KI-generiert·Mehr erfahren
© Do Rzeczy
Verkehr·vor 3 Std.

Fußgängerunterführung in Warschau nach Unwetter überflutet: Wasser knöchelhoch, Unwetterwarnung für Masowien

Heftige nächtliche Regenfälle haben am 11. Juni eine Fußgängerunterführung am Bahnhof Warszawa Zachodnia überflutet und zwangen Pendler, durch knöchelhohes Wasser zu waten. Der Wetterdienst gab Unwetterwarnungen der Stufe 1 für Masowien heraus.

Überschwemmung am Bahnhof Warszawa Zachodnia

Am Donnerstagmorgen, dem 11. Juni 2026, verwandelten nächtliche Starkregen eine Fußgängerunterführung unter der Allee Jerozolimskie in einen überfluteten Korridor. Der Tunnel, der den Warschauer Westbahnhof mit dem Park Pięciu Sióstr verbindet, war nach auf sozialen Medien geteilten Videos knöchelhoch mit Wasser gefüllt. Ein Pendler, der die Passage mit dem Fahrrad bewältigte, beschrieb das chaotische Szenario: Er hörte, wie Leute einander zuriefen: „Geh da nicht hin, da kommt man nicht durch!“ und verglich die Atmosphäre mit einem Zombie-Invasionsfilm. Die städtische Straßenverwaltung (Zarząd Dróg Miejskich) ist für die Unterführung zuständig und wurde um eine Stellungnahme gebeten.

Regenfälle verursachen lokale Überschwemmungen. So sah der Westbahnhof heute Morgen aus.

Sieć Obserwatorów Burz

Warnungen und regionale Auswirkungen

Das Institut für Meteorologie und Wasserwirtschaft (IMGW) hatte eine Warnung der Stufe 1 für Masowien und mehrere andere Woiwodschaften herausgegeben und mäßigen bis starken Regen, Gewitter und Windböen bis zu 60 km/h vorhergesagt. Die prognostizierten 24-Stunden-Niederschlagsmengen lagen zwischen 20 und 30 Litern pro Quadratmeter, mit örtlichen Spitzenwerten von 45 l/m². Die Warnungen galten bis 13 Uhr am Donnerstag. Außerhalb des Bahnhofsbereichs kam es auch auf der Płochcińska-Straße im Warschauer Stadtteil Białołęka zu Überschwemmungen, wo stehendes Wasser Autofahrer dazu zwang, langsamer zu fahren und Ausweichrouten zu suchen. Auch Straßenbahngleise im Stadtzentrum waren überflutet, was den morgendlichen Berufsverkehr zusätzlich erschwerte.

Eine wiederkehrende Herausforderung für die Hauptstadt

Die Überschwemmung vom Juni 2026 erinnert an schwere Unwetter in jüngster Zeit. Im Sommer 2024 setzten heftige Gewitter Straßen in ganz Warschau unter Wasser, führten zur vorübergehenden Sperrung von Abschnitten der Schnellstraße S8 und lösten rund 800 Feuerwehreinsätze aus. Bürgermeister Rafał Trzaskowski forderte die Bürger damals auf, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen und überschwemmte Gebiete zu meiden. Im Januar 2026 verursachten Eisregen und Schneefälle ähnliche Beeinträchtigungen und verzögerten Busse, Straßenbahnen und Züge. Die Überschwemmung vom Donnerstag hat erneut die Anfälligkeit der Stadt für Starkregen und die Belastung ihrer Entwässerungsinfrastruktur deutlich gemacht.

Warschau

6 Quellen

Pollar Weekly abonnieren

Die Woche in Nachrichten, jeden Freitag. Kostenlos.

Kostenlos. Kein Tracking, keine Werbung. Jederzeit abbestellbar.

Mehr aus Gesellschaft & Wissenschaft