
Waldbrand zwingt zu Evakuierungen auf See in Chalkidiki, Flammen erreichen Häuser nahe Siviri
Ein sich schnell ausbreitender Waldbrand, angetrieben von sturmartigen Winden, fegte am 13. August durch Wald nahe Siviri auf der Halbinsel Kassandra und löste 112-Evakuierungswarnungen sowie eine Rettungsaktion auf See für Anwohner und Urlauber von den Stränden aus.
Ausbruch und Ausbreitung
Ein großer Waldbrand brach gegen Mittag am Donnerstag, 13. August 2026, in niedriger Vegetation nahe Siviri auf der Halbinsel Kassandra in Chalkidiki aus. Angetrieben von sturmartigen Winden breiteten sich die Flammen schnell in dichten Kiefern- und Buschwald aus und rückten in bewohnte Gebiete vor. Am frühen Nachmittag erstreckte sich die Feuerfront etwa 3 Kilometer. Der Verkehr zwischen Siviri und Fourka war unterbrochen, und Rauch war von mehreren Punkten in Chalkidiki aus sichtbar. Das Gebiet war für den Tag in die Brandrisikokategorie 4, „sehr hoch“, eingestuft worden. Nach Informationen von ERT soll das Feuer entstanden sein, als ein Strommast der Public Power Corporation aufgrund starken Windes umfiel und Funken erzeugte. Das Brandermittlungsteam von Chalkidiki wurde mobilisiert, um die Ursache zu untersuchen.
Evakuierungen zu Land und zu Wasser
Notruf-112-Nachrichten wiesen die Bewohner von Siviri an, in Richtung Kassandra zu evakuieren, und die von Fourka in Richtung Skioni. Als die Flammen sich den Häusern näherten – ERTnews berichtete, das Feuer sei sehr nah an Wohnhäusern –, wurde eine Evakuierungsoperation auf See vom Hafen Fourka und dem Strand von Siviri aus gestartet. Ein Schnellboot und ein Fahrzeug der Feuerwehr, drei Schiffe der Küstenwache (LS-ELAKT) und mindestens 15 private Boote wurden eingesetzt, um Urlauber und Anwohner, darunter ältere Menschen und Kinder, vom Strand von Siviri zu evakuieren. Das Schiff SPEED RUNNER JET näherte sich ebenfalls der Bucht von Siviri, um bei den Überführungen zu helfen. Schnellboote der Küstenwache wurden am Strand von Fourka positioniert, um bei Bedarf zu helfen. Am Nachmittag zeigten Videoaufnahmen, wie Menschen auf dem Seeweg aus dem Gebiet gebracht wurden.
Brandbekämpfung
Die Einsatzkräfte wurden im Laufe des Nachmittags kontinuierlich verstärkt. Ein erster Einsatz von 125 Feuerwehrleuten mit 42 Fahrzeugen, 9 Flugzeugen und 3 Hubschraubern, der gegen 13:56 Uhr gemeldet wurde, wurde später auf 142 Feuerwehrleute mit 51 Fahrzeugen, 9 Flugzeugen und 7 Hubschraubern erweitert, von denen einer der Koordination diente. Die Verstärkung umfasste 12 Feuerwehrleute mit 3 Fahrzeugen aus Moldawien, Teil eines EU-Vorpositionierungsprogramms für europäische Feuerwehrleute. Vier Fußpatrouillenteams der 2. EMODE wurden eingesetzt. Tanklöschfahrzeuge und Maschinen der Gemeinde Kassandra sowie 2 Maschinen des Bau- und Katastrophenschutzkommandos (DIKAFKA) unterstützten am Boden. Der stellvertretende Chef der Feuerwehr war auf dem Weg in das Gebiet, um die Einsätze zu leiten. Polizeikräfte von ELAS wurden für das Verkehrsmanagement mobilisiert.
- Feuer als sich schnell in dichter Kiefernvegetation ausbreitend beschrieben; vor extremen Bedingungen gewarnt
- 125 Feuerwehrleute mit 42 Fahrzeugen, 9 Flugzeugen und 3 Hubschraubern im Einsatz
- Kräfte auf 142 Feuerwehrleute, 51 Fahrzeuge, 9 Flugzeuge, 7 Hubschrauber verstärkt
- Umgefallener Strommast als mögliche Ursache laut ERT gemeldet
- Feuerwehrmann verletzt und ins Krankenhaus Polygyros gebracht; Evakuierung auf See mit 15 privaten Booten im Gange
- Schiff SPEED RUNNER JET schließt sich Evakuierung auf See in der Bucht von Siviri an
- Feuerwehrleute
- 142
- Fahrzeuge
- 51
- Flugzeuge
- 9
- Hubschrauber
- 7
Opfer und medizinische Versorgung
Ein Feuerwehrmann wurde verletzt und mit einer Verletzung der unteren Extremität ins Allgemeine Krankenhaus Polygyros gebracht. EKAB, der nationale Rettungsdienst, versetzte seine Kräfte von Anfang an in erhöhte Einsatzbereitschaft. Vier Krankenwagen, eine mobile medizinische Einheit, zwei Kleinwagen und zwei Motorräder für Soforteinsätze mit Rettern und medizinischem Personal wurden in das Gebiet entsandt. EKAB blieb bereit, seine Kräfte bei Bedarf weiter zu verstärken.
Einschätzung vor Ort
Stratos Gitsoudis, Präsident des Panhellenischen Verbands der Forstbetriebsfeuerwehrleute, beschrieb die Situation bei ERT und charakterisierte die Feuerfront als recht ernst.
Leider hat sich das Feuer ziemlich weit geöffnet. Es brennt in dichter Vegetation mit Kiefern und Büschen. Der Wind ist sehr stark. Es gibt eine schnelle Ausbreitung des Waldbrandes, der sich in bewohnten Gebieten befindet.
Er warnte die Bewohner, wachsam zu bleiben und den offiziellen Anweisungen zu folgen.
Die Bedingungen sind extrem und die Reaktionszeit ist sehr kurz.


