
A'ja Wilson gewinnt als erste Spielerin zum fünften Mal die WNBA-MVP-Auszeichnung – Aces droht am Freitag das Aus
Wilson erhielt 65 von 74 Stimmen für den ersten Platz und ist damit die erste Spielerin, die drei WNBA-MVP-Auszeichnungen in Folge gewinnt. Ihre Las Vegas Aces liegen im Halbfinale (Best-of-Five) mit 0:2 gegen die Golden State Valkyries zurück und empfangen am Freitagabend Spiel 3.
Eine fünfte Auszeichnung mit Rekordwert
Die Forward der Las Vegas Aces, A'ja Wilson, wurde am Donnerstag zur wertvollsten Spielerin (MVP) der WNBA ernannt, wie die Liga bekannt gab. Es ist ihre insgesamt fünfte MVP-Auszeichnung und die dritte in Folge. Sie ist die erste Spielerin in der Ligageschichte, die diese Auszeichnung drei Jahre hintereinander gewinnt; zuvor hatte sie sie bereits 2020 und 2022 erhalten. Keine andere WNBA-Spielerin hat mehr als drei gewonnen, berichtet die New York Times. Wilson erhielt 65 von 74 Stimmen für den ersten Platz und 713 Punkte von einem nationalen Gremium aus Sportjournalisten und Rundfunkreportern.
Die 30-jährige Wilson war sehr emotional, als ihr die Auszeichnung auf dem Trainingsplatz der Aces mitgeteilt wurde. Später reflektierte sie auf einer Pressekonferenz darüber, wie weit sie gekommen ist.
Wenn man als junges Mädchen träumt, träumt man so groß und schreibt seine Ziele auf, und man kann sich einfach nicht vorstellen, dass man sie alle abhaken kann.
Die Abstimmung
Die Rookie-Point-Guard der Minnesota Lynx, Olivia Miles, belegte mit 442 Punkten und sechs Stimmen für den ersten Platz den zweiten Platz. Die Guard der Indiana Fever, Kelsey Mitchell, wurde mit 287 Punkten und zwei Stimmen für den ersten Platz Dritte. Caitlin Clark belegte mit 212 Punkten und einer Stimme für den ersten Platz den vierten Platz, gefolgt von der Forward der New York Liberty, Breanna Stewart, mit 171 Punkten.
- A'ja Wilson
- 713 Punkte
- Olivia Miles
- 442 Punkte
- Kelsey Mitchell
- 287 Punkte
- Caitlin Clark
- 212 Punkte
- Breanna Stewart
- 171 Punkte
Saisonzahlen
Wilson erzielte durchschnittlich 26,2 Punkte und führte die Liga damit zum dritten Mal in Folge in der Punktewertung an. Sie erzielte außerdem durchschnittlich 9,4 Rebounds, 3,2 Assists, 1,9 Blocks und 1,4 Steals in 41 Spielen. Die New York Times berichtete, dass sie die Liga bei Blocks (79) und der Player Efficiency Rating (32,4) anführte. Ihre Usage Rate von 32,9 war die höchste ihrer Profikarriere, und sie kämpfte sich durch eine Rückenverletzung, die sie dazu veranlasste, auf einen Platz im Team USA für die FIBA-Weltmeisterschaft zu verzichten, um sich auszuruhen und zu rehabilitieren.
Wilson erzielte in 33 Spielen mindestens 20 Punkte, die dritthöchste Serie einer Saison in der WNBA-Geschichte, hinter Mitchells 35 in dieser Saison und Wilsons eigenen 34 im Jahr 2024. Sie stellte zudem den WNBA-Rekord für eine Saison ein, den sie 2025 mit 13 Spielen mit mindestens 30 Punkten aufgestellt hatte. Aces-Trainerin Becky Hammon hat sie in der Nachsaison mit deutlichen Worten beschrieben.
Denn man kann eine wirklich talentierte und fähige Basketballspielerin sein und trotzdem nicht so viel gewinnen wie sie und nicht so individuell großartig werden wie sie.
Playoffs und der Vorfall in Indianapolis
Die Aces haben drei der letzten vier WNBA-Meisterschaften gewonnen und zum achten Mal in Folge das Halbfinale erreicht. Golden State führt in ihrer Best-of-Five-Serie mit 2:0, sodass das Spiel 3 am Freitagabend in Las Vegas für Las Vegas ein Ausscheidungsspiel ist. Die Valkyries werden von einem Team trainiert, zu dem die französische Kapitänin Gabby Williams gehört, die in dieser Saison zu ihren führenden Spielerinnen zählt.
Im Spiel 2 am Dienstag in Indianapolis kam es im vierten Viertel zu einer Konfrontation zwischen Wilson und einem Fan der Indiana Fever. Die Liga gab vor Spiel 3 bekannt, dass Wilson für die Interaktion nicht mit einer Geldstrafe belegt oder diszipliniert wird. Vor Spiel 2 hatte Wilson über ihr Jahr gesagt: „Es ist nicht einfach gewesen.“
Es ist nicht einfach gewesen. Ich wünschte, ich könnte jedes Detail teilen, aber manche Dinge behalte ich lieber für mich.
Wilson steht nun mit fünf MVP-Auszeichnungen allein unter den WNBA-Spielerinnen. Unter den NBA-Spielern haben nur Bill Russell, Kareem Abdul-Jabbar und Michael Jordan ebenso viele wie fünf gewonnen.


