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Sicherheit·vor 3 Std.

Waldbrand in Andalusien verbrennt 2.000 Hektar und zwingt über 430 Menschen zur Evakuierung

Ein Waldbrand, der am Montag in Villanueva de los Castillejos ausbrach, hat in der Provinz Huelva über 2.000 Hektar verbrannt und die vorsorgliche Evakuierung von mehr als 430 Anwohnern sowie die Aktivierung des andalusischen Notfallplans ausgelöst.

Brandausbruch und schnelle Ausbreitung

Der Brand wurde am Montag, den 8. Juni, um 13:15 Uhr im Gebiet Los Turbios von Villanueva de los Castillejos in der Provinz Huelva gemeldet. Angetrieben von starken Windböen mit bis zu 40 km/h und einer hohen Last an trockenem Gestrüpp, fraß er sich in den ersten sechs Stunden mit etwa 100 Hektar pro Stunde voran. Am späten Abend hatte der Umfang bereits 2.000 Hektar überschritten, und die Flammen hatten den Fluss Odiel überquert und rückten auf die Gemeinde Gibraleón vor.

Die Nacht war aufgrund des Windes komplex, und die nächtliche Arbeit konzentrierte sich darauf, zu verhindern, dass die Brandspitze ein Gebiet mit viel Vegetation erreicht.

Evakuierungen und Straßensperrungen

Um 17:05 Uhr wurde die Notfallphase, Situation Operativ 1 des Infoca-Plans, aktiviert. Kurz darauf wurden 365 Menschen vorsorglich aus Wohnsiedlungen, Bauernhöfen und dem Viertel „el cementerio“ in San Bartolomé de la Torre evakuiert. Die Evakuierten wurden in die städtische Sporthalle gebracht. Am Dienstagmorgen wurden weitere 70 Menschen und ihre Tiere aus der ländlichen Siedlung El Gimón in Gibraleón vorsorglich evakuiert, da mit Windveränderungen gerechnet wurde. Die Straße A-495 bleibt zwischen Kilometer 8 und 10,7 aufgrund von starkem Rauch gesperrt.

Wir haben es mit einem komplizierten Brand zu tun, der bereits mehr als 2.000 Hektar betroffen hat und fast 300 Menschen in Evakuierung hält.

Eingesetzte Löschkräfte

Während der Löscharbeiten am Montag waren 19 Luftfahrzeuge und 110 Bodenkräfte im Einsatz, unterstützt von fünf Tanklöschfahrzeugen, einem Bulldozer, der medizinischen Einheit für Waldbrände und einer mobilen Wetterstation. Das Verteidigungsministerium entsandte zwei Löschflugzeuge der 43. Gruppe der Luft- und Raumfahrtstreitkräfte. Über Nacht wurde das Bodenkontingent auf 250 Feuerwehrleute mit 13 Tanklöschfahrzeugen und zusätzlichem Gerät verstärkt. Am Dienstagmorgen begannen 22 Luftfahrzeuge (Hubschrauber und Flugzeuge) sowie 140 Bodenkräfte und ein Bulldozer mit der Brandbekämpfung.

Schlüsselereignisse des Waldbrands in Huelva
  1. Brandmeldung in Los Turbios, Villanueva de los Castillejos
  2. Notfallphase (Situation Operativ 1) aktiviert
  3. 365 Anwohner aus San Bartolomé de la Torre evakuiert; Straße A-495 gesperrt
  4. Über Nacht: Brand überschreitet 2.000 ha, überquert Fluss Odiel; 250 Bodenkräfte vor Ort
  5. Dienstagmorgen: 70 weitere aus Gibraleón evakuiert; 22 Luftfahrzeuge mobilisiert

Ausblick und weitere Brände

Die Spitze der linken Flanke hat den Odiel überquert und brennt nun durch trockenen Eukalyptuswald, der langsamer, aber mit größerer Intensität brennt. Ein für den Nachmittag vorhergesagter Windwechsel könnte die Bedingungen an dieser Flanke erschweren. Ein weiterer Brand wurde am Dienstag in Guillena gemeldet, wo bereits ein Tanklöschfahrzeug und Forsttrupps im Einsatz sind. Die Region Huelva erholt sich noch von dem Brand in Alosno, der letzte Donnerstag etwa 1.000 Hektar verbrannte und am Sonntagabend für gelöscht erklärt wurde.

Villanueva de los Castillejos

8 Quellen

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