
Wolfsburg bezwingt Altglienicke im Elfmeterschießen mit 6:5 nach 3:3-Unentschieden im DFB-Pokal
Der VfL Wolfsburg hat eine Überraschung in der ersten Runde des DFB-Pokals vermieden, indem er den Viertligisten VSG Altglienicke nach einem 3:3-Unentschieden nach Verlängerung im Elfmeterschießen mit 6:5 besiegte.
Früher Druck und Altglienicke in Führung
Der VfL Wolfsburg ist am Montagabend in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen. Der Bundesligist besiegte den Viertligisten VSG Altglienicke nach einem 3:3-Unentschieden über 120 Minuten mit 6:5 im Elfmeterschießen. Die Partie fand vor ausverkauftem Haus mit 5.000 Zuschauern im Stadion am Wurfplatz in Berlin statt. Die Spielstätte, die als Amateurstadion von Hertha BSC direkt neben dem Olympiastadion dient, wurde ausgewählt, weil Altglienickes reguläres Heimstadion im brandenburgischen Fürstenwalde zu klein war, um den Wettbewerbsanforderungen zu genügen. Altglienicke, das erst das zweite DFB-Pokal-Spiel der Vereinsgeschichte bestritt und ungeschlagen in der Regionalliga in die Partie ging, kam bereits nach 80 Sekunden zur ersten Chance, als Emeka Oduah Jonas Nietfeld einsetzte, dessen Schuss Wolfsburgs Torhüter Jakub Zielinski parierte. Nietfeld eröffnete in der 6. Minute den Torreigen, indem er eine flache, scharfe Volleyflanke von der linken Seite von Lennart Czyborra verwertete. Wolfsburg prüfte Altglienickes Torhüter Luis Zwick durch einen flachen Schuss von Muhammed Damar in der 10. Minute, einen 22-Meter-Versuch von Fabian Reese in der 22. Minute und einen Kopfball des Neuzugangs Alexander Bernhardsson in der 39. Minute.
Arnold dreht das Spiel in der regulären Spielzeit
Wolfsburgs Cheftrainer Tobias Strobl hatte vor dem Anpfiff absolute Ernsthaftigkeit von seiner Mannschaft gefordert, doch der unterklassige Gegner setzte weiterhin direkte Konter in der Anfangsphase. Um die Dynamik zu ändern, wechselte Strobl in der Halbzeitpause drei Mal: Er brachte Kapitän Maximilian Arnold, Sael Kumbedi und Elvis Rexhbecaj. Arnold glich in der 55. Minute für den Pokalsieger von 2015 mit einem Schuss aus rund 30 Metern aus. Altglienicke ging in der 71. Minute wieder in Führung, als Zielinski als letzter Mann einen Fehlpass genau zu Jonas Saliger spielte, der ins leere Tor zum 2:1 traf. Arnold stellte in der 83. Minute erneut den Gleichstand her, indem er einen Freistoß aus der Distanz ins Tor zirkelte. Anschließend bewahrte Zwick das 2:2 mit zwei Paraden gegen Damar in der Nachspielzeit.
- Jonas Nietfeld eröffnet den Torreigen für Altglienicke.
- Maximilian Arnold gleicht für Wolfsburg aus der Distanz aus.
- Jonas Saliger nutzt einen Torwartfehler zum 2:1.
- Maximilian Arnold gleicht mit einem Freistoß zum 2:2 aus.
- Mehmet Ibrahimi trifft in der Verlängerung zur 3:2-Führung für Altglienicke.
- Hauke Wahl erzielt den 3:3-Ausgleich und erzwingt das Elfmeterschießen.
- Kilian Fischer verwandelt den entscheidenden Elfmeter zum 6:5-Sieg.
Verlängerung und Elfmeter-Erlösung
Das Spiel kippte in der zweiten Hälfte der Verlängerung wieder zugunsten des Außenseiters, als Mehmet Ibrahimi in der 109. Minute traf und Altglienicke mit 3:2 in Führung brachte. Wolfsburg antwortete in der 117. Minute, als Verteidiger Hauke Wahl zum 3:3 ausglich und das Elfmeterschießen erzwang. Die Spannung stieg, als Reese als vierter Wolfsburger Schütze antrat und seinen Schuss in mittlerer Höhe von Zwick pariert wurde. Zielinski rettete Wolfsburg, indem er nacheinander die Elfmeter der Altglienicker Schützen Sven Sonnenberg und Ibrahimi hielt. Wolfsburgs Verteidiger Kilian Fischer verwandelte anschließend den entscheidenden Elfmeter zum 6:5-Endstand im Elfmeterschießen.
Feindseliger Empfang und Turnierausblick
Die Partie war eine unwillkommene Rückkehr nach Berlin für Reese, der bei jeder Ballberührung unaufhörlich ausgepfiffen, verspottet und ausgebuht wurde – nur 69 Tage nach seinem Wechsel von Hertha BSC zu Wolfsburg. Der Sieg sicherte Wolfsburg den Einzug in die zweite Runde des DFB-Pokals zum fünften Mal in Folge. Das Ergebnis ersparte Wolfsburg das Schicksal des ebenfalls abgestiegenen 1. FC Heidenheim, der in dieser Runde zuvor mit 2:5 gegen den SSV Jeddeloh II ausgeschieden war. Die Auslosung für die zweite Pokalrunde ist für den 5. September um 18:00 Uhr in der Sportschau im Fernsehen geplant.


