Hitzewelle treibt Waldbrandgefahr in Ostdeutschland auf höchste Stufe, Luftpatrouillen in Bayern angeordnet
Der Deutsche Wetterdienst warnt vor hoher bis sehr hoher Waldbrandgefahr in Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, mit Temperaturen bis zu 38°C am Donnerstag und Luftbeobachtungsflügen in Bayern.
Gefahrenstufen steigen
Die Waldbrandgefahr steigt in Ost- und Süddeutschland stark an, da eine neue Hitzewelle trockene Bedingungen und Temperaturen bis zu 38°C bringt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat Warnungen für mehrere Bundesländer herausgegeben, wobei die höchste Gefahrenstufe an mehreren Messstationen erreicht wird. In Bayern zeigen mehr als zehn Stationen für Donnerstag die höchste Gefahrenstufe, was die Behörden in Niederbayern und der Oberpfalz veranlasst, Luftbeobachtungsflüge anzuordnen.
In Thüringen wird die Station Bad Lobenstein im Saale-Orla-Kreis voraussichtlich am Donnerstag die höchste Waldbrandgefahrenstufe erreichen. Landesweit bleiben nur vier von 28 Stationen auf Stufe drei, der Rest auf Stufe vier. Sachsen-Anhalt steht vor einer ähnlichen Eskalation: Am Mittwoch erreichte etwa ein Drittel der Stationen die zweithöchste Stufe, aber bis Donnerstag bleiben nur sechs von 23 Stationen auf Stufe drei, der Rest steigt auf Stufe vier.
Luftüberwachung in Bayern
Die bayerischen Behörden ergreifen vorbeugende Maßnahmen. Die Regierung von Niederbayern hat von Mittwoch bis Freitag Luftbeobachtungsflüge angeordnet, während die Oberpfalz die Flüge bis Montag fortsetzt. Die DWD-Daten zeigen für Mittwoch, Freitag und Samstag eine mittlere bis hohe Waldbrandgefahr im Freistaat, wobei Donnerstag den Höhepunkt der Gefahr darstellt.
Sachsen und Sachsen-Anhalt unter Druck
In Sachsen erreichten am Mittwoch drei Wetterstationen im Norden des Landes die zweithöchste Gefahrenstufe. Bis Donnerstag werden voraussichtlich mehr als die Hälfte der 27 Stationen des Landes Stufe vier erreichen, der Rest Stufe drei. Die Stationen Klitzschen bei Torgau, Leipzig/Halle Flughafen und Oschatz gehören zu den erhöht gefährdeten. Sachsen-Anhalt wird am Donnerstag eine nahezu flächendeckende Stufe-vier-Gefahr erleben, nur eine Handvoll Stationen bleiben auf Stufe drei.
Temperaturen und Trockenperiode
Der DWD sagt für Mittwoch und Donnerstag trockene Bedingungen in den betroffenen Regionen voraus. Die Temperaturen am Mittwoch werden in Sachsen und Sachsen-Anhalt 33°C und in Thüringen 34°C erreichen. Am Donnerstag verschärft sich die Lage weiter, mit bis zu 38°C in Sachsen und Sachsen-Anhalt und bis zu 37°C in Thüringen. Der DWD beschreibt die Situation als zunehmende Hitzebelastung.
- Mittwoch: Gefahrenstufe vier an einem Drittel der Stationen in Sachsen-Anhalt und der Hälfte der Stationen in Thüringen erreicht; Bayern ordnet Luftbeobachtungsflüge an.
- Donnerstag: Höhepunkt der Gefahr – höchste Stufe an über 10 bayerischen Stationen und Bad Lobenstein (Thüringen); Stufe vier in der Mehrheit von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen; Temperaturen bis zu 38°C.
- Freitag: Mittlere bis hohe Gefahr in Bayern hält an; Luftbeobachtungsflüge in Niederbayern fortgesetzt.
- Samstag: Mittlere bis hohe Gefahr in Bayern hält an; Flüge in der Oberpfalz bis Montag verlängert.
Regionale Reaktion
Bislang wurden am Mittwochmorgen keine größeren Brände gemeldet, aber die Kombination aus anhaltender Trockenheit und extremer Hitze hat die Einsatzkräfte in Alarmbereitschaft versetzt. Der vom DWD berechnete Waldbrandgefahrenindex verwendet eine fünfstufige Skala. Stufe fünf, die höchste, bedeutet ein sehr hohes Risiko, bei dem bereits kleine Zündquellen schnell um sich greifende Brände auslösen können. Der Einsatz von Luftbeobachtern in Bayern folgt einem Standardprotokoll, um Brände in abgelegenen Waldgebieten frühzeitig zu erkennen, bevor Bodentruppen sie erreichen können.


