
Wisła Kraków besiegt Wieczysta 2:0 im Derby durch Tore von Sanchez und Guillemenot
Wisła Kraków sicherte sich den zweiten Platz in der Ekstraklasa, nachdem Tore von Jordi Sanchez und Jeremy Guillemenot in der zweiten Halbzeit einen 2:0-Sieg über Wieczysta Kraków vor 33.000 Zuschauern besiegelten.
Zweite-Halbzeit-Durchbruch im Reymonta
Wisła Kraków sicherte sich am Samstag im sechsten Spieltag der Ekstraklasa einen 2:0-Sieg gegen den Lokalrivalen Wieczysta Kraków. Nach einer torlosen ersten Halbzeit vor 33.000 Zuschauern in der Synerise Arena brachen die Gastgeber in der 54. Minute den Bann. Mittelfeldspieler James Igbekeme leitete den Angriff ein, indem er Julius Ertlthaler auf dem rechten Flügel fand, und Ertlthaler brachte eine Flanke, die Jordi Sanchez per Kopf an Torhüter Nikola Cavlina vorbei ins Tor lenkte. Es war das sechste Saisontor im Ligabetrieb für den spanischen Stürmer. Wieczysta drängte auf den Ausgleich, doch Wisła-Torhüter Marcel Łubik parierte Versuche von Tobias Christensen und feierte damit seinen ersten Zu-Null-Sieg der Saison. In der 80. Minute bestrafte Wisła einen Ballverlust von Verteidiger Antonio Milić durch einen schnellen Konter: Rafał Mikulec bediente den eingewechselten Jeremy Guillemenot, der einen Distanzschuss direkt in den oberen Winkel von Cavlinas Tor setzte.
- Łubik lenkt einen Schuss von Koulouris an die Latte
- Cavlina blockt Youans Nahschuss
- Sanchez köpft eine Ertlthaler-Flanke zur Führung für Wisła
- Cavlina pariert Rodados Alleingang
- Guillemenot trifft aus der Distanz in den oberen Winkel
Chancen und taktische Aufstellung in der ersten Halbzeit
Wieczysta hatte unter dem neuen Cheftrainer Željko Kopić, der nach einer Niederlage gegen Cracovia fünf Änderungen in seiner Startaufstellung vornahm, in der Anfangsphase die klarste Chance. In der 12. Minute ermöglichte ein verunglückter Pass von Wisła-Mittelfeldspieler Kacper Duda Lisandro Semedo, über den rechten Flügel durchzubrechen und den Debütanten Efthymis Koulouris einzusetzen, dessen Schuss von Łubik an die Latte gelenkt wurde. Wisła-Trainer Mariusz Jop behielt dieselbe Startelf bei, die gegen Pogoń Szczecin gespielt hatte, und seine Mannschaft fand nach der halben Stunde ihren Rhythmus. Cavlina entschärfte einen flachen Schuss von Sanchez in der 31. Minute und blockte zwei Minuten später einen Nahschuss von Elie Youan. Wisła-Stürmer Angel Rodado vergab in der 78. Minute eine weitere klare Gelegenheit zur Führung, nachdem Cavlina einen Fehlpass geleistet hatte.
Tabelle und Heimform
Der Derbysieg brachte Wisła auf zehn Punkte aus sechs Spielen und den zweiten Platz in der Ekstraklasa-Tabelle hinter Spitzenreiter Legia Warszawa. Das Ergebnis setzte eine deutliche Formtrennung bei Jops Team fort, das zu Hause die maximale Punktzahl holte, während es auswärts kämpfte.
- Heim (3 Spiele)
- 9 Punkte
- Auswärts (3 Spiele)
- 1 Punkte
Wieczysta blieb mit drei Punkten aus fünf Spielen auf dem 17. Platz und liegt in der Abstiegszone nur vor Raków Częstochowa.
Neue Stadionverordnung und Sicherheit
Die Begegnung war das erste Spiel unter den strengen neuen Stadionsicherheitsregeln, die Wisła-Eigentümer Jarosław Królewski eingeführt hatte. Der Verein aktualisierte seine Stadionverordnung, um alle Banner, Kleidungsstücke und Symbole im Zusammenhang mit der Pseudofan-Gruppe Młoda Ferajna sowie PDW-Slogans zu verbieten, und drohte bei Verstößen mit Stadionverboten. Die Entscheidung folgte auf den Tod des Hutnik-Kraków-Fanführers Jakub C., der in der Nacht vom 20. auf den 21. August nach einer Prügelattacke im Krankenwagen starb. Das Samstagsspiel verlief ohne Sicherheitsvorfälle auf den Rängen. Journalist Jakub Białek von Weszło äußerte sich nach dem Schlusspfiff zur Atmosphäre.
Die Gemeinschaft von Wisła Kraków hat heute eine schwere Prüfung bestanden. Wir haben im Stadion keine PDW-Fahne, keinen Gruß für Mörder und keine kriminelle Symbolik gesehen. Möge dieser Trend anhalten. Und mögen andere Vereine ihm folgen. Unser Fußball ist zu schön für die Diktatur der Banditen.


