
Warner Bros. verklagt Amazon wegen Abwerbung von HBO-Max-Managerin Pia Barlow – „Gesetzloser Einkaufsbummel bei Angestellten“
Die am Dienstag eingereichte Klage wirft Amazon vor, Pia Barlow zum Bruch ihres bis Oktober 2027 laufenden Arbeitsvertrags verleitet zu haben, indem das Unternehmen ihr ein höheres Gehaltspaket und rechtliche Unterstützung anbot.
Klage eingereicht
Warner Bros. Discovery hat am Dienstag, den 21. Juli, eine Klage gegen Amazon eingereicht, in einem Streit um die Abwerbung von Mitarbeitern. Die in Kalifornien eingereichte Klage wirft vorsätzliche Einmischung in Vertragsbeziehungen, Vertragsbruch, vorsätzliche Einmischung in voraussichtliche wirtschaftliche Vorteile und unlauteren Wettbewerb vor. In der Beschwerde heißt es, Amazon habe sich auf einen „gesetzlosen Einkaufsbummel bei Angestellten“ eingelassen.
Amazon hat sich dafür entschieden, sich auf den Erfolgen anderer etablierter Hollywood-Größen auszuruhen.
Pia Barlows Weggang
Der Fall dreht sich um Pia Barlow, die ehemalige Executive Vice President für Originals-Marketing bei HBO Max. Barlow wurde am Freitag, den 24. Juli, als neue Leiterin des Marketings für Originalserien bei Amazon MGM Studios bekannt gegeben. Die Klage behauptet, dass Barlow einen befristeten Arbeitsvertrag hatte, der erst am 31. Oktober 2027 auslief.
Obwohl Amazon von Barlows laufender vertraglicher Bindung an WMS wusste, deren Begünstigter WBD ist, hat Amazon Barlow dreist und vorsätzlich dazu verleitet, den Arbeitsvertrag zu brechen, indem sie ihre Sachen packte und mehr als 16 Monate vor Ablauf des Vertrags zu Amazon wechselte.
Warner Bros. behauptet, dass Amazon Barlow ein höheres Gehaltspaket anbot und rechtliche Unterstützung versprach, falls das Studio wegen Vertragsbruchs rechtliche Schritte einleiten sollte. Barlow soll ihre neue Rolle am 3. August antreten.
Weitergehende Abwerbungsvorwürfe
Die Klage geht über Barlow hinaus und behauptet, dass Amazon auch andere Warner-Bros.-Mitarbeiter ins Visier genommen habe. Laut der Beschwerde versuchte Amazon einige Wochen vor dem Wechsel von Barlow, einen weiteren WBD-Manager zum Bruch eines Vertrags zu verleiten, der bis Dezember 2027 läuft. Dieser Versuch sei gescheitert, so die Klage. Unabhängig davon berichtete Deadline, dass Francesca Orsi, HBOs Leiterin für Dramaserien und Filme, zu den weiteren Zielen von Amazon gehören soll. Warner erklärt, dass „Barlow nicht die erste (und offenbar auch nicht die letzte) WBD-Mitarbeiterin ist, die Amazon ins Visier genommen hat oder in Zukunft ins Visier nehmen wird.“
Branchenkonflikte um befristete Verträge
Befristete Arbeitsverträge, die Führungskräfte für einen festgelegten Zeitraum binden, sind in Hollywood üblich, in der Technologiebranche jedoch weniger verbreitet. Der Zusammenstoß hat bereits zu rechtlichen Auseinandersetzungen geführt. YouTube einigte sich mit Disney nach der Einstellung des erfahrenen Managers Justin Connolly, und 20th Century Fox gewann einen Prozess gegen Netflix wegen der Abwerbung von zwei Führungskräften. Warner Bros. Discovery fordert nun Schadensersatz, Strafschadensersatz und eine einstweilige Verfügung, um weitere Abwerbungen zu unterbinden.
- Warner Bros. Discovery reicht Klage gegen Amazon ein.
- Amazon gibt Pia Barlow als neue Leiterin des Marketings für Originalserien bekannt.
- Barlows Starttermin bei Amazon MGM Studios.
- Ursprüngliches Vertragsende von Barlow bei Warner.


