
Waldbrand verbrennt 100 Hektar in den Ardennen, mehrere hundert weitere nahe der belgischen Grenze bedroht
Ein Waldbrand in Monthermé, in den französischen Ardennen nahe der belgischen Grenze, hat seit Samstagmorgen etwa 100 Hektar verbrannt. Mehrere hundert weitere Hektar sind aufgrund des steilen Geländes und fehlender lokaler Wasserquellen bedroht.
Brandausbruch nahe der belgischen Grenze
Am Morgen des Samstags, 15. August 2026, brach in Monthermé im französischen Département Ardennen nahe der belgischen Grenze ein Waldbrand aus. Die Feuerwehr des Départements Ardennen ist seit dem späten Vormittag im Einsatz. Am Nachmittag waren etwa 10 Hektar verbrannt, die Präfektur bezeichnete „mehrere hundert“ weitere Hektar als „bedroht“. Die Feuerwehr der Ardennen meldete am frühen Nachmittag, sie sei „mit zahlreichen Mitteln und Personal“ im Einsatz, es dringe „erheblicher Rauch aus dem Gebiet“ auf, der eine „bis nach Charleville-Mézières sichtbare Rauchfahne“ bilde.
Schwieriges Gelände erschwert die Bekämpfung
Die Präfektur beschrieb die Lage als „ungünstig“ und später als „äußerst ungünstig“ und verwies auf eine „sehr steile ansteigende Hanglage“. Das Gebiet sei zudem ein „Sektor ohne Wasser“, sodass die Löschfahrzeuge durch Wasserpumpen aus der Maas an einem Hafen der Gemeinde versorgt werden müssen, der mehr als 10 Kilometer vom Waldmassiv entfernt liegt, in dem der Brand ausbrach. Um 18:30 Uhr erklärte die Feuerwehr, der Brand breite sich ungehindert aus und entwickle sich weiter.
Der Brand breitet sich ungehindert aus und entwickelt sich weiter.
Die Kombination aus steilem Gelände und fehlender lokaler Wasserquelle erschwert die Bodeneinsätze; die Fahrzeuge sind auf eine entfernte Pumpstation am Fluss angewiesen.
Verstärkung und Luftunterstützung
Ein Flugzeug vom Typ Dash Milan wurde ab 16:30 Uhr mobilisiert, zunächst zur visuellen Aufklärung zur Unterstützung der Bodentruppen. Später führte es Abwürfe von Brandverzögerern durch: zwei Abwürfe um 16:30 und 18:00 Uhr nach Angaben der Präfektur, insgesamt vier Abwürfe bis zum Abend laut einer späteren Mitteilung nach 20:00 Uhr. Feuerwehrkräfte aus den Départements Meuse und Marne trafen als Verstärkung ein, weitere Einsatzkräfte aus Aisne, Somme und Nord wurden gegen 21:30 Uhr erwartet. Ein Hubschrauber der Gendarmerie aus Metz sollte am frühen Abend eintreffen. Die nationale Gendarmerie sichert die Zugänge und die Arbeit der Feuerwehrleute, die auch von örtlichen Landwirten unterstützt werden. Die Festhalle von Monthermé wurde für die Erholung der Feuerwehrleute zur Verfügung gestellt.
Steigende Schäden im Laufe des Abends
Die verbrannte Fläche nahm im Laufe des Nachmittags und Abends rapide zu. Von etwa 10 Hektar am Nachmittag stieg die Schadensbilanz bis 18:30 Uhr auf 25 Hektar und am Abend auf etwa 100 Hektar, so eine nach 20:00 Uhr veröffentlichte Mitteilung der Präfektur. Die Feuerwehr war am frühen Abend an drei Fronten im Einsatz, nachdem sie am Nachmittag noch an zwei Fronten tätig gewesen war, von denen eine an einen Weiler angrenzte. Ein Teil der Départementsstraße 989 wurde für den Verkehr gesperrt, um die Einsätze zu erleichtern.
- Waldbrand bricht in Monthermé, Ardennen, nahe der belgischen Grenze aus
- Dash Milan Flugzeug zur visuellen Aufklärung mobilisiert
- Etwa 10 Hektar verbrannt, Feuerwehr an zwei Fronten im Einsatz
- 25 Hektar verbrannt, 120 Feuerwehrleute im Einsatz, Feuer breitet sich ungehindert aus
- Etwa 100 Hektar verbrannt, 4 Löschmittelabwürfe abgeschlossen, 90 Feuerwehrleute vor Ort
Im Lagebericht der Feuerwehr um 18:30 Uhr waren 120 Einsatzkräfte aufgeführt, während die spätere Mitteilung der Präfektur um 20:00 Uhr 90 Feuerwehrleute vor Ort angab. Die Feuerwehrleute waren zu dieser Stunde „ununterbrochen“ an drei Brandflanken im Einsatz.
- Mittlerer Nachmittag
- 10 ha
- 18:30 Uhr
- 25 ha
- Nach 20:00 Uhr
- 100 ha


