
Rund 2.500 Menschen eingeschlossen, während sich ein Waldbrand bei Cubelles, Barcelona, ausbreitet
Ein am Samstagnachmittag bei Cubelles, Barcelona, ausgebrochener Waldbrand führte zur Einschließung von rund 2.500 Bewohnern in mehreren Urbanisationen, während die Feuerwehr bei extremer Waldbrandgefahr in ganz Katalonien gegen die Flammen kämpfte.
Der Brand und die Einschließung
Ein Waldbrand entzündete sich am Samstag, dem 25. Juli, gegen 16:20 Uhr in der Vegetation nahe Cubelles, Barcelona. Anwohner riefen nach Sichtung der Flammen den Notruf 112, und der Feuerwehrdienst der Generalitat, Bombers, entsandte erste Einheiten. Am späten Nachmittag verschickte der Zivilschutz eine ES-Alarm-Meldung auf Mobiltelefone, die die Einschließung der betroffenen Wohngebiete anordnete. Die um 17:28 Uhr herausgegebene Warnung forderte die Menschen auf, in ihren Häusern zu bleiben, Türen und Fenster zu schließen und den Anweisungen der Behörden Folge zu leisten.
Rund 2.500 Menschen in der Urbanisation La Costa Cunit in Cunit sowie in den Sektoren Trencarroques, la Creu und Cal Candi in Castellet i la Gornal wurden angewiesen, in ihren Häusern zu bleiben. Auch die benachbarten Urbanisationen Mas Tarder I und II und Les Estoreres erhielten die Warnung, wobei die Einschließungsanordnung für die flammennahen Zonen galt. Am Samstagabend lagen noch keine Evakuierungsmeldungen vor.
Reaktion der Feuerwehr
Die Feuerwehr mobilisierte schnell: 25 Bodeneinheiten und 8 Luftfahrzeuge, darunter vier Flugzeuge und vier Hubschrauber, beteiligten sich an dem Einsatz. Über 50 Einsatzkräfte arbeiteten daran, den Brand mit zwei aktiven Fronten einzudämmen. Der Einsatz wuchs von ursprünglich etwa 10 Bodeneinheiten und einem Hubschrauber, was die schnelle Ausbreitung des Feuers unter Mistralwindbedingungen widerspiegelt. Das Gelände und die hohen Temperaturen hielten das Risiko in ganz Katalonien hoch, wo 195 Gemeinden in 19 Comarques unter extremer Waldbrandwarnung standen.
- Brand in der Nähe von Cubelles gemeldet, erste Boden- und Lufteinheiten entsandt.
- ES-Alert ordnet Einschließung von rund 2.500 Einwohnern in Urbanisationen an.
- Einsatz auf 25 Bodeneinheiten, 4 Flugzeuge, 4 Hubschrauber ausgeweitet.
- Separater Brand bei Perafort, Tarragona, von Bombers stabilisiert.
Regionale Gefahr und weitere Vorfälle
Katalonien bleibt in höchster Alarmbereitschaft für Waldbrände, mit Zugangsbeschränkungen zu Naturgebieten wie Montmell-Marmellar, Montsant, els Ports, Cardó-Boix, Tivissa-Vandellòs und Prades. Der für das Mittelmeer typische Mistralwind sollte laut Vorhersage bis Sonntag anhalten, was die Ausbreitungsgefahr, insbesondere in den westlichen und südlichen Teilen der Region, sehr hoch hält.
Unabhängig davon stabilisierten die Bombers am Samstag einen Vegetationsbrand in der Nähe einer Raffinerie in Perafort, Tarragona. Dieser Brand, der landwirtschaftliche Flächen betraf, bedrohte die Raffinerie nicht. In der Zwischenzeit aktivierte der Zivilschutz auch den Hochwasserplan Inuncat für die Comarques Garrotxa und Selva in Girona aufgrund von Vorhersagen intensiver Regenfälle an der Nordost- und zentralen Südküste, was das unbeständige Wetter im gesamten Gebiet unterstreicht.


