
Katarzyna Wasick gewinnt Europagold über 50 m Freistil und stellt polnischen Rekord in Paris auf
Katarzyna Wasick gewann am 15. August Polens erstes Gold bei den Europäischen Schwimmmeisterschaften in Paris, als sie im Finale über 50 m Freistil in 23,84 Sekunden als Erste anschlug – ein neuer nationaler Rekord. Die 34-Jährige setzte sich mit zwei Hundertstelsekunden gegen Olympiasiegerin Sarah Sjoestroem durch.
Gold in Paris
Katarzyna Wasick gewann am Samstag, den 15. August, das Finale über 50 m Freistil bei den Europäischen Schwimmmeisterschaften in Paris und schlug in 23,84 Sekunden an. Die Zeit bedeutete einen neuen polnischen Landesrekord, eine Verbesserung ihrer eigenen bisherigen Bestmarke um 0,11 Sekunden. Die 34-Jährige, die in den Vereinigten Staaten trainiert und die älteste Schwimmerin im Feld war, erreichte das Finale nach 24,08 Sekunden im Halbfinale, der drittschnellsten Zeit ihrer Karriere. Im Finale schwamm sie schneller und ließ die Favoritin vor dem Rennen hinter sich.
Die Schwedin Sarah Sjoestroem, die amtierende Olympiasiegerin über diese Distanz, wurde Zweite in 23,86 Sekunden, nur zwei Hundertstel hinter Wasick. Italiens Sara Curtis sicherte sich Bronze in 23,99 Sekunden. Fernsehkameras hielten Wasicks Unglauben fest, als sie die Anzeigetafel sah, und sie rief „O Boże!“ aus, nachdem ihr klar wurde, was sie erreicht hatte.
- Justina Kozan gewinnt Bronze über 400 m Lagen, Polens erste Medaille der Meisterschaften.
- Katarzyna Wasick qualifiziert sich mit einer Halbfinalzeit von 24,08 s für das Finale über 50 m Freistil.
- Wasick gewinnt Gold in 23,84 s, ein neuer polnischer Rekord, und schlägt Sarah Sjoestroem um 0,02 s.
- Der Schwimmwettbewerb der Europameisterschaften geht weiter, insgesamt 43 Medaillensätze.
Karriere-Meilenstein
Das Gold ist Wasicks erster individueller Europameistertitel auf der Langbahn (50-Meter-Becken). Zuvor gewann sie in derselben Disziplin 2020 und 2022 Silber. Ihre früheren Europagolde holte sie auf der Kurzbahn: Im vergangenen Jahr triumphierte sie über 50 m Freistil in Lublin, und 2019 war sie Teil der siegreichen polnischen 4x50-m-Lagenstaffel in Glasgow. Sie besitzt auch Silber- und Bronzemedaillen von Weltmeisterschaften. Bei diesen Meisterschaften in Paris war Wasick zuvor im Schmetterlingswettbewerb angetreten, den sie als Aufwärmen vor dem 50-m-Freistil betrachtete, der sich als ihre Hauptdisziplin erwies.
Polens Medaillenbilanz
Wasicks Gold ist Polens zweite Medaille bei den Meisterschaften in Paris. Am Mittwoch, den 12. August, holte Justina Kozan Bronze über 400 m Lagen. Polens Bilanz von einem Gold und einem Bronze bringt das Team auf Platz 13 im Medaillenspiegel. Großbritannien führt mit 6 Gold-, 2 Silber- und 4 Bronzemedaillen, gefolgt von Italien mit 5-4-6 und neutralen Athleten mit 4-4-6. Der Schwimmwettbewerb der Meisterschaften läuft bis Sonntag, insgesamt werden 43 Medaillensätze vergeben. Bereits zuvor hatten in der französischen Hauptstadt die Wettbewerbe im Synchronschwimmen, Kunstspringen und Freiwasserschwimmen stattgefunden.
- Großbritannien
- 6 Gold
- Italien
- 5 Gold
- Neutrale Athleten
- 4 Gold
- Frankreich
- 4 Gold
- Ungarn
- 3 Gold
- Niederlande
- 2 Gold
- Deutschland
- 2 Gold
- Irland
- 2 Gold
- Tschechien
- 2 Gold
- Rumänien
- 2 Gold
- Polen
- 1 Gold
Preisgeld
Die Meisterschaften arbeiten mit einer festen Preisgeldstruktur. Wasick erhielt 2.000 Euro (etwa 8.615 Złoty) für ihre Goldmedaille. Sjoestroem bekam 1.500 Euro (6.461 Złoty) für Silber und Curtis 1.000 Euro (4.307 Złoty) für Bronze. Ein Weltrekord wäre 10.000 Euro wert gewesen, ein Europarekord 5.000 Euro. Wasicks Zeit von 23,84 Sekunden, obwohl ein polnischer Rekord, erreichte keinen dieser Schwellenwerte.


