
Aufsteiger SV Elversberg besiegt Bayer Leverkusen mit 3:2 im Bundesliga-Debüt
Der Bundesliga-Neuling SV Elversberg hat am ersten Spieltag einen 3:2-Sieg gegen den Meister von 2024, Bayer Leverkusen, vor 9.307 Zuschauern im Saarland gefeiert.
Frühe Tore bringen Elversberg in Führung
Der SV Elversberg eröffnete seine erste Bundesliga-Saison mit einem 3:2-Sieg gegen den Meister von 2024, Bayer Leverkusen, im heimischen Stadion vor 9.307 Zuschauern. Lukas Petkov eröffnete in der 8. Minute den Torreigen, Cole Campbell verdoppelte die Führung in der 9. Minute, nachdem er einen Fehlpass von Leverkusens Kapitän Edmond Tapsoba abgefangen hatte. Laut dem Statistikdienstleister Opta hatte zuvor kein Debütant innerhalb der ersten neun Minuten zwei Tore in einer Bundesliga-Premiere erzielt.
David Mokwa Ntusu erzielte das dritte Tor für Elversberg in der 46. Minute, als er eine flache Hereingabe von der rechten Seite an Abwehrspieler Loïc Badé vorbei ins Tor schoss – weniger als 30 Sekunden nach Wiederbeginn.
- Lukas Petkov eröffnet den Torreigen für den SV Elversberg
- Cole Campbell verdoppelt die Führung nach einem Ballverlust von Edmond Tapsoba
- David Mokwa Ntusu erzielt das dritte Tor für Elversberg
- Patrik Schick erzielt das erste Leverkusener Tor per Hacke
- Christian Kofane erzielt das zweite Tor für Leverkusen
Leverkusens Reaktion und späte Aufholjagd
Leverkusen, das im Sommer 99 Millionen Euro für Neuzugänge ausgegeben hatte, kontrollierte in der ersten Halbzeit knapp 70 Prozent Ballbesitz, brachte aber vor der Pause keinen Schuss aufs Tor zustande. Patrik Schick traf in der 77. Minute per Hacke zum ersten Leverkusener Torschuss aufs Tor, und der eingewechselte Christian Kofane erzielte in der 91. Minute den zweiten Treffer zum Anschluss.
Leverkusens Torhüter Mark Flekken kritisierte nach der Niederlage die Einstellung und taktische Umsetzung seiner Mannschaft.
Da hat heute viel gefehlt. Es mangelte an mentaler Kapazität, an Energie und an Spielverständnis.
Leverkusens Trainer Carles Martínez gratulierte Elversberg, wies aber die Behauptung zurück, sein Team sei mental nicht auf den Aufsteiger vorbereitet gewesen.
Sie spielen sehr gut. Das hat mich nicht überrascht, wir haben es erwartet. Natürlich müssen wir daraus lernen, die Augen öffnen und viel, viel besser werden.
Infrastrukturelle Herausforderungen in Deutschlands kleinster Spielstätte
Elversberg zog als 59. Verein der Bundesliga-Geschichte in die höchste Spielklasse ein und vertritt die Gemeinde Spiesen-Elversberg mit 13.000 Einwohnern im Saarland. Der Verein hatte sich nach 64 Toren in 34 Spielen der 2. Bundesliga den Aufstieg gesichert und damit den besten Angriff der Liga gestellt, bevor er in der Vorbereitung französische Ligue-1-Teams wie Lorient und Strasbourg in Freundschaftsspielen besiegte.
Das heimische Stadion des Vereins befindet sich noch im Umbau, sodass die Mannschaften provisorische Container-Dörfer als Umkleidekabinen nutzen müssen, während sich die Geschäftsstelle und Trainingsplätze im benachbarten St. Ingbert befinden. Vereinspräsident Dominik und sein Vater leiten das Team gemeinsam mit ihrem Unternehmen, das einen Jahresumsatz von rund 350 Millionen Euro erwirtschaftet und als Stadion- und Trikotsponsor fungiert. Elversbergs Trainer Vincent Wagner hatte den Aufstieg des Vereins in die Bundesliga zuvor mit einer Reise zum Mars verglichen.
Ergebnisse des Bundesliga-Auftaktwochenendes
In den weiteren Samstagsspielen feierte RB Leipzig einen 3:0-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach beim Debüt von Trainer Martín Demichelis. Ridle Baku eröffnete den Torreigen, Antonio Nusa traf früh in der zweiten Halbzeit, und der eingewechselte Christopher Nkunku legte zwei Minuten nach seiner Einwechslung das Tor von Rocco Reitz auf.
Andernorts drehte der 1. FC Köln einen 0:2-Rückstand zum 3:2-Sieg gegen die TSG Hoffenheim, wobei der eingewechselte Thijs Dallinga zwei Tore erzielte und Said El Mala einen Alleingang beisteuerte. Union Berlin erholte sich von einem 1:3-Rückstand und erkämpfte ein 3:3-Unentschieden gegen Eintracht Frankfurt, wobei Tim Skarke in der 93. Minute ausglich, nachdem Younes Ebnoutalib für die Gäste einen Hattrick erzielt hatte. Mainz und der Aufsteiger SC Paderborn trennten sich 0:0, während Bayern München am Freitagabend Stuttgart mit 5:1 besiegte.

