24 % gewachsen waren.
Yen-Intervention
Hedgefonds reduzierten ihre Netto-Short-Yen-Positionen bis zum 4. August um etwa die Hälfte auf 63.600 Kontrakte, wie Bloomberg berichtete, nach koordinierten US-japanischen Bemühungen zur Stützung der Währung. Das japanische Finanzministerium bestätigte die Operation am Montag, den 3. August, wobei Finanzministerin Satsuki Katayama sagte, Japan stehe weiterhin in engem Kontakt mit dem US-Finanzministerium und werde „nicht zögern, in Zukunft weitere koordinierte Interventionen durchzuführen“.
Analysten schätzen, dass Japan zwischen etwa 53 Milliarden und 59 Milliarden Dollar verkauft hat. Reuters berichtete, Tokio habe möglicherweise bis zu 58,97 Milliarden Dollar verkauft, während Bloomberg die Zahl auf etwa 8,45 Billionen Yen, rund 53 Milliarden Dollar, bezifferte. Offizielle Zahlen werden etwa in einem Monat erwartet. Beide Werte würden Japans bisher größte Tagesintervention von 5,92 Billionen Yen am 29. April 2024 übertreffen. Der Yen war auf fast 164 pro Dollar geschwächt, sein niedrigster Stand seit 1986.
Öl und Geopolitik
Brent-Rohöl stieg am Donnerstag um fast 4 % und legte am Freitag um 1,6 % auf 83,78 Dollar pro Barrel zu, da die Fortschritte bei der Wiedereröffnung der Straße von Hormus weiterhin ungewiss waren. Der Iran erklärte, man sei kurz vor einer Einigung mit Oman, aber die Trump-Administration schloss iranische Gebühren für Schiffe aus, während der Iran auf einem gewissen Maß an Kontrolle bestand. Ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls passierte einst die Meerenge. Die Ölpreise waren während des Konflikts, der nun im sechsten Monat andauert, bis auf 113 Dollar gestiegen.
Unternehmensergebnisse und KI-Ausgaben
Rund 85 % der S&P-500-Unternehmen haben ihre Ergebnisse vorgelegt, wobei das gesamte Gewinnwachstum das stärkste seit 2021 zu werden verspricht. Der KI-Boom lenkt den Fokus der Anleger vom Gewinn pro Aktie auf den Cashflow, da die großen Technologieunternehmen Hunderte von Milliarden in Anlagen und Ausrüstung stecken. Alphabet meldete am 23. Juli einen vervierfachten Gewinn im zweiten Quartal auf 112,3 Milliarden Dollar, aber die Aktie fiel um 7 %, nachdem das Unternehmen zum ersten Mal seit dem Börsengang einen negativen freien Cashflow auswies, angetrieben durch Investitionsausgaben von 44,92 Milliarden Dollar, die den Konsens von 44,15 Milliarden Dollar übertrafen.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- The Wall Street JournalU.S. Stocks Rise as Rate-Hike Odds Fall on Weak Jobs Report
- Bloomberg BusinessHedge Funds Slashed Yen Short Bets After US-Japan Joint Efforts
- The Wall Street JournalBond Rally Fades With Rate Hikes Still in Play
- ReutersUS nonfarm payrolls fall in July; unemployment rate eases to 4.1%
- Scott Bessent
- US-Finanzminister, dessen Notizblock beim Camp-David-Treffen am 31. Juli Yen-Kaufpläne auflistete
- Satsuki Katayama
- Japans Finanzministerin, die die koordinierte Yen-Kaufintervention am 3. August bestätigte
- Donald Trump
- US-Präsident, dessen Regierung iranische Gebühren für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus ausschloss
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