
Vier Artilleriegeschosse aus dem Zweiten Weltkrieg bei Straßenbauarbeiten in der Warschauer Innenstadt gefunden, 4.000 Menschen evakuiert
Ein Baggerfahrer stieß bei Straßenbauarbeiten an der Kreuzung Grzybowska und Żelazna im Warschauer Stadtteil Wola auf vier Artilleriegeschosse aus dem Zweiten Weltkrieg. Daraufhin evakuierten Kampfmittelräumer am Freitagmorgen rund 4.000 Menschen aus acht Gebäuden.
Entdeckung bei Straßenbauarbeiten
Am Donnerstag, dem 13. August, stieß ein Baggerfahrer gegen 15 Uhr bei Erdarbeiten an der Grzybowska 50 im Warschauer Stadtteil Wola auf vier Artilleriegeschosse, die vermutlich aus dem Zweiten Weltkrieg stammen. Die Polizei wurde verständigt, die Fundstelle abgesperrt und über Nacht gesichert. Am folgenden Morgen trafen gegen 10 Uhr Kampfmittelräumer ein und richteten eine Sicherheitszone mit einem Radius von 300 bis 400 Metern um den Fund ein. Ein Löschzug der Warschauer Berufsfeuerwehr wurde zur Sicherung der Arbeiten der Kampfmittelräumer eingesetzt.
- Artilleriegeschoss aus dem Zweiten Weltkrieg bei Gleisarbeiten an der Aleja Solidarności gefunden, Innenstadtverkehr für mehrere Stunden lahmgelegt
- Baggerfahrer stößt bei Erdarbeiten an der Grzybowska 50 auf vier Artilleriegeschosse aus dem Zweiten Weltkrieg
- Kampfmittelräumer treffen ein, richten 300–400 m Sicherheitszone ein und beginnen mit der Entschärfung
- Acht Gebäude evakuiert, rund 4.000 Menschen betroffen; Kreuzung Grzybowska/Żelazna gesperrt, Buslinien 106 und 157 umgeleitet
Evakuierung und Beeinträchtigungen
Die Sicherheitszone umfasste acht nahe gelegene Gebäude, aus denen rund 4.000 Menschen evakuiert wurden, darunter Bewohner eines Blocks in der Żelazna-Straße und Gäste eines nahe gelegenen Hotels. Eine Verkäuferin in einem der örtlichen Geschäfte schilderte dem TOK-FM-Reporter Szymon Kępka, wie die Evakuierung ablief.
Ein Polizist kam und sagte, es gebe eine dringende Evakuierung des gesamten Gebäudes, und forderte uns auf, uns 500 Meter weit zu entfernen.
Ein Büroangestellter in einem nahe gelegenen Gebäude berichtete, er habe eine E-Mail von seinem Vorgesetzten und ein internes Alarmsignal erhalten. Reporter Kępka beschrieb die Evakuierung als „reibungslos“; einige Menschen warteten in der Nähe, andere wechselten ins Homeoffice.
Auswirkungen auf Verkehr und Nahverkehr
Die Kreuzung Grzybowska und Żelazna wurde für die Dauer des Kampfmittelräumeinsatzes für den Verkehr gesperrt. Auch ein Teil der Żelazna wurde gesperrt, was zu Behinderungen für Autofahrer in der Nähe des Rondo ONZ führte, wo die Polizei den Verkehr regelte. Die städtischen Buslinien 106 und 157 wurden umgeleitet. Am Freitagnachmittag war noch nicht absehbar, wie lange der Einsatz dauern würde.
Muster von Kriegsfunden
Der Fund ist der zweite in Warschau innerhalb von zwei Wochen. Am Dienstag, dem 4. August, wurde bei Gleisarbeiten an der Aleja Solidarności ein Artilleriegeschoss aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden, das den Innenstadtverkehr für mehrere Stunden lahmlegte. Die Zeitung Super Express zitierte Schätzungen von Historikern, wonach allein am 25. September 1939 630 Tonnen deutscher Brand- und Sprengbomben auf die Stadt fielen – ein Beleg für das Ausmaß der Zerstörung, das noch mehr als achtzig Jahre später vergrabene Kampfmittel zutage fördert.
Offizielle Stellungnahmen
Bartłomiej Śniadała, Unterkommissar der Warschauer Polizei, gab mehreren Medien, darunter Warszawa Nasze Miasto und Interia, Einzelheiten bekannt.
Bei Erdarbeiten in der Grzybowska-Straße stieß ein Baggerfahrer auf vier Artilleriegeschosse, vermutlich aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Der Bereich wurde von Polizeibeamten abgesperrt und gesichert. Für die Dauer des Einsatzes wurde eine Sicherheitszone von 300 bis 400 Metern eingerichtet. Dies führt zur Evakuierung von etwa 4.000 Menschen aus 8 Gebäuden.
Ein Vertreter der Warschauer Polizei erklärte gegenüber Radio ZET, man habe beschlossen, eine mehrere hundert Meter große Sicherheitszone einzurichten. Die Pressestelle der Warschauer Berufsfeuerwehr bestätigte, dass ein Löschzug vor Ort sei, um die Arbeiten der Kampfmittelräumer zu sichern.


