Polnischer Wanderer tot auf dem Gipfel Široká veža in der Hohen Tatra nach nächtlicher Suche aufgefunden
Ein 27-jähriger polnischer Wanderer wurde am 7. September nach einer ausgedehnten Suche durch Bergrettungsteams und eine Hubschrauberbesatzung tot an der Nordwand der Široká veža in der slowakischen Hohen Tatra aufgefunden.
Geplante Route und Verschwinden
Ein 27-jähriger polnischer Tourist starb am 6. September 2026 bei einer Solo-Bergwanderung im slowakischen Teil der Hohen Tatra. Der Wanderer verließ im Morgengrauen des Sonntags sein Zuhause und brach gegen 07:00 Uhr allein vom Grenzparkplatz an der Łysa Polana auf. Nach Route-Plänen, die er den Rettungsdiensten mitgeteilt hatte, beabsichtigte er, eine anspruchsvolle alpine Runde über das Grenzgebirge zu absolvieren. Sein geplanter Weg führte durch das Dolina Białej Wody hinauf, über die hohen Gebirgspässe Rohatka (Prielom) und Lodowa Przełęcz (Sedielko), bevor er durch das Dolina Jaworowa zurück zu seinem geparkten Fahrzeug an der Łysa Polana absteigen sollte. Die Telefonverbindung zu dem Mann brach am Sonntagnachmittag vollständig ab. Als er bis zum späten Abend nicht nach Hause zurückkehrte, meldeten seine Freundin und seine Familie sein Verschwinden der Polizei in Krakau, der Tatraer Freiwilligen Such- und Rettungsorganisation (TOPR) in Zakopane und dem Slowakischen Bergrettungsdienst (Horská záchranná služba, HZS). Dringende Suchaufrufe wurden auch in sozialen Medien und auf regionalen Bergsteigerportalen verbreitet.
Grenzüberschreitende Notfallmobilmachung
Die slowakischen Bergrettungskoordinatoren erhielten die erste Vermisstenmeldung kurz nach Mitternacht am 7. September. Die polnischen und slowakischen Rettungsbehörden organisierten sofort eine gemeinsame Aktion, um die Bewegungen des Wanderers entlang des Grenzgebiets nachzuverfolgen. Feldeinheiten fanden schnell das am Parkplatz Łysa Polana zurückgelassene Fahrzeug des Touristen, aber Anrufe auf seinem Mobilgerät blieben unbeantwortet. Zur Festlegung des Suchradius half die Zentrale der slowakischen Polizei den Rettungsteams, Standortdaten aus Mobilfunkzellverbindungen zu beschaffen. Rettungskräfte von der Station Starý Smokovec wurden in der Nacht mobilisiert, unterstützt von Hundeführern mit spezialisierten Suchhunden und Drohnenpiloten des Lawinenpräventionszentrums. Teams führten die ganze Nacht über Bodensuchen durch das zerklüftete Gelände des Dolina Jaworowa und Dolina Białej Wody durch, wobei bei Tagesanbruch zusätzliche Rettungsabteilungen anderer regionaler HZS-Stationen zu der Aktion stießen.
- Ein 27-jähriger polnischer Wanderer bricht allein vom Parkplatz an der Łysa Polana auf.
- Die slowakische Bergrettung erhält eine Vermisstenmeldung und findet das geparkte Auto des Wanderers.
- Bodenretter, Suchhunde und Drohnenteams durchkämmen das Dolina Jaworowa und das Dolina Białej Wody.
- Eine Besatzung eines Hubschraubers des slowakischen Innenministeriums entdeckt die Leiche des Wanderers an der Nordwand der Široká veža.
Luftgestützte Suche und Bergung an der Široká veža
Der Rettungseinsatz weitete sich mit dem Eintreffen von Luftfahrzeugen des slowakischen Innenministeriums erheblich aus. Ein Hubschrauber des Ministeriums flog Rettungsteams in die abgelegenen Hochgebirgstäler, um Luftaufklärung entlang steiler Felswände und felsiger Schluchten durchzuführen. Am Montagabend, dem 7. September, entdeckte die Flugbesatzung den vermissten 27-Jährigen an der Nordwand des Gipfels, der auf Slowakisch als Široká veža (auf Polnisch als Mały Lodowy Szczyt oder Szeroka Turnia bezeichnet) bekannt ist. Retter ließen sich aus dem Luftfahrzeug herab, um die Position zu inspizieren, wo sie bestätigten, dass der gestürzte Wanderer tot war und keine Lebenszeichen zeigte.
Die vermisste Person wurde aus der Luft an der Nordwand des Gipfels Široká veža geortet; leider zeigte sie keine Lebenszeichen.
Übergabe an die Behörden und offizielle Reaktion
Rettungsspezialisten sicherten die Leiche des Touristen und evakuierten den Ort mit dem Hubschrauber, wobei die Überreste von der Nordwand ins Tal zu einem Einsatzstützpunkt transportiert wurden. Die Bergretter übergaben den Verstorbenen formell an slowakische Polizeiermittler und einen Rechtsmediziner für die erforderlichen Identifikations- und Obduktionsverfahren. Die Bergung beendete eine intensive grenzüberschreitende Suche, die sich über zwei Bergtäler erstreckte und Bodensucher, Hundestaffeln, Luftdrohnen und staatliches Luftfahrtpersonal umfasste. Nach dem Einsatz gab der Bergrettungsdienst eine offizielle Erklärung ab, in der der tödliche Ausgang bestätigt wurde.
Der Bergrettungsdienst spricht der Familie und den Angehörigen des Verstorbenen sein aufrichtiges Beileid aus.


