Konflikte · Jelez
Ukraine trifft laut Berichten das Werk Energija in Jelez in Russland; Gouverneur meldet Opfer
Exilenova berichtet, Storm-Shadow-Marschflugkörper hätten das Werk Energija in Jelez in der Region Lipetsk getroffen, einen Betrieb, der Stromzellen für russische Waffen herstellt. Russische Behördenvertreter melden mindestens einen Toten; der ukrainische Generalstab und das russische Verteidigungsministerium haben sich bislang nicht geäußert.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von N-tv, Der Tagesspiegel, watson.ch/ und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Exilenova berichtete, Storm-Shadow-Marschflugkörper hätten das Werk Energija in Jelez getroffen und ein Produktionsgebäude beschädigt. Exilenova+ zählte mindestens zwei Einschläge auf zwei Gebäude; der ukrainische Generalstab und das russische Verteidigungsministerium hatten sich nicht geäußert.
Interfax meldete unter Berufung auf Gouverneur Igor Artamanow mindestens einen Toten und sechs Verletzte im Industriegebiet. Der von der DW zitierte Telegram-Beitrag des Gouverneurs nannte einen getöteten Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes und eine am Oberschenkel verletzte Sanitäterin.
Die DW zählt dies als sechsten Angriff auf Energija. In der ukrainischen Berichterstattung werden ein Angriff vom Mai 2025 mit neun verletzten Arbeitern und ein Angriff im Januar 2026 genannt.
- Mai 2025Angriff setzt eine Werkhalle in Brand; neun Arbeiter verletzt
- Januar 2026Ein weiterer Angriff auf die Anlage wird gemeldet
- 25.10.Angriff am Sonntagnachmittag, laut Berichten mit Storm-Shadow-Raketen
Der Angriff auf das Werk Energija
Ukrainische Kräfte haben am Nachmittag des Sonntags, 25. Oktober, laut Berichten das Werk Energija in Jelez in der Region Lipetsk angegriffen. Der Beobachtungsdienst Exilenova erklärte, Storm-Shadow-Marschflugkörper hätten das Werk getroffen und an einem Produktionsgebäude „umfangreiche Zerstörungen“ angerichtet. Exilenova+ zählte mindestens zwei Einschläge auf zwei Gebäude; ein Video zeigt eine Explosion an einem nicht identifizierbaren Ort. Eine Open-Source-Analyse von Astra, auf die sich die DW beruft, verortet das Werk im Industriegebiet von Jelez und gibt an, es stelle Stromzellen für russische Drohnen, Raketensysteme und andere Waffen her. Weder der ukrainische Generalstab noch das russische Verteidigungsministerium hatten sich zu dem Angriff geäußert.
Opferzahlen in den russischen Darstellungen
Interfax meldete unter Berufung auf Gouverneur Igor Artamanow mindestens einen Toten und sechs Verletzte nach dem Angriff auf das Industriegebiet von Jelez. Die staatliche Agentur Tass erwähnte lediglich Schäden an Autos und Gebäuden durch herabfallende Raketentrümmer. In einem von der DW zitierten Telegram-Beitrag beschrieb der Gouverneur einen getöteten Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes sowie eine Sanitäterin einer medizinischen Station, die am Oberschenkel verletzt und ins Krankenhaus gebracht worden sei. Die übrigen Beschäftigten seien an einen sicheren Ort gebracht worden; den Betrieb nannte er nicht und machte keine Angaben zum Ausmaß der Schäden. Die beiden Darstellungen nennen daher unterschiedliche Zahlen an Verletzten.
Wiederholte Angriffe und die Rolle des Werks
Die DW zählt dies als sechsten Angriff auf den Betrieb. In der ukrainischen Berichterstattung wird an einen Angriff vom Mai 2025 erinnert, bei dem eine Werkhalle in Brand geriet und neun Arbeiter verletzt wurden; ein weiterer Angriff auf die Anlage sei im Januar 2026 gemeldet worden. Die DW beschreibt Energija als größtes russisches Unternehmen, das auf chemische Stromquellen spezialisiert ist; es wurde 1941 gegründet und stellt Batterien für Drohnen, Stromaggregate für Flugabwehrraketensysteme sowie Batterien für Luftfahrt- und Marineausrüstung her. Deutschsprachige Berichte besagen, das Werk fertige Komponenten für Iskander-Raketen, ein russisches System, das Kurzstrecken-Ballistikraketen und Marschflugkörper abfeuert. Sanktionen bestehen seitens der Ukraine, der Vereinigten Staaten, der Europäischen Union, des Vereinigten Königreichs, Kanadas, der Schweiz, Japans und Australiens. Der ukrainische Militärgeheimdienst HUR, auf den sich die DW beruft, erklärt, das Werk liefere Stromkomponenten für mehrere russische Raketentypen.
Luftverteidigung und US-Warnungen
Russland greift seit mehr als viereinhalb Jahren ukrainische Ballungszentren mit Raketen und Marschflugkörpern an und nutzt dabei den Munitionsmangel der ukrainischen Luftverteidigung aus. Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte dem ukrainischen Sender TSN, US-Warnungen vor anfliegenden russischen ballistischen Raketenangriffen würden nach jüngsten Problemen wieder vollständig weitergegeben. Die Warnungen gelten als entscheidend für die ukrainische Luftverteidigung. Im selben Interview sagte Selenskyj, das Satelliteninternet Starshield von SpaceX funktioniere wieder, auch bei Geschwindigkeiten von bis zu 420 Kilometern pro Stunde, nachdem die Verbindung einige Tage zuvor eingeschränkt worden war.
Der Liveblog enthält zudem Schlagzeilen zu russischen Berichten über Angriffe auf Frachtschiffe und Logistikzentren sowie zu Elon Musk, der die Ukraine beschuldigt, gegen die Nutzungsbedingungen von Starlink zu verstoßen.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- N-tvAttacke mit Storm Shadow?: Ukraine greift offenbar russische Fabrik für Iskander-Raketen an
- Der TagesspiegelEin Toter und sechs Verletzte: Ukraine greift offenbar Fabrik für Iskander-Komponenten in Russland an
- watson.ch/"Umfangreiche Zerstörung": Ukraine greift grosse russische Raketenfabrik an
- newsORF.atBericht: Ukraine griff russische Raketenfabrik an
- Igor Artamanow
- Gouverneur der Region Lipetsk, der Opfer nach dem Angriff auf Jelez meldete
- Volodymyr Zelensky
- Präsident der Ukraine, der sagte, US-Warnungen vor Raketenangriffen würden wieder vollständig weitergegeben
- Elon Musk
- Tech-Unternehmer, der laut einer Liveblog-Schlagzeile die Ukraine beschuldigt, gegen die Nutzungsbedingungen von Starlink zu verstoßen
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