
Präsident Nawrocki verleiht der 18. Territorialverteidigungsbrigade Warschau die Fahne und lobt die Rolle der Frauen im Militär
Bei einer Zeremonie auf dem Schlossplatz in Warschau überreichte Präsident Karol Nawrocki der 18. Hauptstadt-Territorialverteidigungsbrigade die militärische Fahne, während Vize-Verteidigungsministerin Magdalena Sobkowiak-Czarnecka hervorhob, dass mittlerweile jeder fünfte WOT-Soldat eine Frau ist.
Zeremonie auf dem Schlossplatz
Präsident Karol Nawrocki überreichte am Montag, 3. August, auf dem Schlossplatz in Warschau in seiner Eigenschaft als Oberbefehlshaber der Streitkräfte der 18. Hauptstadt-Territorialverteidigungsbrigade die militärische Fahne. Die Brigade, benannt nach Brigadegeneral Antoni Chruściel „Monter“ (Kommandeur des Warschauer Distrikts der Heimatarmee während des Warschauer Aufstands), ist die jüngste Einheit in den masowischen Strukturen der Territorialverteidigungskräfte. Der Beschluss zu ihrer Aufstellung wurde im Juni 2022 als direkte Reaktion auf die Notwendigkeit einer spezialisierten Formation gefasst, die ausschließlich der Verteidigung und Unterstützung der Warschauer Agglomeration dient. Die Paten der Fahne waren Maria Kołodziej aus der Familie von General Chruściel und Oberstleutnant Jakub Nowakowski, Deckname „Tomek“, ein Veteran der Heimatarmee und Teilnehmer am Warschauer Aufstand.
Die Fahne als Symbol der Reife
Vize-Verteidigungsministerin Magdalena Sobkowiak-Czarnecka verglich den Moment mit einem Meilenstein der Volljährigkeit. Sie stellte fest, dass der Erhalt der Fahne die vollständige Erwachsenheit der Brigade innerhalb der Streitkräfte markiere.
Wenn man diesen heutigen Tag in die Sprache der Zivilisten übersetzen würde, dann feiert die 18. Brigade heute eigentlich ihre „Volljährigkeit“, denn der Moment, in dem ihr eure Fahne habt, ist der Moment eurer vollen Erwachsenheit.
Die Fahne trägt vier Symbole: das Wappen Warschaus, das Symbol des Kämpfenden Polens, das Erinnerungsabzeichen der Brigade und ein Symbol, das auf Unserer Lieben Frau von der Gnade, der Schutzpatronin der Hauptstadt, verweist.
Frauen in den Territorialverteidigungskräften
Sobkowiak-Czarnecka betonte die wachsende Rolle der Frauen in den Territorialverteidigungskräften und erklärte, dass mittlerweile jeder fünfte Soldat in dieser Formation eine Frau sei. Sie sagte ihre persönliche Unterstützung für Frauen im Militärdienst zu.
Bereits jeder fünfte Soldat in dieser Formation ist eine Frau. Ich zolle Ihrem Mut volle Anerkennung, dass Sie bereit sind, Schulter an Schulter zu kämpfen und wenn nötig Ihr Leben zu geben.
Sie fügte hinzu, dass alle Soldaten ihre Unterstützung hätten, Frauen aber einen besonderen Platz einnähmen. Die Vize-Ministerin sprach auch die Beschaffung von Ausrüstung an und erklärte, die Regierung habe über den SAFE-Mechanismus Finanzmittel gesichert, die Tausende von Helmen, Westen und Drohnen geliefert hätten, und sie konsultiere bei Kaufentscheidungen stets die Soldaten.
Rede des Präsidenten und politische Kritik
Präsident Nawrocki dankte den Soldaten für ihren täglichen Dienst und ihre Opferbereitschaft und beschrieb sie als „immer nah und immer bereit“. Er führte ihr Engagement bei Überschwemmungen in Niederschlesien und einem Brand im Kreis Wołomin als Beispiele an. Er wies auch auf die besondere Einsatzbereitschaft der Einheit in dicht bebautem, urbanem Gelände in Warschau hin.
Ihr seid immer nah und immer bereit. Wenn es in Niederschlesien eine Überschwemmung gibt, seid ihr da und dient dem Nächsten. Wenn es im Kreis Wołomin brennt, sind die Territorialsoldaten da.
Nawrocki nutzte die Gelegenheit, um politische Gegner zu kritisieren, die sich nach 2015 und der Ernennung von General Kukuła im Januar 2017 gegen die Schaffung der Territorialverteidigungskräfte ausgesprochen hätten. Er argumentierte, diese Gegner hätten aus parteipolitischen Erwägungen oder unter Medieneinfluss gehandelt. Der Präsident erklärte, die Polen stellten nicht mehr in Frage, ob die Territorialverteidigungskräfte nötig seien, und die 18. Hauptstadt-Brigade sei der Beweis für den Wert, das Staatsinteresse über Partei- oder Medieninteressen zu stellen. Er verband das Militär auch mit dem religiösen Glauben und erklärte, ein Angriff auf Gott und die katholische Kirche sei ein Angriff auf die polnischen Streitkräfte.
Gott, Ehre und Vaterland. Ja, dort ist Gott und hier sind die Exzellenzen bei uns. Und der Kampf gegen Gott und die katholische Kirche ist ein Kampf gegen die polnische Armee, denn polnische Soldaten haben sich immer und versammeln sich auch heute um diese Heiligkeit.
Antwort der Vize-Ministerin
Sobkowiak-Czarnecka, die bei der Zeremonie anwesend war, räumte die früheren politischen Meinungsverschiedenheiten über die Bildung der Territorialverteidigungskräfte ein, verlagerte den Fokus jedoch auf die Gegenwart. Sie argumentierte, die wahre Kunst liege nicht nur in der Schaffung der WOT, sondern darin, alles Mögliche zu tun, um ihr bestmögliches Funktionieren zu gewährleisten.
- General Kukuła wird zum ersten Kommandeur der Territorialverteidigungskräfte ernannt.
- Entscheidung zur Aufstellung der 18. Hauptstadt-Territorialverteidigungsbrigade für Warschau getroffen.
- Präsident Nawrocki überreicht der Brigade auf dem Schlossplatz die militärische Fahne.

