
Spanien demontiert Saudi-Arabien 4:0 – Lamine Yamal und Oyarzabal glänzen in Atlanta
Ein aggressives, wiedererstarktes Spanien überwältigte Saudi-Arabien am Sonntag in Atlanta mit 4:0. Der 18-jährige Lamine Yamal traf nach zehn Minuten in seinem ersten WM-Start und Mikel Oyarzabal steuerte zwei Tore und eine Vorlage bei.
Spanien vertrieb eindrucksvoll die Zweifel nach einem 0:0-Unentschieden gegen Kap Verde und entfesselte eine erste Halbzeit, die den Einzug in die Runde der letzten 32 so gut wie sicherte. Trainer Luis de la Fuente nahm vier Änderungen vor und wurde mit sofortiger Vertikalität und Intensität belohnt.
- Yamal droht früh mit einem Dribbling und einer gefährlichen Flanke in der ersten Minute.
- Lamine Yamal eröffnet den Torreigen, nachdem er am hinteren Pfosten eine Oyarzabal-Flanke einrutscht.
- Mikel Oyarzabal trifft zum 2:0.
- Oyarzabal erzielt sein zweites Tor und vollendet seinen Doppelpack.
- Halbzeit: Spanien führt 3:0; sowohl Yamal als auch Oyarzabal werden im Rahmen eines vorgeplanten Wechsels ausgewechselt.
Yamals Traumdebüt
Lamine Yamal, der nach einer Oberschenkelverletzung sein erstes WM-Spiel von Beginn an bestritt, rutschte in der 10. Minute am hinteren Pfosten ein. Der Stürmer des FC Barcelona, der die WM 2022 im Unterricht verfolgt hatte, feierte, indem er betend kniete und den Rasen küsste, dann mit seinen Händen die Zahl 304 für seinen Heimatstadtteil Rocafonda in Mataró formte. Seine Mutter weinte auf der Tribüne.
Ich habe immer davon geträumt, bei einer Weltmeisterschaft dabei zu sein. In meinem ersten Startelfeinsatz ein Tor zu erzielen, ist ein Traum. Die letzte WM habe ich im Unterricht verfolgt.
Oyarzalbas Rekord-Antwort
Mikel Oyarzabal antwortete seinen Kritikern (keine Ballkontakte in der ersten halben Stunde gegen Kap Verde) mit zwei Toren und einer Vorlage innerhalb von 24 Minuten – eine Premiere in der WM-Geschichte. In der 21. Minute traf er per Volley und schlug drei Minuten später erneut zu, was eine außergewöhnliche persönliche Wende vollendete.
Ich habe mich immer wertgeschätzt gefühlt. Meine Teamkollegen, der Trainer, die Menschen, mit denen ich täglich arbeite – das nehme ich mit. Im Fußball werden die Leute immer reden.
Ein verändertes Team, ein ruhigerer Trainer
De la Fuente ließ seine Krawatte weg und tauschte vier Feldspieler in der Startelf aus, was Tempo und Druck brachte. Rodri und Pedri verliehen Spaniens Spielaufbau die alte Flüssigkeit, während Spanien zum zweiten Mal in Folge ohne Gegentor blieb und damit bei diesem Turnier nur mit Mexiko gleichzog, das nach zwei Spielen ebenfalls noch kein Tor kassiert hatte.
Niemand mag es, wenn Leute an seiner Arbeit zweifeln. Die Reaktion der Spieler war logisch: ein Schlag auf den Tisch, ein Statement und Kontinuität für ein Projekt, das schon eine Weile besteht.
Der Weg nach vorn
Vier Punkte lassen Spanien so gut wie für die nächste Runde qualifiziert, obwohl die mathematische Sicherheit noch vom letzten Gruppenspiel gegen Uruguay abhängt. Da Mexiko, die USA und Deutschland bereits weiter sind, wirkt Spaniens verspäteter Turnierstart nun eher wie ein Sprungbrett denn wie ein Stolperer.
Diese Mannschaft kann noch besser spielen. Die erste Halbzeit war breit und vertikal. Das gibt uns viel Sicherheit.


