
Waldbrand bei La Bisbal d'Empordà zwingt 150 Kinder in Sicherheit, während starke Winde die Flammen ausbreiten
Ein Vegetationsbrand nahe La Bisbal d'Empordà, ausgelöst durch einen Winkelschleifer, hat 20 Hektar verbrannt und die Evakuierung eines Sommercamps mit 150 Kindern bei starken Tramontana-Winden erzwungen.
Feuer bricht nahe La Bisbal d'Empordà aus
Ein Vegetationsbrand wurde am Freitag um 09:17 Uhr nahe der Straße GI-660 in Sant Pol, einem Ortsteil von La Bisbal d'Empordà (Girona), gemeldet. Das Feuer, das auf landwirtschaftlicher Fläche begann, breitete sich unter starken Tramontana-Winden mit Böen zwischen 40 und 50 km/h schnell aus. Bis zum Mittag beliefen sich die vorläufigen Schätzungen der Rural Agents auf rund 20 Hektar betroffene Anbaufläche.
Löscharbeiten durch Wind erschwert
Die katalanische Feuerwehr (Bombers de la Generalitat) setzte im Laufe des Morgens eine wachsende Zahl von Einheiten ein. Ursprünglich 17 Bodentrupps und 5 Helikopter wurden später auf 35 Bodeneinheiten und 10 Luftfahrzeuge aufgestockt; zusätzliche Löschflugzeuge wurden angefordert. Der Wind verursachte zahlreiche Sekundärbrände, sodass die Einsatzkräfte gleichzeitig die Hauptfront und neue Ausbrüche bekämpfen mussten. Der Schwerpunkt verlagerte sich auf die linke Flanke des Feuers, um ein weiteres Ausbreiten in Richtung des bewaldeten Gavarres-Massivs zu verhindern.
Es bewegt sich auf unbewohnte Gebiete zu. Das sind gute Nachrichten.
Der Bürgermeister warnte jedoch, dass das Gelände stark bewaldet sei und reichlich brennbares Material enthalte, das die Situation verschlimmern könnte.
Evakuierungen und Straßensperrungen
Der Zivilschutz (Protecció Civil) aktivierte den Notfallplan Infocat und ließ Es-Alert-Nachrichten mit der Anordnung zur Evakuierung des Stadtteils Sant Pol, isolierter Häuser südlich der Stadt und des Sommercamps Pou del Glaç versenden, wo 150 Kinder untergebracht waren. Alle Kinder wurden als sicher gemeldet. Die Evakuierung wurde später auf die Siedlung Vall Repòs im benachbarten Santa Cristina d'Aro ausgeweitet. Die Straße GI-660 war zwischen den Kilometern 1 und 12 (Calonge bis La Bisbal) vollständig gesperrt, da dichter Rauch die Sicht stark einschränkte.
Ursache und Bedingungen
Erste Ermittlungen der Rural Agents deuten darauf hin, dass das Feuer durch die Nutzung eines Winkelschleifers ausgelöst wurde. Das Wetter des Tages verschärfte die Gefahr: Die Temperaturen erreichten 32,5 °C bei einer Luftfeuchtigkeit von 34 %, und der Tramontana-Wind blieb stark. Die Regionalregierung hatte Stufe 3 des Alfa-Plans aktiviert und vor sehr hoher Waldbrandgefahr in 170 Gemeinden Kataloniens gewarnt, mit besonderer Schwere in der Comarca Baix Empordà.
Reaktion und Ausblick
Die Feuerwehrleute arbeiteten auch am Mittag weiter daran, den Brand einzudämmen und ein Übergreifen auf das Schutzgebiet Gavarres zu verhindern. Der Bürgermeister forderte die Anwohner auf, Fenster zu schließen und Reisen in das Gebiet zu vermeiden. Es wurden bislang keine Verletzten gemeldet.
- Brand nahe GI-660 in Sant Pol gemeldet.
- Evakuierungen für Sant Pol, Camp Pou del Glaç und südliche Häuser angeordnet.
- Straße GI-660 zwischen Calonge und La Bisbal gesperrt.
- Einheiten der Feuerwehr auf 35 Boden- und 10 Lufteinheiten aufgestockt.
- Löschflugzeuge angefordert; Evakuierung auf Vall Repòs ausgeweitet.

