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Fußball·vor 1 Std.

Fan-Festnahmen, Spieler-Einreiseverweigerung und Regeländerungs-Kritik überschatten Start der WM 2026

Zwei bosnische Fans aus Deutschland wurden während des Eröffnungsspiels ihrer Mannschaft festgenommen, während Ghanas Thomas Partey die Einreise nach Kanada verweigert wurde. Neue FIFA-Regeländerungen ernteten scharfe Kritik von Ex-Schiedsrichter Ittrich und Experte Bastian Schweinsteiger.

Die ersten Tage der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko werden von Vorfällen abseits des Platzes und lauter Kritik an neuen Regeln überschattet, die das Spieltempo erhöhen sollen.

Sicherheitsvorfall in Toronto

Während des Eröffnungs-Gruppenspiels von Bosnien und Herzegowina gegen Kanada wurden zwei Fans, die ursprünglich aus Deutschland stammen, festgenommen und angeklagt. Die Festnahmen erfolgten nach einem mutmaßlichen Angriff auf Polizeibeamte, wobei die genauen Details noch unklar sind. Das Spiel endete 1:1.

Partey an der Grenze gestoppt

Ghanas Thomas Partey wurde vor dem Turnier die Einreise nach Kanada verweigert. Das ghanaische Außenministerium hat sich daraufhin eingeschaltet, wie in der deutschen Presse berichtet wurde.

Ittrich kritisiert wirkungslose Regeländerungen

Neue Maßnahmen für diese WM – erweiterte VAR-Befugnisse, Countdown-Timer bei Standardsituationen, Zeitlimits für Auswechslungen – sollten die effektive Spielzeit auf 60 Minuten oder mehr erhöhen. Doch der ehemalige FIFA-Schiedsrichter Ittrich zog in der Sendung „Breakfast Club“ eine vernichtende Bilanz und stellte fest, dass die tatsächlichen Nettospielzeiten hinter den Erwartungen zurückbleiben: „Die Nettospielzeit bei Südkorea gegen Tschechien betrug 51 Minuten. 55 Minuten bei Kanada gegen Bosnien-Herzegowina. Wir wollen auf 60, 63 Minuten kommen. Aber bisher bringt es nichts.“

Nettospielzeit in frühen WM-Spielen · Minuten
Südkorea vs. Tschechien
51 Minuten
Kanada vs. Bosnien
55 Minuten

Schweinsteiger versteht Trinkpausen nicht

Der Weltmeister von 2014 und TV-Experte Bastian Schweinsteiger zeigte sich verwirrt über Trinkpausen bei milden Bedingungen. In Toronto wurden sogar zur Halbzeit die Rasensprenger aktiviert, was ihn zu der Bemerkung veranlasste: „Es hat mich ein bisschen gestört – diese Trinkpausen. Es sind hier keine 40 Grad und 100 Prozent Luftfeuchtigkeit. Wenn es 50 Grad sind, braucht man natürlich Pausen. Die Regel ist bei schönem Wetter schon etwas fragwürdig.“

Toronto

3 Quellen

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