
Waldbrand auf Skyros zwingt zu Evakuierungen – Feuerwehr kämpft die ganze Nacht
Ein Waldbrand, der am 15. August bei Atsitsa auf Skyros ausbrach, löste 112-Evakuierungswarnungen für zwei Siedlungen aus. 53 Feuerwehrleute, elf Flugzeuge und fünf Hubschrauber waren im Einsatz, während die Bodentruppen die ganze Nacht gegen die Flammen kämpften.
Ausbruch und erste Reaktion
Ein Waldbrach brach am Samstag, den 15. August 2026, gegen 16:00 Uhr in einem Waldgebiet bei Atsitsa auf der Insel Skyros aus. Die Feuerwehr mobilisierte sofort und entsandte acht Feuerwehrleute mit drei Fahrzeugen, Freiwillige sowie kommunale Wassertankwagen der Gemeinde Skyros zum Brandort. Aus der Luft begannen vier Flugzeuge und ein Hubschrauber mit Wasserabwürfen, um die Bodentruppen bei der Eindämmung der Feuerfront zu unterstützen. Die Bedingungen waren extrem: Windgeschwindigkeiten überstiegen 7 Beaufort, und das Gebiet Skyros war als sehr hohe Brandgefahr, Kategorie 4 auf der nationalen Risikokarte, eingestuft. Auch die Brandermittlungseinheit von Euböa wurde mobilisiert, um die Brandursache zu untersuchen.
Evakuierungsanordnungen
Um 16:30 Uhr sandte das griechische Notfallwarnsystem 112 eine Nachricht an die Bewohner des Gebiets Agios Fokas mit der Anweisung, sich in Richtung Acherounes zu begeben.
Wenn Sie sich im Gebiet Agios Fokas befinden, entfernen Sie sich über die zentrale Umgehungsstraße in Richtung Acherounes.
Eine zweite Warnung folgte um 18:15 Uhr und ordnete die Evakuierung der Siedlung Pefko in Richtung Chora Skyrou an. Die Evakuierungsanordnungen ergingen, während starke Winde die Eindämmung weiterhin erschwerten und die Feuerfront in der Nähe bewohnter Gebiete, Infrastruktur und Waldflächen aktiv blieb.
Verstärkung trifft ein
Boden- und Luftstreitkräfte wurden im Laufe des Nachmittags stetig verstärkt. Das anfängliche Kontingent von acht Feuerwehrleuten mit drei Fahrzeugen wuchs auf zwölf mit fünf Fahrzeugen an, und zehn weitere Feuerwehrleute mit fünf Fahrzeugen wurden per Fähre von Kymi auf Euböa entsandt. Bis zum Abend meldete die Feuerwehr 53 Feuerwehrleute am Einsatzort, darunter fünf Fußtrupps der 1., 4. und 18. EMODE, die mit zehn Fahrzeugen zusammen mit Freiwilligen operierten. Die Luftflotte wurde schrittweise erweitert: von vier Flugzeugen und einem Hubschrauber zu Beginn auf sechs Flugzeuge und vier Hubschrauber am Nachmittag und schließlich auf elf Flugzeuge und fünf Hubschrauber am Abend, von denen einer der Koordination diente. Weitere Verstärkung sollte per Fähre aus Kymi eintreffen: 20 Feuerwehrleute mit fünf Fahrzeugen der METPE Attika, sechs Feuerwehrleute mit drei Fahrzeugen des Feuerwehrkommandos Euböa, vier Feuerwehrleute mit zwei Fahrzeugen der Region Thessalien und fünf Feuerwehrleute der 4. EMODE.
- Brandausbruch im Waldgebiet bei Atsitsa, Skyros
- 112-Alarm für Evakuierung von Agios Fokas in Richtung Acherounes
- 112-Alarm für Evakuierung von Pefko in Richtung Chora Skyrou
- Zweiter Brandausbruch bei Xyropotamos, Samothraki
- Mehr als zehn Löschfahrzeuge treffen per Fähre aus Kymi für die Nachtoperationen ein
Nachtoperationen
Nachdem die Luftabwürfe aufgrund der Dunkelheit eingestellt wurden, übernahmen die Bodentruppen den Kampf durch die Nacht. Laut Quellen, die von evima zitiert wurden, wurden über die abendliche Fährverbindung aus Kymi mehr als zehn Löschfahrzeuge zur Operation hinzugefügt. Das gesamte Personal war in einen schwierigen Kampf verwickelt, um das Feuer zu löschen und es von bewohnten Gebieten, Infrastruktur und Waldflächen fernzuhalten. Die kommenden Stunden wurden von der Feuerwehr als besonders kritisch beschrieben. Der nächtliche Einsatz stützte sich vollständig auf Bodeneinheiten, nachdem die Luftflotte am Boden geblieben war.
- Anfänglich (16:00)
- 8 Feuerwehrleute
- Erste Verstärkung
- 12 Feuerwehrleute
- Vollständiger Einsatz (Abend)
- 53 Feuerwehrleute
Zweite Front auf Samothraki
Unterdessen brach kurz nach 18:30 Uhr ein weiterer Brand bei Xyropotamos auf der Insel Samothraki aus. Auch auf Samothraki wurde das 112-Warnsystem aktiviert und warnte die Bewohner von Siedlungen in der Nähe des Feuers. Die gleichzeitigen Ausbrüche auf zwei Ägäisinseln ereigneten sich an einem Tag, an dem starke Winde und rote Alarmstufe für Brandgefahr mehrere Regionen des Landes betrafen.


