Xi Jinping trifft in Nordkorea zu seltenem Gipfel mit Kim Jong Un ein – vor dem Hintergrund sich wandelnder Beziehungen zwischen Pjöngjang und Moskau
Chinesischer Staatschef Xi Jinping ist am Montag in Nordkorea zu einem seltenen Treffen mit Kim Jong Un eingetroffen – eine Reise, die nach Einschätzung westlicher Diplomaten von Pekings Sorge über die wachsende Partnerschaft zwischen Pjöngjang und Moskau getrieben wird.
Der Besuch
Chinesischer Präsident Xi Jinping traf am 8. Juni 2026 zu einem Treffen mit Machthaber Kim Jong Un in Nordkorea ein. Der Besuch ist selten und erfolgt nur eine Woche nachdem Xi den russischen Präsidenten Wladimir Putin traf.
Strategische Kalküle
Seoul geht davon aus, dass Xi versuchen könnte, China als Vermittler zwischen Nordkorea und den USA zu positionieren. Westliche diplomatische Quellen teilten der BBC jedoch mit, dass Peking andere Motive habe: Es sei zunehmend besorgt über die wachsende Partnerschaft zwischen Pjöngjang und Moskau.
China ist zunehmend besorgt über die wachsende Partnerschaft zwischen Pjöngjang und Moskau.
Nach seinem Treffen mit Putin möchte Xi möglicherweise sicherstellen, dass er Kim im Zaum hält – insbesondere da Peking seine Präsenz auf der Weltbühne ausbaut.
Kims pragmatische Wahl
Für Kim bleibt China die pragmatische Wahl. Der nordkoreanische Machthaber kann es sich nicht leisten, seinen wichtigsten Hilfegeber zu verprellen. Sollte der Krieg in der Ukraine enden, könnte Russlands Bedarf an nordkoreanischer Unterstützung nachlassen – und Kim riskiert dann, sich auf einen schwächelnden Partner zu stützen.


