
Kanada und Südafrika eröffnen Achtelfinale der WM, während die K.o.-Phase in Los Angeles beginnt
Nach 72 Gruppenspielen beginnt die WM 2026 mit der ersten K.o.-Runde, einem Programm von 16 Spielen, das am Sonntag startet, wenn Co-Gastgeber Kanada im SoFi Stadium in Inglewood, Kalifornien, auf Südafrika trifft.
Nach 18 Tagen und 72 Gruppenspielen geht die WM 2026 in eine K.o.-Phase über, die selbst eine Premiere ist: ein Achtelfinale. Die letzten beiden Qualifikationsplätze wurden über Nacht vergeben, als Kroatien, Algerien, Österreich und die Demokratische Republik Kongo die letzten Tickets ergatterten und damit ein Tableau vervollständigten, das vom 28. Juni bis zum 4. Juli läuft.
Wie die Gruppen verliefen
Titelverteidiger Argentinien gewann Gruppe J und bescherte Lionel Messis Mannschaft nach Ansicht einiger französischer Beobachter eine freie Bahn ins Halbfinale. Andernorts musste sich Portugal nach einem torlosen Unentschieden gegen Kolumbien mit Platz zwei in seiner Gruppe begnügen – ein Ergebnis, das Cristiano Ronaldo mit seinem ehemaligen Real-Madrid-Teamkollegen Luka Modrić in einem Achtelfinale in Toronto zusammenbringt. England gewann seine Gruppe, allerdings ohne echte Angriffsdurchschlagskraft, und besiegte Panama 2:0 dank Jude Bellingham und Harry Kane.
Überraschungen kamen aus Afrika: Kap Verde verblüffte die Konkurrenz, indem es sich für die K.o.-Runde qualifizierte, während die DR Kongo bei ihrer ersten WM-Teilnahme seit 1974 (damals als Zaire) einen frühen Rückstand gegen Usbekistan drehte und 3:1 gewann – mit zwei Toren von Yoane Wissa.
Kanada–Südafrika: der Auftakt
Als Co-Gastgeber bestritt Kanada seine Gruppenspiele zu Hause, musste aber auf Alphonso Davies in allen drei Partien verzichten, nachdem er sich am 6. Mai eine Oberschenkelverletzung zugezogen hatte. Trainer Jesse Marsch hatte gesagt, er erwarte Davies gegen die Schweiz; er spielte nicht, und der Schweizer Sieg drückte Kanada auf Platz zwei in Gruppe B, was ihm den Heimvorteil für die K.o.-Runde kostete. Die Kanadier gelten dennoch als Favorit gegen Südafrika; ein Wettanbieter beziffert die implizite Wahrscheinlichkeit des Weiterkommens auf rund 75 Prozent.
Südafrika verlor sein erstes Spiel deutlich gegen Mexiko, spielte dann unentschieden gegen Tschechien und besiegte Südkorea mit 1:0, was den ersten historischen K.o.-Auftritt für Bafana Bafana bedeutete. Der Sieger des Sonntagsspiels trifft in der nächsten Runde auf die Niederlande oder Marokko.
Der Rest des Tableaus
Das Programm am Montag bietet Brasilien gegen Japan und Deutschland gegen Paraguay. Der Dienstag beginnt mit dem Spiel Niederlande gegen Marokko in Monterrey um 3 Uhr mitteleuropäischer Zeit, während die Gastgeber Mexiko und die Vereinigten Staaten später in der Woche folgen: Mexiko trifft im Aztekenstadion auf Ecuador, und die USA spielen in Santa Clara gegen Bosnien und Herzegowina.
Weitere Begegnungen, die Aufmerksamkeit erregen, sind Spanien gegen Österreich, Belgien gegen Senegal und Frankreich gegen Schweden in New York am späten Dienstag. Die Runde endet in den frühen Morgenstunden des Sonntags, 4. Juli, mit Kolumbien gegen Ghana in Kansas City.
- Südafrika gegen Kanada, SoFi Stadium, Inglewood
- Brasilien gegen Japan, Houston
- Deutschland gegen Paraguay, Boston
- Niederlande gegen Marokko, Monterrey
- Elfenbeinküste gegen Norwegen, Dallas
- Frankreich gegen Schweden, New York
- Mexiko gegen Ecuador, Mexiko-Stadt
- England gegen DR Kongo, Atlanta
- Belgien gegen Senegal, Seattle
- Vereinigte Staaten gegen Bosnien und Herzegowina, Santa Clara
- Spanien gegen Österreich, Los Angeles
- Portugal gegen Kroatien, Toronto
- Schweiz gegen Algerien, Vancouver
- Australien gegen Ägypten, Dallas
- Argentinien gegen Kap Verde, Miami
- Kolumbien gegen Ghana, Kansas City
Stars und Geschichten
Messi und Argentinien eröffnen ihre K.o.-Kampagne gegen Kap Verde in Miami um Mitternacht vom 3. auf den 4. Juli. Ronaldo und Modrić, beide 41, verleihen dem Spiel Portugal–Kroatien einen Hauch von Nostalgie, während Englands Weg über Mexiko und dann Brasilien führen könnte. Alle Gastgeber sind noch dabei: Kanada, die Vereinigten Staaten und Mexiko sind noch nie gemeinsam so weit bei einer Männer-WM gekommen.

