
Feuerwehr löscht 300 Hektar großen Brand im Hürtgenwald in Nordrhein-Westfalen
Die Einsatzkräfte erklärten den größten Waldbrand in der Geschichte Nordrhein-Westfalens am 20. August 2026 für vollständig gelöscht, nachdem mehr als 1.800 Helfer eine Woche lang gegen Kronenfeuer kämpften und dabei Blindgängern ausweichen mussten.
Löschung nach siebentägigem Einsatz
Die Gemeindeverwaltung und die Feuerwehrführung in der Eifelgemeinde Hürtgenwald erklärten den Waldbrand am Donnerstagabend, dem 20. August 2026, für vollständig gelöscht. Der Brand, der eine Woche zuvor ausgebrochen war, entwickelte sich zum größten Waldbrand in der Geschichte Nordrhein-Westfalens und erstreckte sich über rund 300 Hektar im Kreis Düren. Die Branddirektion bestätigte, dass sowohl die offenen Flammen als auch alle verbliebenen Glutnester nach anhaltenden Löscharbeiten vollständig unterdrückt worden seien. Starke Regenfälle in der Nacht zum Donnerstag halfen den Einsatzkräften, hartnäckige Brandherde zu löschen und die Brandaktivität deutlich zu beruhigen. Hürtgenwalds Bürgermeister Stephan Cranen veröffentlichte eine offizielle Bekanntmachung auf dem Gemeindeportal, während sich die Einsatzkontingente auf den Abzug vorbereiteten.
Heute können wir mit großer Erleichterung sagen: Der Brand ist gelöscht.
Munitionsgefahren und Taktiken gegen Kronenfeuer
Mehr als 1.800 Einsatzkräfte waren auf dem Höhepunkt des Einsatzes im Einsatz, darunter Einheiten der Gemeindefeuerwehren, der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW), der Bundeswehr und der Polizei. Die Einsatzkräfte bekämpften ein Kronenfeuer, eine gefährliche Brandform, bei der sich die Flammen schnell durch die oberen Baumkronen ausbreiten, anstatt am Boden zu bleiben. Die Löscharbeiten wurden durch im Gelände versteckte Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg erheblich erschwert, die es den Bodentruppen unmöglich machten, mehrere Waldabschnitte zu Fuß zu betreten. Die Einsatzleitung setzte Löschhubschrauber ein, die Wasser aus der Luft abwarfen, ließ breite Brandschneisen anlegen und nutzte spezielle Eindämmungstaktiken, um die Flammen einzudämmen, ohne Explosionen auszulösen.
- Rund 2.000 Einwohner in Gey werden evakuiert, als sich die Flammen bis auf 15 Meter an die Häuser nähern.
- Der Kreis Düren gibt bekannt, dass der 300 Hektar große Waldbrand unter Kontrolle ist.
- Nächtliche Regenfälle helfen den Feuerwehrleuten, fast alle verbliebenen Glutnester zu löschen.
- Bürgermeister Stephan Cranen gibt bekannt, dass der Brand vollständig gelöscht ist, während sich die Einsatzeinheiten zurückziehen.
Evakuierung von Siedlungen und gemeinschaftliche Mobilisierung
Die kritischste Bedrohung bestand im Wohngebiet Gey, wo sich die Feuerfront bis auf 15 Meter an die Häuser näherte. Die örtlichen Behörden ordneten in der Nacht zum Freitag der Vorwoche eine Evakuierung an, bei der rund 2.000 Einwohner vorsorglich ihre Häuser verlassen mussten. Der Notfall löste während der gesamten Woche eine erhebliche Unterstützung durch die Gemeinschaft aus: Landwirte transportierten Wasser in den Wald, Verpflegungskräfte versorgten die Einsatzkräfte mit Mahlzeiten, und Anwohner stellten handgemalte Dankesschilder auf. Die evakuierten Bewohner durften zurückkehren, nachdem die Einsatzkräfte den Vormarsch erfolgreich gestoppt hatten. Die Häuser blieben unbeschädigt, und es gab keine Verletzten.
Ich bin unendlich dankbar, dass weder Menschen noch Häuser zu Schaden gekommen sind.
Waldsperrung und anhaltende Gefahren
Bereits früher in der Woche hatte der Kreis Düren gemeldet, dass die Einsatzkräfte den Brand unter Kontrolle gebracht hätten, sodass die Zahl der Helfer vor der endgültigen Löschphase reduziert werden konnte. Nach dem offiziellen Ende der Einsätze bleibt das gesamte 300 Hektar große Waldgebiet bis auf Weiteres für die Öffentlichkeit gesperrt. Eine Sprecherin des Kreises Düren erklärte, die Sperrung diene dazu, neue Brände zu verhindern und die Bevölkerung vor instabilen, durch die große Hitze geschädigten Bäumen zu schützen. Cranen würdigte die Beeinträchtigungen durch die Evakuierungen und lobte gleichzeitig den Zusammenhalt zwischen Einsatzkräften und Anwohnern.
Die letzten Einheiten ziehen sich derzeit aus dem Brandgebiet zurück. Nach tagelangem unermüdlichem Einsatz sind das Nachrichten, auf die viele Menschen hingearbeitet und lange gehofft haben.


